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Atomkraft: ITER vor dem Aus?

   11. August 2010

Im französischen Cadarache wird seit 2009 an dem „International Thermonuclear Experimental Reactor“ gebaut. Die Planung für dieses Mammut-Projekt begann jedoch schon weit vorher. Geplant waren Baukosten in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro doch diese Summe wird sich voraussichtlich verdreifachen. Ab dem Jahr 2018 soll der Atomfusionsreaktor für 20 Jahr in Betrieb gehen und noch einmal 5 Milliarden Euro an Betriebskosten verschlingen. Zu den beteiligten Investoren gehören neben Europa auch China, Indien, Japan, Südkorea, Russland auch die USA.

Forscher wenden sich gegen das Versuchsprojekt

Die Forscher halten das Versuchsprojekt ITER für „unerschwinglich und nicht funktionstüchtig“. Durch die explodierenden Bau- und Betriebskosten werden einige wichtigere Forschungsprojekte in Gefahr gebracht, weil an deren finanzieller Unterstützung gespart würde.

Die traditionellen Atomkraftwerke spalten Atomkerne, um Energie zu gewinnen. Der Atomfusionsreaktor ITER soll zeigen, wie bei der Verschmelzung von Atomkernen Energie erzeugt wird. Ein extrem dünnes Plasma aus den Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium wird in Magnetfeldern eingeschlossen und auf etwa 100 Millionen Grad erhitzt. Das Deuterium wird auch Meerwasser gewonnen und das Tritium entsteht durch die Bestrahlung von Lithium-Gas.

Auf Grund der Schwierigkeiten, das Plasma in der Ummantelung zu halten, große Mengen Tritium zu erzeugen und Materialien ausfindig zu machen, die das Plasma sicher einschließen können, sind die Wissenschaftler der Meinung, dass es besser wäre das Projekt einzustellen und die finanziellen Mittel in die Weiterentwicklung der traditionellen Atomkraft zu investieren. Hier sei es notwendig, die vierte Generation entsprechend zu fördern, da sie in der Lage sein wird, auf Atomabfällen Brennstoffe zu machen und so zur Lösung der Problematik Endlagerung von Atommüll beitragen könnte.

REWAG baut neues Glasfasernetz

   10. August 2010

In den kommenden fünf Jahren wird die Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG einen Millionenbetrag in den Ausbau der örtlichen Glasfasernetze investieren. „Glasfasertechnologie bietet die beste Grundlage dafür, die Anforderungen der Zukunft an die Energieversorgungsnetze zu erfüllen“, so Norbert Breidenbach (Vorstandsvorsitzender REWAG). Seit mehr als 30 Jahren versorgt die REWAG ihre mittlerweile 200.000 Kunden mit Trinkwasser und Strom. Die etwa 400 Mitarbeiter sorgen für die gute Versorgung der Kunden und sichern sowohl die umfangreichen Serviceleistungen als auch die hohe Versorgungssicherheit ab.

Neue Technologien ausbauen

„Die gesetzlichen Anforderungen aus den sogenannten Merseburger Beschlüssen und der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) machen es in Zukunft notwendig, intelligente Zählersysteme – das sogenannte Smart Metering – einzurichten, die nicht nur den Energieverbrauch detailliert aufzeichnen, sondern auch steuerbar machen und so Einsparungen ermöglichen. Und dafür braucht es entsprechende Übertragungsnetze (Smart Grids) wie das Glasfasernetz“, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Beginnen sollen Bau- und Sanierungsarbeiten in Königswiesen. In den nächsten Monaten sollen zusätzliche Glasfaserkabel an den bestehenden Leistungsnetzen verlegt werden. Breidenbach betonte, „Für unsere Kunden entstehen dabei keine Kosten. Niemand muss den Glasfaseranschluss in Anspruch nehmen. Die bisherigen Kabel und Anschlüsse funktionieren weiterhin wie gewohnt.“

Zukünftige Potentiale forcieren

„Im Zusammenspiel von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids), neuer Zählertechnologie (Smart Meter) und den Speichern von Elektromobilen ergäbe sich eine sinnvolle und wirtschaftliche Lösung“ sagte Breidenbach. Um Stromüberschüsse aus den erneuerbaren Energien zu abzufangen, könnten die Speicher der Elektromobile genutzt werden. So ließen sich die natürlichen Stromschwankungen der erneuerbaren Energien auf recht unkomplizierte Weise ausgleichen.

Atomkraftwerke: Abschaltungen verzögern

   9. August 2010

Für große Aufregung sorgte die Übertragung von Reststrommengen abgeschalteter Atomkraftwerke auf die alten Atomkraftwerke Biblis A und B. Der Reaktor Biblis A ging 1974 ans Netz und Biblis B folgte 1976. Claudia Roth (Die Grünen) sagte, „Ein Uraltreaktor soll länger laufen, obwohl er nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.“ Der Energiekonzern RWE, der das AKW Biblis betreibt, wies die Vorwürfe zurück und versicherte, dass die beiden Reaktoren „sehr sicher“ seien und fügte hinzu „Da gibt es keine Geheimnisse und Trickserei“.

Hinhaltetaktik der Energiekonzerne ist offensichtlich

Der Reaktor Biblis A sollte im Jahr 2008 stillgelegt werden und Biblis B sollte 2009 folgen. Doch um die endgültige Stilllegung der Reaktoren hinauszuzögern, wurde die Stromproduktion so gedrosselt, dass die im Jahr 2002 zugeteilten Reststrommengen noch für einen längeren Betrieb genügen und die Reaktoren in den Genuss der geplanten Laufzeitverlängerung kommen. Auch die Übertragung der Reststrommengen, die bis zu 2 Jahre ausreichen, sorgt für eine längere Betriebsdauer. Denn sind die verfügbaren Strommengen aufgebraucht und steht ein Reaktor erst einmal still, erlischt die Betriebserlaubnis und der Betreiber muss den milliardenteuren Abriss finanzieren.

Die Energiekonzerne E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall betreiben die 17 deutschen Atomkraftwerke und versuchen mit allen verfügbaren Mitteln eine Verlängerung der Laufzeiten um mehr als 15 Jahre für die Atomkraftwerke zu erwirken. Weniger würde sich nach den Angaben der Unternehmen kaum rechnen, denn die Bundesregierung will einen Teil der Zusatzgewinne über die Brennelemente-Steuer abschöpfen und auch die Sicherheitssysteme der Reaktoren müssen auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Stromversorgung: Konflikte befürchtet

   6. August 2010

Die friedliche Co-Existenz von erneuerbaren Energien und Atom- bzw. Kohlekraftwerken hält Rainer Baake (Deutsche Umwelthilfe) für ein „interessegeleitetes Märchen.“ Denn es sei nicht möglich bei drohendem Stromüberschuss durch die erneuerbaren Energien die Atom- und Kohlekraftwerke einfach herunter zu regeln. Den einzigen Ausweg sieht er in einem konsequenten Atom- und Kohleausstieg. Um die natürlichen Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen schlägt er den Einsatz von Gaskraftwerken vor. Diese arbeiten sowohl flexibel als auch effizient.

Erneuerbare Energien und Atomkraft passen nicht zusammen

Weiterhin sagte Baake, „Wer einerseits den Eintritt in das regenerative Zeitalter propagiert und andererseits auf verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke setzt, treibt diese Gesellschaft in einen neuen Fundamentalkonflikt“ und fügte hinzu, „Es geht bei der künftigen Stromversorgung nicht um ein Sowohl-als-Auch, sondern deutlich früher als die meisten Experten angenommen haben, um ein glasklares Entweder-Oder.“ Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke könnten nicht gemeinsam realisiert werden.

Nach Berechnungen des Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) seien die erneuerbaren Energien bereits 2020 in der Lage, an einigen Tagen den Strombedarf der Bundesrepublik zu decken. Carsten Pape (IWES) erklärte, „Gerade an Wochenenden könnte es sogar zu Stromüberschüssen nur durch erneuerbare Energien kommen.“

Gorleben: Erkundungen sollen weitergehen

   5. August 2010

Die Erkundungen des geplanten Endlagers für Atommüll sind vor mehr als 10 Jahren eingestellt worden. Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) plant nun die Wiederaufnahme der Arbeiten noch in diesem Jahr. Derzeit ist ein Untersuchungsausschuss damit beschäftigt, die Unklarheiten bei der Standortwahl zu klären. Nach dem die Energiekonzerne bereits 1,3 Milliarden Euro in die Untersuchungen investiert haben, fordern sie den Bau des Endlagers Gorleben.

Atommanager Thomauske soll Prognose erstellen

Ursprünglich war Bruno Thomauske für das Bundesamt für Strahlenschutz tätig. Sein Wechsel zum Energiekonzern Vattenfall sorgte für rege Kritik. Dort war er Geschäftsführer im Atombereich. Vor drei Jahren brach unter seiner Führung ein Trafobrand aus. Daraufhin verlor er seinen Posten als Geschäftsführer. Laut Presse habe er aktuell einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen inne, welcher vom Energiekonzern RWE finanziert wird.

Der ehemalige Atommanager Thomauske soll nach Presseangaben an den Vorbereitungen für das Endlager Gorleben beteiligt sein. Er solle eine Eignungsprognose, die vom Bundesumweltministerium finanziert werde, erstellen.

AKW Biblis bleibt länger am Netz

   4. August 2010

Ende Juni 2010 wurden Reststrommengen des stillgelegten Kernkraftwerkes Mühlheim-Kärlich auf das Atomkraftwerk Biblis Block B übertragen. Dies teilten sowohl der Betreiber RWE als auch das Bundesamt für Strahlenschutz am vergangenen Dienstag mit. Biblis B hätte ohne die Übertragung der Reststrommenge von 8.100 Gigawattstunden bereits im Januar 2011 stillgelegt werden müssen. Nun kann es etwa ein Jahr länger betrieben werden und insgesamt 13.989 Gigawattstunden Atomstrom erzeugen.

Übertragung gesetzlich geregelt

Die Übertragung von Reststrommengen bedarf keiner behördlichen Zustimmung, da sie bereits im Jahr 2002 im Atomgesetz verankert wurde. Dem Gesetz nach dürfen Reststrommengen auf ältere oder neuere Atomkraftwerke übertragen werden. Es besteht lediglich eine Meldepflicht beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Vor der Stilllegung des Kernkraftwerkes Mühlheim-Kärlich standen dem Kraftwerk noch 107.250 Gigawatt an zu erzeugendem Atomstrom zu. Diese wurden auf die Atomkraftwerke Biblis B, Brokdorf, Emsland, Gundremmingen B und C, Isar 2 und Neckarwestheim 2 verteilt. Auf das Atomkraftwerk Biblis A wurden im Mai dieses Jahres die Reststrommengen des stillgelegten Atomkraftwerkes Stade übertragen.

Deutsche verbrauchen wieder mehr Energie

   3. August 2010

Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Verbrauch von Erdgas und Strom um mehr als 8% an, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Mitteilung. Als Ursache dafür wurde vor allem der lange und kalte Winter, als auch die Erholung der Weltwirtschaftslage genannt. Der Kilowattstunden Verbrauch belief sich demnach auf 274 Milliarden, was einen Anstieg um 4,6% zum Vorjahreshalbjahr bedeutet.

Erdgasverbrauch steigt drastisch an

Der Erdgasverbrauch von 522 Milliarden zog somit eine Steigerung von 14%, gemessen am ersten Halbjahr 2009, nach sich. Der hohe Erdgasverbrauch begründet sich laut dem BDEW vor allem durch den kalten Winter und dem damit verbundenen hohen Kraftwerkverbrauch. Auch die Industrie bewies gesteigerte Nachfrage an Strom und Gas. Der Industrieanteil am Verbrauch beträgt demnach nach aktuellen Messungen 40-45% je nach Branche. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begründet seine Messungen mit Absatzzahlen von über 1800 kommunalen und regionalen Energievertreibern.

Atomenergie: Verzicht bedeutet Gewinn

   2. August 2010

Im Jahr 2000 wurde der Atomausstieg beschlossen und die letzten Atomkraftwerke sollen dieser Vereinbarung nach etwa 2025 vom Netz genommen werden. Doch seit einiger Zeit debattieren die Politiker über eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, um diese als Brückentechnologie zu nutzen, bis die erneuerbaren Energien den Energiebedarf Deutschlands zuverlässig decken können. Streitpunkt ist nun die genaue Anzahl der Jahre, die die Atomkraftwerke weiter laufen sollen. Es sind Zeitspannen zwischen 4 bis 28 Jahre im Gespräch. Doch auch die Frage, ob die Verlängerung für alle Atomkraftwerke gelten soll, ist noch nicht geklärt.

Vierfacher Gewinn für die Zukunft

Um der Atomenergie ein schnelles Ende zu machen, wird der Ausbau der erneuerbaren Energie vorangetrieben und gefördert. Die Rolle der Windenergie ist dabei von zentraler Bedeutung, denn sie soll zukünftig etwa 50 Prozent des Gesamtstrombedarfs decken. Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht in der Atomenergie „nicht die Zukunftsoption“ und hält weiter am Atomausstieg fest. Auch die Mehrheit in den Reihen der Politik steht hinter ihm. Er sagte über seine Widersacher „Es ist noch nicht jedem klar, dass wir mit dem Umbau der Energieversorgung langfristig vierfach gewinnen“.

Er ist überzeugt, dass der Verzicht auf Atomenergie einen vierfachen Gewinn bedeutet und belegt dies auch mit Fakten. Unbestritten ist der Gewinn an Sicherheit, wenn die Atomkraftwerke stillgelegt werden. Durch deren Betrieb besteht immer die Gefahr eines Gaus wie in den 80iger Jahren in Tschernobyl. Weiterhin wird ein neuer Industriezweig ausgebaut, der wiederrum Arbeitsplätze schafft. Auch die Unabhängigkeit von Energieimporten würde steigen, wenn Deutschland zum Energie-Selbstversorger werden würde. Nicht zu vernachlässigen sind auch die positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz und somit die Erreichung der von der EU vorgegebenen Klimaschutzziele.

Energiekonzept sorgt für Widerstand

   1. August 2010

Nach der Sommerpause soll das Energiekonzept der Bundesregierung vorgestellt werden. Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat vorrangig an diesem Konzept gearbeitet und bereits jetzt muss er sich harte Kritik gefallen lassen. Er hatte am vergangenen Donnerstag einige seiner Kollegen über den bisherigen Stand in Kenntnis gesetzt. Noch immer wird über die Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke diskutiert. Das Konzept soll Aufschluss über den künftigen Bedarf der einzelnen Energieträger geben, um den Energiebedarf Deutschlands innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu decken.

Harte Kritik für Röttgen

Margit Conrad (Umweltministerin, Rheinland-Pfalz) kritisierte den starken Bezug zur Atomkraft. Sie sagte, „Das ganze Konzept ist offensichtlich um den politischen Willen herumgestrickt, die Atomkraft länger laufen zu lassen. Das Vergleichsszenario für eine Energieversorgung ohne Atomkraft ist unseriös: Es geht von keinerlei ambitionierten Zielen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aus.“

Stefan Mappus (Ministerpräsident, Baden-Württemberg) sprach sich bereits in der Vergangenheit für deutlich längere Laufzeiten aus und forderte kürzlich mindestens 15 Jahre und mehr. Auch Horst Seehofer (Ministerpräsident, Bayern) sieht keine Möglichkeit in absehbarer ohne Atomenergie auszukommen. Er sagte, es habe „keinen Sinn, sichere bayerische Kernkraftwerke abzuschalten, um anschließend den gleichen Strom aus Tschechien zu beziehen“.

Sowohl Schleswig-Holsteins als auch Nordrhein-Westfalen sind weiterhin gegen die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke und ziehen eine Klage in Betracht. Sigmar Gabriel (Vorsitzender der SPD) bezeichnete die vorliegenden Entwürfe des Energiekonzeptes für „Lobbyarbeit für die Atomindustrie“, und fügte hinzug, „Die Diskussion über das Energiekonzept zeigt einmal mehr, das Gerede von einer Brückentechnologie war eine dreiste Lüge“.

Stromgewinnung aus Urin möglich

   30. Juli 2010

So ungewöhnlich es auch klingen mag, menschlicher Urin eignet sich gut zur Stromgewinnung. Dies fanden Forscher der University of the West of England (UWE) heraus. Schon lange wird geforscht, wie am besten Energie aus biologischen Abfällen gewonnen werden kann. Neben Grasabschnitten, verfaultem Obst und Gemüse, Muscheln, toten Insekten wurde auch die Eignung von Urin untersucht. Zur Überraschung der Forscher eignete sich Urin sehr gut.

Bakterien helfen bei Stromerzeugung

Der Forschungsleiter des UWE, Ioannis Ieropoulos, erklärte, „Der natürliche Stoff ist chemisch sehr aktiv. Urin ist reich an Stickstoff und enthält Harnstoff, Chloride, Kalium und Bilirubin. Deshalb eignet es sich besonders für mikrobielle Brennstoffzellen“. Weiterhin sagte er, „Wir arbeiten derzeit an einem Prototyp für ein tragbares Urinal zur Energieerzeugung. Das könnte etwa bei Musikfestivals oder anderen Freiluftveranstaltungen vorteilhaft sein“

Durch den Einsatz von Bakterienkulturen, die in Brennstoffzellen angesiedelt wurden, wird der Urin in Strom umgewandelt. Das Team um Ieropoulos entwickelte einen Roboter, der Abfall frisst. Diese Weiterentwicklung heißt Ecobot III und ist in der Lage sich selbst mit Klärwasser aus Abwasser-Spenderboxen zu versorgen. In seinem inneren verbergen sich 24 Brennstoffzellen, die mit Hilfe von Bakterienkulturen das Klärwasser zersetzen. Dabei entstehen Wasserstoffatome, deren Elektronen von der Anode der Brennstoffzelle angezogen werden und aus denen so Strom erzeugt wird.

Umgestaltung der Atomwirtschaft in Frankreich

   28. Juli 2010

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist bestrebt, die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Atomwirtschaft international zu steigern. Dazu sollen der französische Atomkonzern Areva und der staatlich kontrollierte Energiekonzern EDF eine strategische Partnerschaft eingehen und eng zusammenarbeiten. Weiterhin ist im Gespräch, den Energiekonzern EDF an Areva zu beteiligen. Die Kapitalerhöhung für den Atomkonzern Areva soll bis zum Ende des Jahre erfolgen und etwa 15 Prozent betragen.

Aus erbitterten Konkurrenten sollen Partner werden

Ob die angestrebte Partnerschaft die gewünschten Ziele erreichen kann und in ruhigen Bahnen verläuft, wird sich in der Zukunft zeigen. Die beiden Unternehmen stehen im Konkurrenzkampf zueinander. Henri Proglio (Konzernchef EDF) hatte bereits in aller Öffentlichkeit die Zerschlagung von Areva gefordert, um selbst die Führung in der Atomwirtschaft übernehmen zu können. Des Weiteren wirft er dem Atomkonzern vor, einen großen Auftrag zum Bau von Atomkraftwerken in Abu Dhabi verloren zu haben. Dieser Auftrag sei als Jahrhundert-Auftrag betrachtet worden und hätte ein immenses Investitionsvolumen gehabt.

Areva hatte zu Beginn dieses Jahres die Lieferungen von Kernbrennstoffen für die 58 EDF-Atomkraftwerke eingestellt und auch die Annahme von abgebrannten Uranbrennstäben verweigert. Grund für diese Verweigerungen waren Streitigkeiten bezüglich der Wiederaufbereitungsanlage La Hague, deren Betreiber Areva ist.EDF wollte bestehende Vereinbarungen lösen, um einen Preisvorteil zu erzielen und die Preise drücken zu können.

Greenpeace protestiert gegen BP

   27. Juli 2010

Am heutigen Dienstag veröffentlichte der BP-Konzern seine Halbjahreszahlen und sorgte damit unter anderem bei der Umweltorganisation Greenpeace für deutlichen Unmut. Die Umweltorganisation übte harte Kritik an der ökologischen Bilanz. Der Ölkonzern kann einen Jahresumsatz von 200 Milliarden Dollar verbuchen und investiert weniger als 0,5 Prozent davon in die erneuerbaren Energien. Doch für weitere Ölförderprojekte werden jährlich 19 Milliarden Euro eingeplant.

Groß angelegt Protestaktionen

Vor der Konzernzentrale in Bochum protestierten die Greenspeace-Aktivisten mit Bannern auf denen steht „BP: Raus aus der Tiefsee“ und sie haben einen gut 4 Meter hohen Förderturm aufgestellt, aus dem ein Öl-Imitat sprudelt. Zur gleichen Zeit wurden in London Tankstellen lahmgelegt. Die Aktivisten betätigten die Notschalter der 50 BP-Tankstellen Londons und monierten Teile des Schalters einfach ab, um das Wiederanschalten der Zapfsäulen zu verhindern.

Damit will die Umweltorganisation auf die ökologischen Missstände des Konzerns öffentlich machen. In Anbetracht der Ölkatastrophe am Golf von Mexico hat der Konzern nichts gelernt und scheint die Gefahren der Tiefseebohrungen weniger ernst zu nehmen.

Karsten Smid (Greenpeace) sagte, „Der Ölkonzern BP versucht sich mit dem Firmenslogan „beyond petroleum“ (jenseits des Öls) ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Dass BP es nicht ernst meint mit dem Wandel sieht man an den Investitionen: In riskante Ölförderprojekte lenkt der Konzern 20mal so viel Geld wie in Erneuerbare Energien“.

BP plant neue Projekte in der Tiefsee

BP betreibt global bereits 14 ölfördernde Tiefseeprojekte. Neun weitere werden zurzeit entwickelt und neun neue Projekte in 200 Metern Wassertiefe sind bereits geplant. Für die neuen Projekte dringt der Ölkonzern in Gewässer vor, die eine enorme Bedeutung sowohl für das örtliche als auch das globale Ökosystem haben. Notfallpläne sind bisher nicht in erschöpfender Form vorhanden.

Finanzielle Belastung durch Atomausstieg

   24. Juli 2010

Der Atomausstieg Deutschlands wurde bereits im Jahr 2000 vereinbart, doch noch immer wird über das wie und wann gestritten. Eine Einigung soll nun Ende September zu erwarten sein. Im Vorfeld jedoch gibt es noch den einen oder anderen Schlagabtausch zwischen den Parteien und Politikern. So kritisierte Christian Lindner (Generalsekretär FDP) den Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Er würde die „diffusen Ängste“ der Bevölkerung für seine Zwecke nutzen. Doch auch ohne die politischen Diskussionen sind die meisten BürgerInnen über die Gefahren und Risiken der Atomkraft und der Problematik der Endlagerung von Atommüll im Bilde.

Bevölkerung über Vorhaben aufklären

Lindner erklärte, dass die mit einem verfrühten Atomausstieg verbundenen höheren Stromkosten vorrangig die sozial Schwachen beträfe. Es sei mit Mehrbelastungen in Höhe von 150 Euro jährlich zu rechnen. Weiterhin sagte er über Röttgen, „Er sollte diffuse Ängste nicht nutzen, um notwendige Vorhaben der Koalition zu relativieren“. Anstatt den BürgerInnen Angst zu machen, soll man die Hintergründe der Laufzeitverlängerung erläutern. Die Verlängerung sei nötig, um die Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien zu bewältigen.

Das TNS Emnid Institut hab am vergangenen Mittwoch die Ergebnisse einer Umfrage bekanntgegeben, in der gut drei Viertel der Bevölkerung gegen eine Laufzeitverlängerung über den Zeitraum von 10 Jahren hinausgehend sind. Norbert Röttgen sagte, „Eine große Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich eine Laufzeitverlängerung nur so lange es energiepolitisch nötig ist, nicht darüber hinaus. Die Umfrage ist eine deutliche Bestätigung für den Kurs eines konsequenten Umstiegs auf erneuerbare Energie”. Röttgen befürwortet eine Verlängerung der Laufzeiten um acht Jahre.

Stromnetz braucht Innovationen

   23. Juli 2010

Anfang Juli 2010 fand der von der Bundesnetzagentur veranstaltete Workshop „Technologieoptionen zur Deckung des Kapazitätsbedarfs in den Übertragungsnetzen” statt. Etwa 90 Vertreter von Bürgerinitiativen, Behörden, Industrie, Netzbetrieb und Wissenschaft diskutierten hauptsächlich über die Kosten und Möglichkeiten zum Einsatz von Hochspannungsgleichstrom- übertragung und Hochtemperaturleiterseilen.

Noch kein Ersatz für alte Technologie

In den kommenden Jahren wird sich die Menge an Strom aus erneuerbaren Energien deutlich erhöhen und stellt die Stromwirtschaft schon jetzt vor große Herausforderungen. „Wir brauchen innovative Lösungen beim Netzausbau“, sagte Matthias Kurth (Präsident der Bundesnetzagentur). Die neu entwickelten Übertragungstechnologien können die bisher genutzten Stromnetze lediglich unterstützen, aber ersetzen können sie diese bislang nicht.

Die bedeutendsten Resultate des Workshops fasste Kurth folgendermaßen zusammen: „Das politische Ziel der Entwicklung einer CO2-armen bzw. -freien Stromerzeugung nach 2015 erfordert einen bedarfsgerechten Netzum- bzw. ausbau. Im Rahmen unserer Veranstaltung sah keiner der Vertreter aus Wissenschaft und Industrie eine realistische Alternative zu den 24 im Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) enthaltenen Ausbauvorhaben. Darüber hinaus ist die Herausforderung, ab 2020 weitere ca. 12 GW Strom aus erneuerbaren Energien von Nord- nach Süddeutschland transportieren zu müssen, nach Ansicht der Experten mit keiner der heute eingesetzten Technologien allein zu meistern“.

Praxistests geplant

Insbesondere für den Transport von Strom aus Offshore-Windanlagen können die Entwicklung und der Bau eines Drehstromnetzes in der Frequenz des Bahnstromnetzes von Bedeutung sein, so die Experten.

Gemeinsam mit den Marktteilnehmern ist die Bundesnetzagentur bestrebt, den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Unter der Voraussetzung, dass die Projekte bezahlbar sind und die Netzsicherheit nicht gefährden, sollen die neuen Technologien in der Praxis getestet werden.

Kohlekraftwerken droht vorzeitige Stilllegung

   22. Juli 2010

Die Steinkohle-Bergwerke in Deutschland sollten ursprünglich bis zum Jahr 2018 in Betrieb bleiben. Doch nun wurde der EU-Kommission vom EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia ein Vorschlag vorgestellt, in dem die Schließung von unwirtschaftlichen Bergwerken bereits zum 15. Oktober 2014 erfolgen soll. Entschieden ist bislang noch nichts, denn der Vorschlag muss erst vom EU-Ministerrat geprüft werden.

Vorzeitige Schließungen und Massenentlassungen verhindern

Am 15. Oktober 2014 ist Stichtag, denn dann laufen die Fördermaßnahmen für Steinkohle aus. Daher rührt auch der Entschluss, unwirtschaftliche bis zu diesem Termin zu schließen. Im vergangenen Jahr sollen etwa 2 Milliarden Fördermittel aus Steuergeldern in die Steinkohle geflossen sein. Von den sechs deutschen Bergwerken sollen drei mindestens bis 2012 oder gar bis 2018 weiter genutzt werden. Der Schließungstermin für die anderen drei stünde bereits fest. Laut RAG Deutsche Braunkohle AG waren insgesamt 27.000 Menschen in den Bergwerken beschäftigt. „Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung alles tut, damit das deutsche Ausstiegsszenario mit der Frist bis 2018 umgesetzt wird“, sagte ein Sprecher der RAG.

Michael Vassiliadis (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) erklärte, „Wir werden uns mit allen Mitteln gegen ein Auslaufen der deutschen Steinkohleförderung bis Oktober 2014 zur Wehr setzen. Denn das würde Massenentlassungen zur Folge haben. Jetzt muss die Bundesregierung ran. Sie muss dafür sorgen, dass der 2007 vereinbarte Kohlekompromiss und das Steinkohlefinanzierungsgesetz umgesetzt werden können“.

Subventionen sollen jährlich gekürzt werden

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erklärte, „Unternehmen müssen ohne staatliche Hilfe überleben können“ und fügte hinzu „gemessen an der Nachfrage gering und außerdem rückläufig“. Im vorliegenden Bericht ist weiterhin vorgesehen, die Subventionen bis Oktober 2014 jährlich zu kürzen. Werden die Bergwerke nach dem 15.Oktober 2014 weiter betrieben, sollen die gezahlten Fördermittel zurückgezahlt werden.

Bis zum Jahresende muss der EU-Ministerrat eine Entscheidung zum vorgelegte Kommissionsvorschlag getroffen haben, denn dann laufen die bisher getroffenen Regelungen aus. Im Ministerrat sind alle 27 Mitgliedstaaten der EU vertreten und entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen.

Vattenfall baut Windpark vor Sylt

   21. Juli 2010

„DanTysk“, so heisst der neue Windpark vor der Küste der Nordseeinsel Sylt. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) haben bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der sie sowohl Planung und Bau des Offshore-Windparks regeln. Dazu wird ein Gemeinschaftunternehmen gegründet, an dem Vattenfall 51 Prozent und die Stadtwerke München 49 Prozent hält.

Wege für Offshore-Windparks ebnen

Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka sagte, „Wir wollen aber auch unser Engagement in Deutschland fortsetzen, DanTysk soll dafür nach dem fertig gestellten Testfeld alpha ventus der nächste wichtige Meilenstein für Vattenfall sein. Erforderlich ist allerdings, dass die Politik die junge Offshore-Branche weiterhin unterstützt. Die Risiken beim schnellen Einstieg in die Stromerzeugung auf See müssen gemeinsam bewältigt werden“.

Auch die Stadtwerke München planen weitere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Unter anderem sei ein weiterer Offshore-Windpark vor der walisischen Küste mit 160 Windkraftanlagen und einem Investitionsvolumen von 2 Mrd. Euro geplant. Umgesetzt werde dieses Projekt gemeinsam mit Siemens und RWE-Innogy.

Investitionssumme für „DanTysk“ steht noch nicht fest

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Planungsarbeiten zum Bau und Betrieb des Windparks weit fortgeschritten. Die Verhandlungen mit Herstellern und Zulieferern werden bis zum Herbst abgeschlossen sein. Auch die Entscheidungen bzgl. der Investitionssumme müssen bis zum Herbst fallen. Ob der finanziell gesteckte Rahmen eingehalten werden kann, ist bislang noch unklar.

In gut 30 Metern Tiefe sollen auf einer Fläche von 70 Quadratmetern 80 Windkraftanlagen errichtet und ans Netz gebracht werden. Entsprechend dem Bauplan sollen die ersten Windkraftanlagen bereits 2013 in Betrieb genommen werden. Mindestens 500.000 Haushalte sollen mit der erzeugten Windenergie versorgt werden.

Stromverbrauch Chinas steigt enorm

   20. Juli 2010

Die USA galten seit über 100 Jahren als Spitzenreiter beim Energieverbrauch, doch nun nimmt China diesen Platz ein. Wie die Internationale Energieagentur (IEA) mitteilte, verbrauchte China vergangenes Jahr 2252 Millionen Tonnen Öläquivalent. Die chinesische Zentralregierung wird durch die Entwicklung des Stromverbrauchs vor große Herausforderungen gestellt. Einerseits muss sichergestellt sein, dass die Stromversorgung sicher und stabil ist. Andererseits sind die globalen Klimaschutzziele in Gefahr.

Infrastruktur für Stromversorgung ausbauen

Nach Angaben der IEA wären in den nächsten 20 Jahren Investitionen in Höhe von 4.000 Milliarden Dollar notwendig, um die chinesische Energieversorgung zu stabilisieren. Dies hat die Zentralregierung in Peking vor Jahren schon erkannt und ist bemüht die Infrastruktur der Energieversorgung auszubauen. Auch der Produktionsbereich ist vom rasant steigenden Strombedarf betroffen und energieintensive Produkte werden nicht mehr selbst hergestellt sondern importiert. Dies kommt den Industrieunternehmen anderer Länder zugute. , „Da China mit seiner Energie haushalten muss, werden die Chinesen auch künftig energieintensive Produkte wie Aluminium importieren müssen. China weiß, dass der Bedarf an Energie weiter rasant steigen wird. Die Regierung hat daher eine Exportsteuer auf Produkte wie Aluminium erlassen.“, erklärte Klaus Kleinfeld (Alcoa, US-Aluminiumkonzern).

Globale Klimaschutzziele in Gefahr

Sowohl in China als auch in anderen Schwellenländern steigt der Energieverbrauch überdurchschnittlich an. Das führt in der Folge zur enormen Steigerung des CO2-Ausstoßes. Viele Länder bemühen sich erfolgreich um die Verringerung der CO2-Emission doch deren Erfolge werden durch die erhöhte CO2-Emission der Schwellenländer und China wieder aufgehoben. Obwohl China große Summen in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in den Bau von Atomkraftwerke investiert hat, werden noch immer 70 Prozent des Energiebedarfs durch Kohle gedeckt.

Auch wenn sich China nicht an den internationalen Emissionszielen beteiligt, verfolgt das Land eigene Ziele zum Klimaschutz. Neben dem Bau von 23 neuen Atomkraftwerken soll auch die Energieeffizienz des Landes verbessert werden und auch die Energiegesetze des Landes gelten als fortschrittlich.

Atomenergie: AKW Betreiber sollen noch mehr zahlen

   19. Juli 2010

Neben der geplanten Brennelemente-Steuer soll nun noch eine weitere Abgabe für die Betreiber von Atomkraftwerken eingeführt werden. Diese ist in Verbindung mit der Laufzeitverlängerung der Kraftwerke zu entrichten. Rainer Brüderle (Bundeswirtschaftsminister, FDP) erklärte, „Wir sollten mindestens 50 Prozent der Gewinne abschöpfen, die bei längeren Laufzeiten von Atomkraftwerken anfallen“. Diese Abgabe soll in den Ausbau der erneuerbaren Energie investiert werden, wohingegen die Brennelemente-Steuer zur Sanierung des Haushaltes genutzt werden soll.

Laufzeitverlängerung noch immer nicht entschieden

Ursprünglich wurden im Jahr 2001 zwischen der Atomwirtschaft und der Bundesregierung Vereinbarungen zum Atomausstieg getroffen. Die Laufzeit der Atomkraftwerke wurde im Schnitt auf 32 Jahre festgelegt. Die neue Bundesregierung plant nun die Verlängerung der Laufzeiten, um die Atomenergie als Brückentechnologie zu nutzen, bis die erneuerbaren Energien den Energiebedarf sicher abdecken können. Es sind Laufzeiten zwischen acht und 15 Jahren im Gespräch.

Neue Abgabe könnte Rentabilität gefährden

Sowohl ie Betreiber der Atomkraftwerke als auch einige Politiker halten weitere Gewinnabschöpfungen für unberechtigt. Den Energiekonzernen zufolge hatten diese mit einer Abgabe von etwa 1,5 Cent je Kilowattstunde gerechnet. Die Brennelemente-Steuer würde jedoch den Strompreis bereits um das Doppelte belasten. Die Konzerne befürchten, dass die Laufzeitverlängerung durch die geplanten finanziellen Belastungen unrentabel werden könnte.

Auch Horst Seehofer (Ministerpräsident Bayerns, CDU) sprach sich gegen eine zusätzliche Abgabe aus. Er sagte, „Wir sollten nicht jede Woche eine neue Olympiade über zusätzliche oder neue Abgaben veranstalten“.




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