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Juni 2010

Weltenergiebericht: Energieverbrauch gesunken

   Mittwoch, den 30. Juni 2010

Seit 1965 erarbeitet der BP-Konzern den Weltenergiebericht, der detaillierte Informationen zum weltweiten Energieverbrauch und den Beständen an Erdöl, Erdgas und Kohle gibt. In der Energiebranche und in der Energiepolitik gilt dieser Bericht wegen der umfangreichen empirischen Datensammlung als Referenz. Dem Bericht zufolge sank der Energiekonsum im ersten Drittel des Jahres 2009. Doch zum Ende des Jahres war bereits eine Erholung des Marktes zu bemerken.

Marktsituation entspannt sich

Den Prognosen zufolge wird die Versorgung mit Erdöl etwa 46 Jahre, Erdgas ungefähr 63 Jahre und Kohle sogar 119 gesichert sein. Die Berechnungen legten den Verbrauch von 2009 sowie die Entdeckung neuer Ressourcen-Vorkommen zugrunde.

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, haben die OECD-Länder ihren Energieverbrauch um fünf Prozent reduziert, der Verbrauch sank weltweit um etwa 1,1 Prozent. „Dem Volumen nach handelt es sich um den größten Konsumeinbruch seit Beginn unserer Aufzeichnungen, die bis 1965 zurückreichen“ so Christof Rühl (BP-Chefökonom). Gegenläufig zeigt sich den Entwicklung in den Entwicklungs-und Schwellenländern. Hier stieg der Verbrauch um 2,7 Prozent an.

“Parallel zur wirtschaftlichen Erholung verbesserte sich schon im vierten Quartal 2009 die Nachfragesituation. Auch für 2010 zeichnet sich ein weiterer Anstieg ab”, äußerte sich Christof Rühl optimistisch.

Gleichbleibender Ölpreis

Trotz der rückläufigen ÖL-Nachfrage konnte sich der Erdölpreis am Weltmarkt bei 75 $ pro Barrel halten. Das sei nach Angaben von Rühl eine Folge der reduzierten Produktionsmenge der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder). Die USA haben ihre Produktionsmenge um sieben Prozent gesteigert und reihen sich in die Rangliste der größten Ölproduzenten ein. Führend sind noch immer Russland und Saudi Arabien. Bis Mitte kommenden Jahres sei keine positive Veränderung des Erdölpreises zu erwarten, so Rühl.

Kohleverbrauch gleichbleibend, Gasverbrauch sinkt

China, Indien und Japan gehören zu den größten Kohle-Importeuren und steigerten ihren Export um 211 Prozent. Russland und die OPEC-Staaten entwickelten sich gegenläufig und konnten mit einem geringeren Kohleverbrauch aufwarten.

Der Gasverbrauch ist weltweit gesunken, dies hatte für Russland eine Drosslung der Erdgas-Produktion um 12 Prozent zur Folge. Die USA fördern durch die Entwicklung neuer Technologien Schiefergas-Vorkommen und decken damit ihren Eigenbedarf.

Ausstellung zur Endlagerung radioaktiver Abfälle

   Dienstag, den 29. Juni 2010

Auch in diesem Jahr hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) wieder eine mobile Ausstellung zum Thema „Endlager radioaktiver Abfälle“ auf die Beine gestellt. Dieses Thema ist wissenschaftlich sehr umfangreich und wird auch in der Politik stets heiß diskutiert. I0nteressierte Bürger und Bürgerinnen können sich fundiert informieren und sich einen Überblick über die brisante Thematik verschaffen.

Wo und Wann?

Vom 30. Juni bis 3. Juli gastiert die Ausstellung auf dem Willy-Brandt-Platz in Mannheim und vom 21. bis 24. Juli ist die sie in Augsburg zu Gast. Die weiteren Termine stehen noch nicht fest, können aber demnächst auf der Internetseite des BfS nachgelesen werden. Auch im Internet kann die Ausstellung besucht werden.

Interessantes zum Anschauen und Lesen

Für den Einstieg in die Thematik wird ein multimedialer Schnellkurs in Geologie, Physik und Strahlenschutz gegeben. Die spezifischen Themen werden in zwei Infocontainern zu finden sein.

Im ersten der beiden Container werden Interessierte mit einer Messsonde selbst Radioaktivität messen können. An Hand von Schautafeln wird grundlegendes über Strahlung, Strahlenschutz und die Endlagerung vermittelt. In einem Film wird dem Publikum die wechselhafte Geschichte des Bergwerkes Gorleben näher gebracht. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Endlager, Asse, Gorleben, Morsleben und Schacht Konrad werden multimedial dargestellt.

Im zweiten Container werden die Besucher zu einer virtuellen Fahrt durch das Erkundungsbergwerk Gorleben eingeladen. Mit Hilfe von Karten bekommen die Interessierten einen Überblick über die weltweite Verteilung der Endlager und des Aufkommens von radioaktivem Abfall. Wie sich Ton, Salz, Erz und Granit nach jahrtausendelanger Einlagerung von radioaktivem Abfall verändern, verdeutlicht eine „Zukunftsmaschine“.

Atom-Abkommen zwischen Indien und Kanada

   Montag, den 28. Juni 2010

Manmohan Singh (Regierungschef Indiens) und Stephen Harper (Premierminister Kanadas) unterzeichneten am Rande des G20 Gipfels in Toronto ein Atom-Abkommen. Das hatte historischen Charakter, denn Anfang der 1970er hatte es in Indien Atomwaffentest mit kanadischer Atomtechnologie gegeben und ein Verbot von Atomgeschäften durch die Internationale Atomaufsicht zur Folge. Auch das Vertrauen Kanadas hatte Indien damit verloren.

Nur zivile Nutzung zugesichert

Nach langen Verhandlungen zwischen den beiden Ländern konnte man zu einer Einigung kommen. Indien sei „sehr entgegenkommend bei den Sicherheitsvorkehrungen, die wir fordern” gewesen, bestätigte Stephen Harper. Die Belieferung des aufstrebenden Schwellenlandes mit Atomtechnologie soll den wachsenden Energiebedarf decken.

Der 8. Im Bunde

Die USA hatte sich für Indien eingesetzt und so eine Aufhebung des Verbotes von Atomgeschäften erwirken können. Nach der Aufhebung im Jahr 2008 schlossen die USA und Indien ein ziviles Atom-Abkommen, auch Frankreich und Russland zogen nach. Nun ist Kanada bereits das achte Land, das für die Belieferung von Atomtechnologie sorgt.

Atomkraftwerk Krümmel wieder im Gespräch

   Sonntag, den 27. Juni 2010

Nach Angaben des Krümmel-Betreibers Vattenfall soll Anfang des kommenden Jahres das Störungen anfällige Atomkraftwerk wieder an Netz gebracht werden. „Wir haben 380 Millionen Euro investiert“, sagte eine Unternehmenssprecherin und verwies damit auf die umfangreichen Reparaturarbeiten. Jedoch können damit nicht alle Zweifel an der Sicherheit des Atomkraftwerkes ausgeräumt werden.

Zweifel an Sicherheit

Nach der ersten Schnellabschaltung im Jahr 2007 und einer zweiten im Jahr 2009 beim Versuch das AKW wieder in Betrieb zu nehmen, werden auch atomfreundlich gesinnte Politiker zu Zweiflern.

So erarbeitet die Atomaufsicht einen Maßnahmenkatalog, den Vattenfall zu bearbeiten hat. Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins erklärte, dass er sich persönlich um die Abschaltung des Kraftwerkes kümmere, sofern der letzte Versuch wieder scheitere.

Auch der Energieexperte der SPD, Olaf Schulze, schenkt den Aussagen des Vattenfall-Konzerns wenig Glauben und äußert auch Kritik im Hinblick auf die Verlängerung der AKW-Laufzeiten, „schlimm, wenn man sich ansieht, wie anfällig der Reaktor jetzt schon ist“.

Als Fürsprecher für die Wiederinbetriebnahme des Atomkraftwerkes Krümmel meldet sich Jens Magnussen (Energieexperte CDU) zu Wort. Er ist der Meinung, dass Vattenfall auch das Atomkraftwerk Brunsbüttel ohne Probleme betreibe. Doch auch hier gibt es immer wieder Pannen. Im Juni 2007 wurde es vom Netz genommen und im März und Juni diesen Jahres gab es zwei weitere Störfälle.

Atomgegner machen mobil

   Samstag, den 26. Juni 2010

Die Atomgegner wollen den Sommer in diesem Jahr auf besondere Weise nutzen. Die Proteste zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke sowie gegen ein Atommüllendlager in Gorleben sollen im Sommer ihren Höhepunkt erreichen. “Wir steuern auf die entscheidende Phase der Auseinandersetzung zu und wollen deshalb den Atom-Freunden einen heißen Sommer bereiten“, so Jochen Stay (Organisation „Ausgestrahlt“).

Bundesweite Kampagnen geplant

„Schwarz-Gelb macht nur Müll!“ so lautet das Motto der Kampagne, die in den kommenden Tagen startet. Bundesweit soll auf Plakatwänden auf die Risiken der Atomkraftwerke aufmerksam gemacht werden. Für den 18. September ist in Berlin eine Großdemonstration gegen Atomenergie geplant. Die Organisation haben Bürgerinitiativen und Umweltgruppen übernommen und hoffen auf rege Beteiligung.

Bereits am 29. September findet die nächste Demonstration in Salzgitter statt, dort wird gegen ein geplantes Atommüllendlager für schwach und mittelradioaktiven Abfall protestiert. Die Organisatoren rechnen mit mehr als 10.000 Demonstranten und einigen Gewerkschaftsvertreter der örtlichen Metallbranche.

Im November soll ein Castrotransport mit hochradioaktivem Atomabfall in Dannenberg ankommen. Auch dagegen werden die Atomgegner demonstrieren, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

Solarindustrie im Wandel

   Freitag, den 25. Juni 2010

Lange wurden Diskusionen über die Kürzung der Förderung für Solarenergie geführt, nun wurde sie durchgesetzt. Doch laut dem Marktführer für Maschinen zur Beschichtung von Solarzellen ‚Roth und Rau‘ sind keine Auftragsrückgänge zu befürchten. Die Kunden würden in effizientere Anlagen investieren und der Solarenergie treu bleiben. Neben dem technischen Wandel wird sich auch beim Kundenstamm einiges verändern. Zu den neuen Kunden werden immer mehr größere Unternehmen gehören.

Eine Branche wird erwachsen

Die Branche muss nun endlich erwachsen werden und auf eigenen Füßen stehen. Die über Jahre andauernde staatliche Förderung hat die Branche bequem gemacht und Entwicklungen ausgebremst. „Die Kürzung der Subventionen hilft dabei, die Standardisierung der Maschinen zu beschleunigen und die Wirkungsgrade der Solarzellen zu erhöhen. Dass wir uns bisher nicht auf Industriestandards festlegen konnten, ist die typische Jugendsünde einer noch jungen Branche” sagte Carsten Bovenschen (Finanzvorstand Roth und Rau).

Um die Wirkungsgrade zu erhöhen, entwickelt das Unternehmen Roth und Rau bereits eine Maschine, die diesen auf 20 Prozent erhöht. Bisher konnten lediglich 16 Prozent des einfallenden Sonnenlichts in Energie umgewandelt werden.

Kosten senken

Die Maschinen zur Zell- und Modulherstellung sind bislang meist Unikate und treiben dadurch die Kosten für die Module unnötig in die Höhe. Effizientere Maschinen könnten zur Kostensenkung beitragen und die Solarenergie konkurrenzfähig machen. „Wenn Solarstrom so günstig wird wie Strom aus der Steckdose, ist der Durchbruch geschafft. In Teilen Europas könnte das schon 2013 der Fall sein” so Bovenschen

Keine Einigung bei Brennelemente-Steuer

   Donnerstag, den 24. Juni 2010

Das gestrige Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vertretern der Energiekonzerne Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW ging ohne offizielle Entscheidungen zu Ende. Nach etwa 90 Minuten war das Treffen beendet und alle Beteiligten sprachen von „sachorientierten, ernsthaften Gesprächen“. Bundesumweltminister Röttgen und Bundeswirtschaftsminister Brüderle waren bei dem Gespräch nicht anwesend.

Forderungen gestellt

Nach Forderung der Betreiber der Atomkraftwerke sollte die Brennelemente-Steuer Teil eines Gesamtkonzeptes werden. „Erst nach der Einbettung kann entschieden werden, ob geklagt werden muss“ , sagte ein Sprecher von EnBW. Eine Klage ist also nicht abgewendet. Nach Angaben der Energiekonzerne werde die rechtliche Zulässigkeit, besonders im EU-Recht, hinreichend geprüft. Die deutsche Atomwirtschaft befürchtet durch die neue steuerliche Belastung Wettbewerbsnachteile in der EU.
Ob weitere Gespräche und Treffen zwischen der Regierung den Energiekonzernen angedacht sind und wie es jetzt weiter gehen wird, steht zurzeit noch nicht fest.

Satte Profite bei Laufzeitverlängerung

   Mittwoch, den 23. Juni 2010

Die vier großen Energiekonzerne E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall betreiben die 17 Atomkraftwerke in Deutschland und würden von der geplanten Laufzeitverlängerung bedeutend profitieren. Da die Umlage der Brennelemente-Steuer auf die Verbraucher laut der Landesbank Baden-Württemberg „im Regelfall unwahrscheinlich“ ist, befürchten die Energieriesen nun schmälere Gewinne. Dies erscheint bei einer Steuerhöhe von 2,3 Mrd. Euro im Vergleich zu den Zusatzgewinnen von 44 Mrd. Euro beinahe lächerlich.

Hohe Zusatzgewinne erwartet

Laut einer Analyse der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) können die Energiekonzerne bei einer Laufzeitverlängerung von zehn Jahren und einem Strompreis von 52 je MW mit einem Zusatzgewinn von 44 Mrd. Euro rechnen. Bei 15 Jahren wären es sogar 68,6 Mrd. Euro mehr Gewinn. Die Bundesregierung verschafft der Atomwirtschaft horrende Zusatzgewinne. Davon sollen auch die leeren Haushaltskassen profitieren.

Siemens baut Offshore-Windpark in Dänemark

   Dienstag, den 22. Juni 2010

Wieder einmal hat Siemens Energy einen großen Auftrag an Land gezogen. Die Siemenstochter soll 111 Windenergieanlagen für den Offshore-Windpark „Anholt“ in Dänemark liefern. Für den Auftraggeber DONG Energy (dän. Energieunternehmen) werden die Windräder etwa 20 Kilometer vor der Küste Jütland errichtet. Neben Herstellung und Montage übernimmt Siemens Energy für fünf Jahre die Service – und Instandhaltungsarbeiten des Windparks.

Bald größter Offshore-Windpark in Betrieb

Die Windkraftanlagen sollen im Jahr 2013 in Betrieb genommen werden und gut 400.000 Privathaushalte mit sauberem Strom versorgen. Damit deckt „Anholt“ etwa vier Prozent des gesamten Strombedarfs Dänemarks. Mit einer Gesamtleistung von 400 Megawatt wird der neue Offshore-Windpark der größte Dänemarks sein und den bisherigen Spitzenreiter Horns Rev II ablösen. Horns Rev II ist mit einer Leistung von 209 Megawatt der größte Offshore-Windpark weltweit.

Strompreiserhöhungen bei RWE ab August

   Montag, den 21. Juni 2010

Ab August diesen Jahres wird RWE die Strompreise bei der Grundversorgung erhöhen. Etwa 3,3 Millionen RWE-Kunden in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen werden 7,3 Prozent mehr für ihren Strom zahlen müssen. Neben dem zweitgrößten deutschen Energieversorger haben auch 43 lokale Energieversorger Preiserhöhungen bis zu 16 Prozent angekündigt. Mehr als 20 Millionen Stromkunden in Deutschland sind bereits von den Preiserhöhungen betroffen.

EEG-Umlage ist Schuld

Bereits im vergangenen Jahr wurden die Strompreise deutlich angezogen und belasteten die Kassen der Verbraucher mit insgesamt 2 Mrd. Euro. Bei einem Verbrauch von 4.000 KW müssen die Verbraucher in diesem Jahr 54 Euro mehr berappen und bis zum Ende des Jahres sind noch weitere Erhöhungen des Strompreises zu erwarten. Grund hierfür ist nach Meinung der Energiekonzerne die EEG-Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien.

Mit Sonnenenergie Warmwasser erzeugen

   Freitag, den 18. Juni 2010

Verbraucher mit einer solarthermischen Anlage sollten darauf achten, dass die Öl-oder Gasheizung im Verlauf nicht zu zeitig zugeschalten wird, da sonst das warme Wasser im sogenannten Pufferspeicher zurückbehalten wird, ehe die Sonnenwärme überhaupt genutzt wird. Durch die Isolierung der Anlage kann beispielsweise über Nacht das Wasser warm gehalten werden, sodass morgens genug Warmwasser für die Morgentoilette vorhanden ist. Darauf wies der TÜV Süd hin.

Warmes Wasser wird auch über Nacht warm gehalten

Bei der Kombination einer Frischwasserstation mit einem kleinen Speicher kann das von der Sonne gewärmte Wasser noch effektiver genutzt werden. Wasser zum Kochen und Baden kommt dann aus der Frischwasserstation und wird durch die Wärme, die im Pufferspeicher entsteht, erhitzt. Das im Speicher verbleibende Wasser wird so nicht ständig verbraucht.

Videokonferenzen statt Dienstreisen

   Donnerstag, den 17. Juni 2010

Laut Studie „The Telepresence Revolution“ des Carbon Disclosure Projectes (CDP) können Unternehmen über die Installation von Videokonferenzsystemen nicht nur ihre Reisekosten senken, Entscheidungsprozesse beschleunigen, Produktivität verbessern und Mitarbeiter entlasten sondern auch die CO2-Emisssion günstig beeinflussen. Vor allem für große Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 1 Mrd. $ lohnt sich eine Investition in Telepräsenzräume. Die Studie basiert auf Daten aus Großbritannien und den USA.

Reisekosten sparen

Richtet sich beispielsweise ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 1 Mrd. $ 4 Telepräsenzräume ein, rechnen sich die Investitionen innerhalb der ersten eineinhalb Jahre. Bereits im ersten Jahr müssen 900 Dienstreisen weniger angetreten werden. Innerhalb von 5 Jahren ist so eine Einsparung von 2,3 Mio. Tonnen CO2-Emission vermieden werden.

Verbesserte Systeme

Um die Qualität von Videokonferenzen zu verbessern wurden neue Systeme entwickelt, die nun Telepräsenz-Systeme genannt werden. Der Unterschied zu den bisherigen Systemen besteht zum einen in der verbesserten Bild- und Tonqualität. Hierdurch wird das Gefühl vermittelt dem Gesprächspartner gegenüber zu sitzen.

Auch in Deutschland auf dem Vormarsch

Ähnlich wie in den USA und Großbritannien kann auch die Akzeptanz gegenüber den neuen Telepräsenz-Systemen gesteigert werden. In Deutschland sind zwar die Entfernungen nicht so gravierend, aber auch hier gibt es durchaus Sparpotential was die Dienstreisen betrifft.

Laufzeitverlängerung sicher

   Mittwoch, den 16. Juni 2010

Bis Ende August soll nun über die tatsächliche Laufzeitverlängerung entschieden werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung von bisher Ende Juli auf Ende August verschoben. Der Bundesrat wird daher frühestens im September über das weitere Vorgehen beraten. Sicher sei dennoch, dass die Atomkraftwerke in Deutschland mindestens 10 Jahre länger betrieben werden sollen, als im Autoausstieg vereinbart worden ist.

Zustimmung der Länder unnötig?

Laut Hans-Peter Friedrich (CSU) zieht eine Verfassungsklage in Betracht, sollte der Bundesrat in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Denn auch der Atomausstieg sei ohne die Zustimmung der Länderkammer beschlossen worden. Einem Gutachten des Innen- und Justizministeriums zufolge kann eine Entscheidung auch ohne den Bundesrat getroffen werden. Norbert Röttgen (Umweltminister, CDU) sprach sich sowohl für eine angemessene Laufzeitverlängerung aus, also auch für die Beteiligung des Bundesrates.

Photovoltaik-Anlage von Siemens in Frankreich

   Dienstag, den 15. Juni 2010

In Les Mées in der Provinz Alpes-de-Haute-Provence sollen ab Sommer 2011 etappenweise sechs Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen werden und etwa 12.000 Haushalte mit Solarstrom beliefern. Der französische Projektentwickler Eco Delta Développement (EDD) erteilte der deutschen Firma Siemens Energy diesen ersten Photovoltaik-Auftrag in Frankreich. Die sechs Kraftwerke werden mit einer Spitzenleistung von 30 Megawatt (MW) ans Netz gehen.

Tür zu französischem Solarmarkt geöffnet

„Mit diesem Auftrag steigen wir in den französischen Solarmarkt ein“, so Rene Umlauf (CEO der Renewable Energy Division bei Siemens). „Aufgrund unserer großen Erfahrung bei der Errichtung von schlüsselfertigen Kraftwerken sind wir in der Lage, Projekte in der Größenordnung von Les Mées zu realisieren. Für unser Solarenergie-Geschäft in Frankreich sehen wir für die Zukunft gute Perspektiven.“

Umfassender Auftrag

Neben dem schlüsselfertigen Bau der sechs Solarkraftwerke im hügeligen Hochplateu Puimichel übernimmt Siemens sowohl den Betrieb als auch die Wartung der Anlagen. Der Bau beinhaltet Unterkonstruktion, Wechselrichter, Transformatoren, Netzanbindungen und Kontrollsysteme.






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