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EgON berichtet Stromews von Stromanbieter und alles Sonstiges über Strom

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Wird den Griechen der Strom abgestellt?

   20. September 2011

Die Regierung in Griechenland muss dem Währungsfond Rechenschaft ablegen und einen konkreten Sparplan vorlegen, damit sie in der Eurozone bleiben können. Ziel ist es, die Schulden unter Kontrolle zu bringen. Nun wurden Einzelheiten des Planes bekannt, darunter auch Details, die kurios erscheinen. Das Kuriose dabei ist, dass eine Steuer erhoben wird, die über die Stromrechnung läuft. Wer die Steuer nicht zahlt, erhält keinen Strom mehr und sitzt im Dunkeln. Bisher ist unklar, wie die Maßnahmen greifen werden.

Demonstration gegen Atomenergie und Kraftwerk Fessenheim

1000 deutsche und französische Demonstranten kamen am Sonntag zusammen um gegen das Atomkraftwerk Fessenheim zu demonstrieren. Gegen 13 Uhr bildete sich auf der Rheinbrücke ein Stau, der sich aufgrund von rechtzeitigen Verkehrsmeldungen in Grenzen hielt. Die Demonstranten wollten mit der Aktion erreichen, dass auf die Gefahr der Atomkraftwerke hingewiesen wird. Der Fokus lag besonders auf dem Kraftwerk Fessenheim. Die Organisationen fordern dabei dir Stilllegung des Kraftwerkes.

TelDaFax seit 2009 zahlungsunfähig

Neuer Schock für ehemalige TelDaFax-Kunden: Medienberichten zufolge wussten die Behörden schon vor 2 Jahren, dass das Unternehmen zahlungsunfähig ist. Die Finanzbehörden wussten schon längst, wie kritisch die Situation bei dem Troisdorfer Unternehmen ist, versäumten jedoch, die betroffenen Kunden rechtzeitig zu informieren. So gelang es TelDaFax, weitere Kunden an Land zu ziehen, um sich mit deren Vorauszahlungen weiter zu finanzieren.

Deutlicher Strom-Importanstieg in Deutschland

   13. September 2011

Infolge der Abschaltung von acht deutschen Atomkraftwerken im März dieses Jahres sind die Importe von Strom aus den Nachbarländern, wie Frankreich und Tschechien, deutlich angestiegen. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins ‚Focus‘ handele es sich dabei vor allem um Atomstrom. Dabei beruft sich das Magazin auf Daten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. In der ersten Hälfte dieses Jahres seien aus Frankreich rund 10,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert werden. Dies entspricht einem Anstieg um 51 Prozent. Fast versiebenfacht haben sich die Stromimporte aus Tschechien, diese sind auf ungefähr 5,6 Milliarden Kilowattstunden gestiegen.

Megastromausfall in Mexiko und den USA

Am vergangenen Donnerstag waren rund sechs Millionen Menschen zwischenzeitlich ohne elektrischen Strom. Nach Behördenangaben habe ein Arbeiter in einem Umspannwerk im Südwesten Arizonas den großen Stromausfall verursacht. Dieser erstreckte sich über weite Teile des Südwestens der USA und Mexikos. In San Diego wurde der Verkehr lahmgelegt. Auch am Flughafen musste zwischenzeitlich der Verkehr eingestellt werden.

Googles Stromverbrauch entspricht dem einer deutschen Großstadt

Nach zahlreichen Spekulationen und vielen Annahmen, hat Google eines seiner bislang am besten gehüteten Geheimnisse gelüftet. Der Stromverbrauch des Google-Rechenzentrums entspricht dem einer deutschen Großstadt. Wie die Zeitung ‚Mercury News‘ unter Berufung auf Google veröffentlichte, lag der Stromverbrauch von Google im vergangenen Jahr bei rund 2,26 Milliarden Kilowattstunden. Ein Googlenutzer verbrauche in einem Monat so viel Energie wie eine drei Stunden brennende Glühbirne.

Außergewöhnliche Speicher für Offshore-Energie

   6. September 2011

Je nach Wetterlage produzieren Offshore-Windkraftanlagen unterschiedliche Strommengen. Damit die entstandene Leistung trotzdem kontinuierlich genutzt werden kann, muss diese gespeichert werden. Einer Studie zufolge könnte ein Pilotprojekt nun die Lösung bringen: Die Speicherung in einem unterirdischen Pumpspeicherkraftwerk in einem Harzer Bergwerk in Bad Grund. Wie die ‚Welt‘ berichtet, wäre diese Anlage weltweit die erste ihrer Art.

Pilotprojekt bis 2019

Riesige Offshore-Windkraftanlagen sorgen für eine starke Stromzufuhr, allerdings mit starken Leistungsschwankungen. In alten Erzbergwerken im Harz sollen nun Pumpspeicherwerke entstehen, um dieses Problem zu lösen. Das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) prüfte diese Idee in einer Machbarkeitsstudie und halten ein solches Projekt für realisierbar. Sie empfehlen in ihrem Abschlussbericht eine Pilot Anlage. Ihrer Meinung nach wäre es bis 2019 möglich, im Wiemannsschacht im ehemaligen Erzbergwerk Bad Grund zu realisieren. „Es wäre das weltweit erste unterirdische Pumpspeicherkraftwerk“, wie der Projekt-Koordinator Marko Schmidt erklärt. Bereits seit über 100 Jahren ist es durch überirdische Anlagen möglich Strom je nach Bedarf zu nutzen. Allein in Deutschland werden derzeit 31 solcher Kraftwerke betrieben. Ist überschüssiger Strom im Netz, so wird in Pumpspeicherkraftwerken Wasser aus einem tief gelegenen Speichersee in einen höheren See gepumpt. Bei Engpässen wird das Wasser wieder „fallen“ gelassen, wobei es eine Turbine durchläuft, welche die Wasserkraft wieder in Strom umwandelt. Da derartige Anlagen kurzfristig und variabel mit Teil- oder Vollkraft eingesetzt werden können, bieten sie wichtige Vorteile.

Gangsysteme statt Speicherseen

„Weil wir künftig die Windenergie noch stärker nutzen wollen, brauchen wir noch mehr großtechnische Speicherlösungen“, so Schmidt. Bei unterirdischen Pumpspeicherwerken werden allerdings keine Speicherseen angelegt. Stattdessen werden zwei verzweigte und mehrere hundert Meter lange Gänge entstehen, in denen das Sickerwasser des Bergwerks gesammelt und für die Stromspeicherung bewegt wird. „Für den Wiemannschacht haben wir ein technisches Konzept durchgerechnet“, erklärte Schmidt. Bei einer Fallhöhe von 700 Metern und einer Kraftwerksleistung von 100 Megawatt könnte im Normalbetrieb die Bergstadt Bad Grund mit Strom versorgt werden. Außerdem kommen auch das Erzgebirge und das Siegerland als geeignete Erzbergwerksregionen für Untertage-Speicher in Frage.

Zukünftig könnte Strom aus dem Schuh kommen

   30. August 2011

1.000 Watt Leistung pro Quadratmeter mit der Energie unserer Bewegungen erbringen? Diese neue Technologie entwickeln zurzeit US-amerikanische Forscher. Das Verfahren „reverse elektrowetting“ soll unsere Bewegungen direkt in Strom umwandeln. Das System reagiere auf Druck und Vibration und könnte beispielsweise in Schuhsohlen eingebaut werden, teilen Tom Krupenkin und J. Ashley Taylor von der University of Wisconsin-Madison mit. Nach ihren Berechnungen könnte dieses Verfahren pro Fuß ca. 10 Watt Strom liefern. Dies wäre ausreichend, um Handy oder Laptop mit Strom zu versorgen.

Erneuerbare Energien haben erstmals 20 Prozent Anteil an Strom

Durch mehr Windkraft und Solarstrom erreicht der Ökostrom ein Fünftel an der deutschen Stromerzeugung. Nach ersten Schätzungen deckte Ökostrom im ersten Halbjahr ca. 20,8 Prozent des Bedarfs. Mit etwa 7,5 Prozent bleibt die Windenergie der wichtigste Stromlieferant in diesem Bereich, darauf folgen mit 5,6 Prozent Biomasse und Photovoltaik mit 3,5 Prozent. Das offizielle Ziel der Bundesregierung „35 Prozent Ökostrom bis 2020“ zu erreichen, könnte deutlich übertroffen werden. Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) Dietmar Schütz sagte: „Wenn wir jetzt noch den Ausbau in Süddeutschland entscheidend voranbringen, sind auch 47 Prozent Ökostrom bis 2020 machbar”.

Hartz IV: Rückerstattung vom Stromkosten zählen nicht als Einkommen

Die Rückerstattung von Stromkosten darf beim Hartz IV nicht angerechnet werden, da diese Rückerstattung laut einem Urteil des Bundessozialgerichts keine Einnahme darstellt. Das Jobcenter hatte die Rückerstattung vom Stromlieferanten als Einkommen gesehen und somit hatten Hartz IV Empfänger nichts vom Stromsparen gehabt. Das Bundessozialgericht sieht das anders: Der Strom wird aus dem Regelsatz bezahlt, nicht wie zum Beispiel die Heizkosten die das Jobcenter extra zahlt. Doch eine Ausnahme gibt es. Die Rückerstattung zählt dann als Einkommen, wenn diese aus einem Zeitraum stammt, wo man kein Hartz IV bezogen hat.

Kostenloser Öko-Strom für ein E-Bike

   23. August 2011

Fahrräder mit Elektro-Antrieb werden auf dem Markt immer beliebter, bei einem Neukauf erhalten die Kunden aus Villingen-Schwenningen kostenlosen Öko-Strom dazu. Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH möchten mit ihrem Förderprogramm unter dem Motto „natürlich mobil“ die Käufer eines Elektro-Rades, sogenannte E-Bikes und Pedelecs unterstützen. „Jeder Kunde, der sich ein E-Bike oder ein Pedelec im örtlichen Fahrrad-Fachhandel kauft, bekommt von uns 350 Kilowattstunden Naturstrom geschenkt, denn wer seinen Akku mit Ökostrom auflädt, kommt wirklich umweltfreundlich voran,“ so der Geschäftsführer Ulrich Köngeter. Noch bis Ende 2012 können Kunden teilnehmen.

Politik verlangt eine Strategie für bezahlbare Energie

Mittlerweile hat Deutschland den zweithöchsten Stromverbrauch in der EU. Höhere Beschaffungskosten, Umweltzulage oder die aktuelle Brennelementesteuer sind keine neuen Begründungen der Stromproduzenten für die Strompreiserhöhungen. Damit der Preis für Strom nicht weiter steigt, fordert die Politik jetzt eine Strategie. „Wir brauchen eine Agenda 2020, um den Strompreis beherrschbar zu machen,“ sagte der ehemalige Regierungschef von Baden-Württemberg Günther Oettinger. Es könnte eine soziale Spaltung und Deindustrialisierung drohen, wenn es der Politik nicht gelingt, die Preise auf einem bezahlbaren Niveau zu halten, fügt Oettinger hinzu.

Unnötiger Stromverbrauch durch Arbeitsplatz-PCs

Nach einer aktuellen Studie des Borderstep Instituts meldet der Branchenverband BITKOM, dass nur jeder zweite Arbeitsplatz-PC umweltgerecht sei. Rund 26,5 Millionen Computer sind in deutschen Unternehmen im Einsatz, darunter etwa 50 % Desktop-PCs und mit einem Anteil von 41 % Notebooks. Nicht nur die Anzahl an Arbeitsplatz-PCs wird bis 2020 steigen, sondern auch der Stromverbrauch. Dieser lag nach Angaben der Studie im Jahr 2010 bei etwa 3,9 Terawattstunden (TWh) und könnte bis 2020 jährlich um 30 TWh ansteigen. Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium, Borderstep Institut und BITKOM haben eine Roadmap „Ressourceneffiziente Arbeitsplatz-Computerlösungen 2020“ durchgearbeitet. Die Ziele der Roadmap beinhalten unter anderem die Erhöhung des Anteils energie- und materialeffizienter Arbeitsplatzcomputerlösungen und die Senkung des durchschnittlichen Primärenergieaufwands (KEA) dieser Rechner.

Spielerisch mehr über Strom erfahren

   16. August 2011

Im Wissenspark Odysseum wurde ein neuer Programmpunkt „Mission Strom“ gestartet. Zusammen mit dem regionalen Energielieferanten RheinEnergie möchte das Odysseum die Besucher spielerisch mit den Themen Ressourcenschonung und Energieversorgung vertraut machen. “Es ist uns wichtig, gerade junge Leute für das zukunftsrelevante Thema Energie zu interessieren und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren.”, so Frank Bender, Leiter der RheinEnergie-Unternehmenskommunikation. Bei der Mission durchs Odysseum können Schüler eine spektakuläre Energieformel, die ein fiktiver Charakter entwickelt hat, finden. “Dabei lernen sie quasi im Vorbeigehen eine Menge über das Thema Energie, welches eines der wichtigsten Herausforderungen unserer nahen Zukunft darstellt”, sagt Geschäftsführer des Odysseums Thomas Puy-Brill.

Wasserkraftwerk wird in einem Monat eingeweiht

Europas modernste Anlage zur Stromerzeugung aus Wasserkraft produziert bereits jetzt schon Strom, obwohl die Einweihung in Rheinfelden erst in einem Monat stattfindet. Etwa 280 Millionen Kilowatt hat die erste Maschine erzeugt, diese arbeitet seit Juni 2010. Rund 80.000 Haushalte lassen sich damit laut Projektleiter Helmut Reif und Pressesprecher Alexander Lennemann versorgen. Bisher konnte der unter der Wasseroberfläche Maschinenkoloss noch nicht seine wirkliche Leistung zeigen, da bei niedrigem Wasserstand des Rheins teilweise nur drei Turbinen im Einsatz waren. Seit drei Wochen laufen alle Generatoren.

Strom sparen mit einem intelligenten Stromnetz

Der Hersteller Bosch setzt sich für das Thema „vernetzte Haushalte“ in einem intelligenten Stromnetz ein, dieses Thema wird von Jahr zu Jahr bedeutender. Bosch hat sich die Frage gestellt, wie Haushaltsgeräte punktgenau das günstige Stromangebot nutzen können, um somit die Stromkosten zu senken. Bosch stellt zusammen mit EnBW die SmartGrid-Technologie auf der IFA 2011 vor, so könnte die Antwort darauf aussehen. Derzeit wird im Rahmen des E-Energy-Forschungsprojekts MeRegio mit der EnBW die SmartGrid-Technologie mit einem Bosch Geschirrspüler getestet. Wie genau der Versuch aussieht können interessierte am Bosch stand auf der IFA 2011 erfahren.

Strom aus der Nordsee an die Küste transportieren

   9. August 2011

Von mehreren Windparks in der Nordsee soll der Strom zu einer zentralen Umrichterstation geleitet und mithilfe einer 135 Kilometer langen Leitung aufs Festland transportiert werden. Diesen Großauftrag hat ABB von dem niederländisch-deutschen Übertragungsnetzbetreiber TenneT erhalten. Mit einem Bestellvolumen von rund einer Milliarden Dollar handelt es sich um den größten Stromübertragungsauftrag in der Geschichte des Industriekonzerns. Die Hauptkomponenten des Übertragungssystems stellt der Konzern ABB selbst her, auch für die Installation, Entwicklung und Konstruktion der Anlage ist ABB verantwortlich. Für die Anbindung von Windparks vor der Küste ist dies der dritte Auftrag für ABB und soll Anfang 2015 fertig gestellt werden.

200 Unterwasser-Reaktoren im Meer geplant

In der Nähe der Hafenstadt Cherbourg in der Normandie plant der französische Schiffsbaukonzern DCNS den Bau kleiner Unterwasser-AKWs im Meer. In den nächsten Jahren sollen 100 Meter lange und zwölf bis 15 Meter hohe Nuklear-Röhren mit 50 bis 200 Megawatt Atomstrom liefern. Bereits 2017 soll die erste Anlage des Projektes „Flexblue“ hochgefahren werden. Greenpeace reagiert auf die Planung des Konzerns nicht besonders erfreut, „Stahlnetze sollen die angeblich sicheren Unterwasser-AKWs vor Raketen oder Torpedos schützen – ein Schwachsinn. Ein einziger Unfall reicht aus, um den Ärmelkanal zu verseuchen”, so Greenpeace-Atomsprecher Niklas Schinerl.

Wohnwagen könnten bald selbst Strom erzeugen

Ein Bordkraftwerk soll Caravans unabhängig vom Stromnetz machen. Auf der Freizeitfahrzeugmesse Caravan Salon in Düsseldorf präsentiert Hersteller Knaus Tabbert sein „Autark-Paket“ für Caravans. Ab einer Rollgeschwindigkeit von 10 km/h erzeugen die 850 Watt starken Generatoren, die an jedem Rad des Anhängers befestigt sind, Strom und werden in einer Blei-Säure-Batterie gespeichert. Die elektrischen Komponenten des Caravans können bei voller Akkuladung bis zu vier Tage unabhängig vom Netz Strom beziehen, zum Beispiel für die elektrischen Geräte am Bord. Bei dieser Technik handelt es sich zwar noch um einen Prototypen, eine kurzfristige Serienproduktion ist aber möglich.

Mehr als eine Million deutsche Ökostromkunden

   2. August 2011

Die vier größten deutschen Ökostromversorger, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), Greenpeace Energy, Naturstrom und LichtBlick, verzeichnen ein wachsendes Interesse an Ökostrom. Mehr als eine Million Kunden nutzen derzeit den Ökostrom der Konzerne. Dies geht aus Angaben des Deutschen Naturschutzrings (DNR) hervor. Einen enormen Anteil an dieser Entwicklung hat nach Ansicht des DNR die Reaktorkatastrophe von Fukushima.

Japan plant Energiewende

Nach dem Reaktorunglück in Fukushima setzt Japan nun auch auf eine Energiewende. Das Land will zukünftig die Nutzung erneuerbarer Energien fördern. Der Anteil dieser an der Stromproduktion soll bis 2020 auf ein Fünftel anwachsen. Allerdings gibt es aktuell Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Pläne. Nach Medienberichten wehrt sich die Kernkraftlobby gegen die Energiewende. Allerdings gerät diese verstärkt in die Defensive, seit dem von Streitigkeiten zwischen den japanischen Atomfirmen und den Behörden berichtet wurde.

Sind bei E.on Arbeitsplätze in Gefahr?

Laut Medienberichten muss der deutsche Energiekonzern E.on Niederlassungen an drei deutschen Standorten schließen. Betroffen seien die Energie-Sparte in München, das Tochterunternehmen E.on Ruhrgas in Essen sowie eine Kernkraftwerkstochter in Hannover. Mit den Schließungen würde die Streichung hunderter Arbeitsplätze einhergehen. Ein Vorstandsbeschluss stehe bereits fest. Das Unternehmen wollte die Medienberichte jedoch nicht kommentieren. Ein Sprecher bestätigte jedoch, dass Strategie und Aufstellung des gesamten Konzerns geprüft werden müssen. Bislang wurden keine Entscheidungen getroffen, allerdings hätten sich die Rahmenbedingungen erheblich geändert.

Strom aus Wasserkraft für die Deutsche Bahn

   26. Juli 2011

Der Energiekonzern RWE hat von der Deutschen Bahn einen Milliardenauftrag erhalten, die Bahn möchte langfristig Strom aus Wasserkraftwerken beziehen. Grund dafür soll der wegfallende Atomstrom sein, denn bisher bezieht die Bahn Kohle-, Gas- und Atomstrom. Der Vertrag ist bereits unterzeichnet, “Er ist ein Meilenstein in Sachen klimaneutraler und umweltfreundlicher Bahn” sagt Bahnchef Rüdiger Grube. Mit jährlich 10,3 Milliarden Kilowattstunden ist die Deutsche Bahn bundesweit das Unternehmen, was den größten Stromverbrauch hat. Bis 2020 soll der Anteil an regenerativer Energie auf mindestens ein Drittel steigen, dies kündigte Bahnchef Grube an.

Ab Dezember neues EU-Energielabel

Wie viel Strom verbraucht Ihr Fernseher? – Ab Dezember gibt es das EU-Energielabel für TV-Geräte. Das Label gibt es bis jetzt auf Waschmaschinen oder Kühlschränken, nun wird es auch für Fernseher Pflicht. Endverbraucher erhalten Informationen über den Verbrauch im laufenden Betrieb und den Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Die Geräte werden auch in Kategorien eingeteilt, der Buchstabe „A“ bedeutet das es ein sparsamer Fernseher ist und der Buchstabe „G“ einen hohen Stromverbrauch hat. Bereits jetzt schon dürfen die Hersteller das Energielabel auf Ihre TV-Geräte kleben, ab Dezember ist es dann Pflicht.

Offizielle Übergabe des Solarparks in Grevesmühlen

Am Montag wurde der Solarpark im Grevesmühlener Gewerbegebiet Nordwest offiziell übergeben. Auf etwa fünf Hektar Fläche sollen 7100 Solarmodule Strom umwandeln. Einige Millionen Euro hat der Investor IBC SOLAR AG in den Fotovoltaikpark investiert. Rund 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt das neue Modulfeld jährlich Strom und die Bürger können sich ab Herbst Anteile an dem Solarpark kaufen. „Bis zum Jahresende 2011 wollen wir ganz energieautark sein“, so Bürgermeister Jürgen Ditz. Der gesamte erzeugte Strom kann dann für die Kreisstadt Grevesmühlen genutzt werden.

AKW Brokdorf könnte wieder Strom erzeugen

   19. Juli 2011

Das Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein könnte nach Revisionsarbeiten wieder ans Netz gehen, dies teilte die Betreiberfirma Eon mit. Zwei Wochen länger als geplant habe die Instandhaltung und Prüfung des Atomkraftwerkes gedauert. Neben den routinemäßigen Wartungsarbeiten wurden einige der 193 Brennelemente ausgewechselt. 1400 externe Mitarbeiter haben an der Revision mitgewirkt. Brokdorf hat nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Atom-Ausstiegsgesetz noch eine Restlaufzeit von zehn Jahren und soll 2021 vom Netz gehen.

Aus dem Bioenergiepark fließt Strom

Mit Verspätung ging die Solarstromanlage der Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck“ ans Netz. Die Vorstände der Genossenschaft Josef Wessels und Alfred Wennemann, Projektentwickler der gemeinde-eigenen SGW Andreas Fischer und Bürgermeister Wilfried Roos freuen sich über die Inbetriebnahme. Ca. 176.000 Kilowattstunden Strom könnte die Anlage jährlich erzeugen. 45.000 bis 50.000 Euro erwartet Josef Wessels an Einnahmen aus der Einspeisevergütung. Auch die gestellte Rendite von vier bis fünf Prozent wird sich nicht ändern.

Baubeginn des Solarkraftwerkes in Vockerode

Die Bauarbeiten für das Solarkraftwerk in Vockerode (Landkreis Wittenberg) haben gestern begonnen. Auf einer Fläche von 19 Hektar wird eine Anlage, die jährlich mehr als 9 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen soll, errichtet. Das Unternehmen Vogt Solar GmbH teilte mit, dass das Solarkraftwerk den jährlichen Bedarf von ca. 2600 Haushalten decken kann.

Mit Wärmepumpenstrom zum „Wärmepumper des Jahres“

   12. Juli 2011

Bis Ende August 2011 können sich Besitzer einer Wärmepumpe beim deutschlandweiten Wettbewerb des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e. V. bewerben. Der Gewinner erhält drei Jahre lang kostenlosen Wärmepumpenstrom. Besitzer müssen lediglich drei gute Gründe für ihre Wärmepumpen-Heizung nennen und ein Foto von sich mit der Wärmepumpe online stellen, der User hat dann die Möglichkeit abzustimmen. Der Contest ist ein Teil der Kampagne „Zeichen setzen – Wärme pumpen!“ des BVP. Vorstandsvorsitzender Paul Waning sagt, dass die Nutzer von Wärmepumpen das Klima schützen, gleichzeitig Geld sparen und durch ausgereifte Technologie, die kostenlose Umweltenergie aus Wasser, Luft und Erdreich nutzen. “Wir suchen deutschlandweit Botschafter für diese zukunftsorientierte Heiztechnologie.”

Kraftwerkreserven werden registriert

Seit März stehen acht Atomkraftwerke in Deutschland still, seitdem wird das Stromnetz stark belastet. Die Bundesnetzagentur ermittelt nun nach der beschlossenen Energiewende die Kraftwerksreserven Deutschlands für den Ernstfall. Im nächsten Winter kann der Strom knapp werden wenn die Sonne selten scheint und der Wind still steht, könnten Stromengpässe entstehen. Registriert werden nun alle Kraftwerke in einem Register von der Bundesnetzagentur in Bonn, so könnte man im Notfall schneller reagieren.

Erstes Schiffsmühlenkraftwerk wird bald verankert

Im August oder September wird auf der Elbe in Magdeburg Strom produziert. Mit Unterstützung vom Bundesministerium für Forschung und Technik und der Universität Magdeburg möchte der Erfinder und Ingenieur Hartmuth Drews aus Pinneberg seine Idee, regenerativen Strom mit Wasserkraft zu erzeugen, in die Realität umsetzen. “Ein Schiffsmühlenkraftwerk wird im Fluss verankert”, sagt Drews, “und durch die Strömung angetrieben.” Durch rumstöbern in alten Archiven, fand er die Idee, denn bereits im Mittelalter wurden Schiffsmühlen genutzt zwar nicht für die Stromerzeugung, dafür aber zum Kornmahlen. Drews ist von seiner Erfindung überzeugt, da bei regenerativen Energien Wasser einen der vordersten Plätze belegt.

Betrugsverdacht bei TelDaFax

   5. Juli 2011

Nun wird TelDaFax auch noch „gewerbsmäßiger Betrug“ vorgeworfen. Bereits nachdem der Stromanbieter seine Versorgung eingestellt hatte wurde Insolvenzverschleppung vermutet. Bei der Justiz in Deutschland besteht nun noch Aufklärungsbedarf und somit lässt die Staatsanwaltschaft Bonn in mehreren Orten unter anderem auch Troisdorf die Büros von TelDaFax durchsuchen. Laut dem neuen Verdacht soll der Strom- und Gasanbieter trotz der schlechten Unternehmens-Perspektive weiterhin neue Verträge mit Vorauskasse angeboten und abgeschlossen haben. Somit konnte TelDaFax anfallende Rechnungen abbezahlen. Wenn der Verdacht bewiesen werden kann, drohen harte Strafen für die Verantwortlichen.

„Alpha Ventus“ – Mehr Strom als erwartet

Der erste deutsche Offshore-Windpark „Alpha Ventus“ produziert seit der Eröffnung vor 14 Monaten mehr Strom als erwartet. Ein Sprecher des Projektes der Unternehmen EWE, Eon und Vattenfall sagte, dass die Windausbeute fünf Prozent über den Erwartungen liegt. Eigentlich hatte man von dem Projekt rund 220 Gigawattstunden jährlich erhofft, doch seit August 2009, als sich das erste Windrad drehte, speiste der Nordseewindpark bisher mehr als 330 Gigawattstunden ein.

Fortschritt bei der Bioabfallvergärungsanlage

Zwei Spezialkräne haben vergangene Woche in Ingolstadt eine zwanzig Tonnen schwere Rührwelle für die Bioabfallvergärungsanlage eingebaut. Laut Angaben des Bauunternehmens Büchl Entsorgungswirtschaft ist die Rührwelle das größte Bauteil des Rührwerks. Die Vergärungsanlage soll 2012 in Betrieb gehen und Bioabfälle in Biogas umwandeln. Somit werden etwa 250 Einfamilienhäuser mit Strom und Wärme versorgt und 3.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid können mit der Anlage künftig eingespart werden.

Mit Tastendruck Strom erzeugen

   28. Juni 2011

Die Wissenschaftler des australischen „Royal Melbourne Institute of Technology“ erforschen derzeit, wie man mit Hilfe von speziellen Materialen aus der Nanotechnologie-Forschung elektrischen Strom erzeugen kann. Somit könnten Nutzer die Laufzeit des Akkus ihres Laptops oder Mobiltelefons durch das Schreiben verlängern. Unterhalb der Tasten sollen piezoelektrische Dünnfilmgeneratoren angebracht werden. Diese erzeugen Strom, sobald der Nutzer Druck darauf ausübt. Die Technologie steht noch am Anfang ihrer Entwicklung, aber bereits jetzt könnte der erzeugte Strom die Akkulaufzeit eines Laptops um etwa zehn Prozent erhöhen. Ziel der Professorin Madhu Bhaskaran ist es, die Folie auch in anderen Bereichen einzusetzen, “Piezoelektrizität könnte in Laufschuhen eingesetzt werden, um unterwegs Mobiltelefone aufzuladen”. Die australischen Forscher werden dieses Verfahren nun für die Anwendertechnologie umfunktionieren. Ob diese Entwicklung nun zu spät kommt? – Mittlerweile werden Keyboards immer mehr von Touchscreens ersetzt.

Konzerne sollen Verbraucher zum Energiesparen bewegen

Verbraucher sollen mithilfe der Strom- und Gaskonzerne Energiesparen. Versorger sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission die Verbraucher mit Förderungen zur Nutzung besserer Heizungen und Dachisolierungen oder den Einbau von Doppelglasfenstern anstoßen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte, das jedes Jahr 1,5 Prozent Energie eingespart werden könnte. Für die Kunden soll zudem ein besserer Überblick über den Verbrauch geschaffen werden, zum Beispiel mit monatlichen Rechnungen oder den Einbau automatischer Zähler. Aber auch die Regierung soll sich an den Sparmaßnahmen beteiligen, öffentliche Gebäude sollten demnach saniert werden. Das Ziel der EU-Länder ist bis 2020 den Energieverbrauch um 20 Prozent zu senken.

Strom aus Klärschlamm

Ab November werden die Faultürme der Kaditzer Kläranlage in Dresden aus Klärschlamm Strom und Wärme produzieren. Die zwei Rieseneier, sogenannte Faultürme könnten den Bedarf von etwa 10.000 Verbrauchern decken. Wenn die Anlage in Betrieb genommen wird, werden täglich tausend Kubikmeter erwärmter Klärschlamm in die Faultürme geleitet. Der Klärschlamm bleibt durchschnittlich 21 Tage im Riesenei, der enthaltene Kohlenstoff wird in Methangas verwandelt und anschließend in einen Gasbehälter geleitet. Nachdem das Gas gereinigt wurde, kommt es in ein Blockheizkraftwerk. Darin wird es zu Strom umgewandelt. Die entstandene Wärme durch den Faulprozess wird für die Trocknung des Klärschlamms genutzt. Nachdem der Schlamm verarbeitet wurde, wird dieser in einer Kompostierungsanlage aufbereitet.

Kein Strom mehr von TelDaFax

   21. Juni 2011

Troisdorf – Von der Pleite des Billigstromanbieters TelDaFax sind mittlerweile Hunderttausende Verbraucher betroffen. Inzwischen ist die Lage des Unternehmens so dramatisch, dass es die Kunden nicht mehr mit Strom beliefern kann. Nach Angaben vom „Spiegel“ müssen nun die lokalen Grundversorger einspringen und die Stromversorgung übernehmen. Zwischenzeitlich gab es sogar Hoffnungen für das Troisdorfer Unternehmen, aber letztendlich stellte sich heraus: TelDaFax muss die Lieferung von Strom vorerst aussetzen.


Weltweit größtes Solarkraftwerk befindet sich in Entstehungsphase

Los Angeles – In der Wüste des US-Bundesstaates Kalifornien befindet sich das weltweit größte Solarkraftwerk in der Entstehungsphase. Das Kraftwerk soll eine maximale Leistung aufbringen, die mit der eines Atomkraftwerkes mithalten kann. Nach Angaben der „Welt“ erfolgt am Freitag der erste offizielle Spatenstich, damit das Milliardenprojekt gestartet werden kann.


Vattenfall liefert Strom für Hamburg

Hamburg – Das Unternehmen Hamburg Energie muss einen Verlust verbuchen: Der Stromlieferauftrag, den der städtische Stromversorger bereits als sicher eingestuft hatte, musste er nun aufgeben, da er ihn an seine Konkurrenten Vattenfall verloren hat. Am Montag verkündete der schwedische Energieversorger, dass er auch zukünftig die Stromversorgung der Stadt übernehmen wird.

Kartellamt erwartet steigende Strompreise

   14. Juni 2011

Gegenüber den Medien gab das Bundeskartellamt bekannt, dass aufgrund der bevorstehenden Energiewende mit steigenden Preisen zu rechnen ist. Kartellamtspräsident Andreas Mundt ließ verlauten, dass die Märkte am besten einschätzen könne, ob und wie sich die Preise für Strom entwickeln können. An der Leipziger Strombörse stieg der Preis bereits um 10 Prozent, nachdem die Regierung das Atommoratorium verhängt hatte. Der Preis ist bisher auch nicht wieder zurück gegangen.

Aurubis befürchtet Einbußen

Der größte Kupferkonzern in Europa, Aurubis, droht wegen des Atomausstiegs mit einer Investitionsverlagerung. Nach Angaben vom Vorstandschef Bernd Drouven, geht in dem Gesetzespaket der Regierung nicht hervor, ob Aurubis den Strom weiterhin bezahlen kann und wie sicher der Strom für den Konzern sein wird. Aurubis befürchtet bereits dass es Einbußen in der Wettbewerbsfähigkeit geben wird.

Atomausstieg kostet dem Bund 8 Mrd. Euro

Wolfgang Schäuble sieht Rot. Denn die Einnahmeverluste könnten sich für ihn auf 8,1 Milliarden Euro bis 2015 belaufen. Haushaltsexperten errechneten dieses Ergebnis. Vorerst wurden die Belastungen jedoch als „vertretbar“ eingestuft. Laut „Handelsblatt“ könnte der Ausstieg aus der Atomenergie teuer für den Bund werden.

Merkel will schnelleren Netzausbau

   7. Juni 2011

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) möchte einen schnelleren Ausbau des Stromnetzes, „Eine ganz neue Architektur.“ sagt sie. Um Bundeskompetenzen nutzen zu können und mit Ländern gemeinsam einen schnellen Netzausbau hinzubekommen, schlägt die Bundesregierung vor das Netzausbaugesetz zu ändern. Auch Investitionen in die Gebäudesanierung sollen nach dem Konzept der Bundesregierung verstärkt werden, „dafür wollen wir die entsprechenden Anreize schaffen.” Auch die Potenziale erneuerbaren Energien müssten so genutzt werden, dass diese preisdeckend gelingen. Die Umlage von 3,5 Cent pro Kilowattstunden, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz steht, sollte für Verbraucher „nicht wesentlich erhöht“ werden, so Merkel.

Strom-Engpässe zu Pfingsten

Laut Bundesnetzagentur könnte es zu Pfingsten Probleme mit dem Stromtransport geben. Grund dafür seien die zahlreich abgeschalteten Atomkraftwerke, der Präsident der Behörde Matthias Kurth sagte der „Rheinischen Post“, „Es kann an Pfingsten eng werden im Netz, weil die Last sehr schwach ist.“ Derzeit befinden sich die Stromnetze an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, da Strom aus Solar- und Windanlagen parallel an weit entfernten Standorten einfließe. Zurzeit sind 8 der 17 Atomkraftwerke in Deutschland still gelegt, diese sollen laut der Regierung nicht wieder ans Netz gehen, mit einer Ausnahme dass ein AKW in Reserve gehalten wird, falls Stromengpässe folgen.

Verärgerte Teldafax-Kunden suchen Rat

Immer mehr Teldafax-Kunden wenden sich an die Verbraucherzentralen. Nach eigenen Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt erhalten sie immer mehr Anfragen von beunruhigter Teldafax-Kunden. Zahlreiche Netzbetreiber haben dem Unternehmen Teldafax die Leitungen von Strom und Gas gesperrt. Alle Strom- und Gaskunden werden nun von der Ersatzversorgung beliefert, dies aber zu deutlich höheren Preisen und läuft längstens drei Monate. Die Lieferverträge enden durch die Kündigung zwischen Netzbetreiber und Teldafax nicht automatisch. Die Verbraucherschützer raten den Betroffenen unbedingt gesondert zu kündigen. Eine Sprecherin der Verbraucherzentrale empfiehlt außerdem, dass Verbraucher sich einen neuen Anbieter während der Erstversorgung suchen sollten.

Stromengpässe durch Energiewende?

   31. Mai 2011

Bis zum Jahr 2022 soll die Energiewende vollzogen werden und auch das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Nun gehen jedoch die Energieversorger auf die Barrikaden. Sie machen auf die Gefahr von möglichen Netzausfällen, erhöhten Preisen und Versorgungsengpässen aufmerksam. Allen Beteiligten der Energiewende ist bewusst, dass diese eine große Herausforderung für Deutschland ist. Zudem benötigen die Verbraucher umfassende Informationen.

Kostenexplosionen durch Atomausstieg befürchtet

Neben anderen Horrorszenarien geistert das Gerücht einer gravierenden Strompreiserhöhung infolge der Energiewende durch die Medien. Allerdings wurden diese Gerüchte mit der Veröffentlichung einer Studie zum Atomausstieg, die zuvor vom Bundesumweltamt zurückgehalten wurde, entdramatisiert. Die Studie gibt bekannt, dass nach Ansicht des Umweltbundesamtes ein schneller Atomausstieg lediglich zu moderaten Preisanstiegen bei den Stromkosten führen würde. Gerechnet wird mit Erhöhungen zwischen 0,6 und 0,8 Cent je Kilowattstunde. Zudem könne ein vollständiges Abschalten der deutschen Atomkraftwerke bis 2017 die Gefahren und Risiken der Atomenergie deutlich verringern. Die daraus resultierenden gesellschaftlichen Vorteile würden die Strompreiserhöhungen aufwiegen, argumentierte das Bundesumweltamt.

Borkener Netz von grünem Strom überfordert

In Borken mussten in der vergangenen Woche Produktionsanlagen für grünen Strom ausgeschaltet werden, weil die Stromleitungen zu schwach für die produzierte Menge Ökostrom waren. Über diese Nachricht waren viele verwundert, da vor allem im Zusammenhang mit dem Atomausstieg vor einem möglichen Zusammenbruch der Stromversorgung gewarnt wird. Der Weseker Landwirt Ludger Pölling bestätigt die Probleme mit dem Ökostrom. Im vergangenen Jahr habe er seine Fotovoltaikanlage von 200 auf 350 Kilowatt erweitert. Doch als die Sonne schien und ideale Bedingungen für die Stromerzeugung herrschten, konnte kein Strom aus der Anlage mehr in das Stromnetz eingespeist werden. Dafür waren keine Kapazitäten mehr vorhanden. Der Antrag eines anderen Landwirts auf die Erweiterung seiner Fotovoltaikanlage wurde von den Stadtwerken abgelehnt. Zunächst müsste das Stromnetz entsprechend ausgebaut werden.

Stromfresser im Haushalt

   24. Mai 2011

Laut einem Ergebnis der bundesweiten Studie „Wo im Haushalt der Strom bleibt“ der Energieagentur Nordrhein-Westfalen, ist der Computer samt Zubehör der größte Stromfresser im Haushalt, dies macht im Schnitt ein Viertel des Stromverbrauches aus. Von mehr als 380.000 Haushalten wurden die Stromverbrauchsdaten ausgewertet. Im Durchschnitt verbrauchen PC und sämtliches Zubehör 12,9 Prozent Strom, diverse Rundfunkgeräte verbrauchen weitere 11,9 Prozent. Mit Warmwasser, Licht, Kochen und Kühlschrank macht dies insgesamt fast zwei Drittel des Stromverbrauches aus. „Die Untersuchung belegt zudem, dass sich der Stromverbrauch in Abhängigkeit von der Anzahl der in einem Haushalt lebenden Personen unterschiedlich auf die verschiedenen Verbrauchsbereiche wie zum Beispiel Büro, Beleuchtung und Waschen verteilt“, betont Tom Küster von der Energieagentur NRW.

Erste Freiflächenanlage geht in Rommersheim ans Netz

In der Verbandsgemeinde (VG) Prüm geht die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage offiziell ans Netz. Auf 7 Hektar wird nun für ca. 1.000 Haushalte Strom erzeugt. Zunächst war das Ziel auf 2 Hektar Strom zu erzeugen, aus Wirtschaftlichkeitsgründen wurde es später jedoch auf 7 Hektar ausgeweitet. Über die schnelle Umsetzung freut sich besonders Verbandsgemeinde-Bürgermeister Aloysius Söhngen. Denn die rechtlichen Rahmenbedingungen hatten sich während des Verfahrens geändert und die Freiflächenanlagen auf Ackerflächen sollten nicht länger gefördert werden. Nun sind 12.000 Module aufgestellt, diese können jährlich 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.

Kreidegrube als Stromspeichermöglichkeit

Der Baustoffkonzern Holcim und die Eon unterzeichneten vergangene Woche eine Partnerschaft, um den Bau eines Pumpspeicher-Kraftwerkes in Lägerdorf zu überprüfen. Denn in Schleswig-Holstein wird viel Strom durch Windenergie erzeugt, doch wenn der Wind wenig weht herrscht Flaute. Nun suchen Experten nach Speichermöglichkeiten und wollen dafür künftig zwei Kreidegruben in Lägerdorf nutzen. Ungefähr 17 Millionen Kubikmeter Wasser sollen zwischen den Gruben bewegt werden um etwa 2 Tage lang die Turbinen antreiben zu können. In einem Jahr soll die Machbarkeitsstudie vorliegen, bis dahin halten sich die Beteiligten mit konkreten Zahlen zurück.




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