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EgON berichtet Stromews von Stromanbieter und alles Sonstiges über Strom

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Die Simulation macht es vor: 100% Ökostrom ist realisierbar

   20. Mai 2011

Das Ziel, ausschließlich nur noch Ökostrom zu beziehen, ist innerhalb kurzer Zeit nur schwer zu realisieren, da der Aufbau der notwendigen Anlagen mit hohem Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Was in der Realität jedoch eine Aufgabe ist, die sich über mehrere Jahre erstreckt, kann in simulierten Staaten, wie beispielsweise dem Freistaat Fromboldisland, schon jetzt betrachtet werden. Diese sogenannten Mikronationen sind virtuelle Staatskonstrukte, die entwickelt wurden, um sich an den Anforderungen zu messen, die in der Realität bestehen.

Homepage informiert über Wirtschaftlichkeit des Staates

Die Mikronationen dienen als interessantes Gedankenexperiment, woran sich viele Leute integrieren. Ein „Bewohner“ des unrealen Staates stellte eine kostenlose Homepage online, auf denen die Hintergründe und die Idee des Staates untersucht werden, der seinen Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bezieht. Auf der Homepage sind Erläuterungen über den Aufbau und der Wirtschaftlichkeit des Freistaates Fromboldisland zu finden. Besonders die Stromversorgung des Landes wird dabei hervor gehoben: Die Nation soll mit Strom versorgt werden, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Die sogenannten Energie- und Wasserwerke Fromboldisland nutzen dafür nur Wasserkraft, die nur nach strengen Umweltschutzkriterien genutzt werden.

Probleme können diskutiert werden

Ziel dabei ist es, dass sich die Wasserkraftwerke harmonisch in die Landschaft einbringen, ohne dabei die Idylle zu zerstören. Ein Kriterium, welches in der Realität bei den existierenden Wasserkraftwerken oftmals fehlt. Auf der Homepage von Fromboldisland werden noch viele weitere Bereiche mit Bezug zur Realität erwähnt. Mit dieser Homepage können Probleme betrachtet und diskutiert werden, die bei der Umsetzung in der Realität beachtet werden müssen.

Strom- und Gasverbrauch gesunken

   17. Mai 2011

Die Verbrauchswerte für das erste Quartal hat vergangene Woche der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft /BDEW) bekannt gegeben. Der Verbrauch von Erdgas ging um zehn Prozent zurück. Der Stromverbrauch für die ersten drei Monate war mit 0,4 Prozent minimal höher als im Vorjahr. Grund für den geringeren Erdgasverbrauch sind die milden Wintermonate. Der gestiegen Stromverbrauch könnte zum größten Teil am Wirtschaftsaufschwung Deutschlands liegen.

Windpark Baltic 1 produziert Strom für 50.000 Haushalte

Den ersten kommerziellen Windpark in Deutschland hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG offiziell in Betrieb genommen. Die EnBW hat das Projekt im März 2008 erworben, nach drei Jahren stehen nun 21 Windräder in der Ostsee und produzieren für 50.000 Haushalte Strom. 2,3 Megawatt Leistung hat jedes Windrad, im Jahr können bis zu 185 Gigawattstunden Strom produziert werden. Der Windpark hat eine Größe von 7 km und liegt 16 km nördlich der Halbinsel Darß/Zingst.

Im Harz könnte das erste unterirdische Pumpspeicherwerk entstehen

Wissenschaftler sehen im stillgelegten Bergwerk in Bad Grund eine Chance für ein weltweit einmaliges Projekt. In der Tiefe könnte ein unterirdisches Pumpspeicherwerk entstehen, das Strom aus Windkraftanlagen speichern kann. Für diese Vorhaben werden nun Investoren gesucht. Aktuell werden die Kosten für das Projekt zwischen 150 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Aus Sicht der Planer ist das unterirdische Pumpspeicherwerk derzeit die beste und umweltfreundlichste Lösung.

Kampagne „Unendlich. Einfach. Solar!“

   10. Mai 2011

„Woche der Sonne“ ist am 6 .Mai gestartet, dies ist eine bundesweite Kampagne mit mehr als 5.400 Veranstaltungen. Im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) wurde eine repräsentative Umfrage durchgeführt mit dem Ergebnis das mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland die Solarenergie nutzen. Carsten König, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar meint „Die Nutzung der Solarenergie ist längst zu einer Volksbewegung geworden, von der alle Bürger profitieren und die quer durch alle Gesellschaftsschichten reicht.“ Die Solarwoche findet noch bis zum 15. Mai unter dem Motto „Unendlich. Einfach. Solar!“ statt.

Verbraucherzentralen helfen Teldafax-Kunden

Aufgrund der Zahlungsschwierigkeiten des Strom- und Gasanbieters Teldafax, verweigern immer mehr Netzbetreiber den Netzzugang. Für die Kunden heißt das, sie fallen automatisch in die Ersatzversorgung des Grundversorgers zu einem höheren Tarif. Verbraucherschützer raten den Teldafax Kunden, sich einen neuen Anbieter zu suchen oder sie versuchen Teldafax ein Frist zu setzen zur Vertragserfüllung und bei Nichterfüllung sofort kündigen. Hat der Verbraucher Vorkasse geleistet und kündigt seinen Vertrag und Teldafax würde die offenen Forderungen nicht zurück zahlen, sagt Christine Bergmeyer von der Verbraucherzentrale Osnabrück „dann bliebe nur noch der gerichtliche Weg“. Die anfallenden Gerichtskosten muss zunächst der Kunden tragen.

Schule weiht Fotovoltaikanlage ein

Auf dem Dach der Kirschbergschule Reiskirchen wurde am vergangenen Wochenende die Fotovoltaikanlage eingeweiht. Diese erzeugt am Tag ungefähr 137 Kilowattstunden Strom und spart 68 Kilogramm CO2 ein. Die Anlage wurde offiziell von der Stiftung „Von Schulen – Für Schulen“ in Betrieb genommen. Innerhalb eines Jahres sollen die 154 Module 27.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. In der Schule selbst werden davon ungefähr 30 Prozent verbraucht und der Rest wird in das öffentliche Netz eingespeist. Durch die Anlage auf der Kirschbergschule rechnet man pro Jahr mit einer Einsparung von 22,7 Tonnen CO2, dies bestätigt Geschäftsführer Hans-Heinrich Walz der Firma „Walz erneuerbare Energien“, diese wurde von der Stiftung beauftragt.

Energieauktion – Gemeinsam sind wir stark

   3. Mai 2011

Bis diesen Sonntag haben Verbraucher die Möglichkeit sich für die aktuelle Energieauktion unverbindlich zu registrieren. Bereits zum zweiten Mal veranstaltet „Die Welt“ gemeinsam mit der Partnerfirma „iChoosr“ den Sammeleinkauf. Durch diese Sammelauktion kommen Verbraucher zu billigeren Strom. Der Verbraucher kann sich zwischen zwei Auktionen entscheiden, einmal für Tarife für „normalen“ Strom oder für Ökostrom Tarife. Das Auktionsergebnis wird jeden Teilnehmer bis zum 12. Mai per E-Mail mitgeteilt und kann dann entscheiden, ob die ermittelten Preise für einen Wechsel attraktiv genug sind.

Blockheizkraftwerk für Hausbesitzer

Dank der technischen Weiterentwicklung können sogenannte Mini-BHKW (Blockheizkraftwerke) in Ein- und Zweifamilienhäusern wirtschaftlich betrieben werden. Der Verbrennungsmotor treibt im Mini-BHKW einen Generator an, der Strom erzeugt. Die entstehende Wärme wird dann ins das Heizungssystem geleitet und dient der Warmwasserbereitung. Die Heizung funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, diese nutzt bis zu 95 Prozent der Energie des eingesetzten Brennstoffs und erzeugt somit gleichzeitig Strom. Das senkt nicht nur die Stromkosten, sondern auch die Heizkosten.

Rekord bei Solarstrom-Erzeugung

Die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland produzierten von Januar bis März dieses Jahres 2,75 Milliarden Kilowattstunden Strom. Herr Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. sagt, “Der im ersten Quartal 2011 erzeugte Solarstrom deckt den Jahresbedarf von rund 785.000 Drei-Personen-Haushalten – das entspricht der Einwohnerzahl von München und Köln zusammen”. Die Photovoltaik-Anlagen erzeugen zu Tageszeiten Strom, in dieser Zeit ist die Nachfrage am höchsten. Dies hat eine positive Auswirkung auf den Börsenpreis für Strom, da immer größere Teile mit Solarstrom abgedeckt werden.

Kaum eine Übereinstimmung: Strompreis ohne Atom

   26. April 2011

Nach der Atomkatastrophe in Japan und dem angesichts dem 25. Jahrestag des Unfalls in Tschernobyl fordern immer mehr Verbraucher den sofortigen Ausstieg aus der Atombranche. Doch was bedeutet der Ausstieg wirklich? Viele Experten geben an, was der Strom nach dem Atomausstieg kosten wird. Seltsamerweise weichen viele Berechnungen stark voneinander ab.


Was kostet Strom ohne Atom?

Einen realistischen und kaum spürbaren Preisanstieg von 0,1 bis 0,9 Cent pro Kilowattstunde prophezeit und Umweltminister Norbert Röttgen aus der CDU. Seine Hochrechnung begründet er mit einem alten Gutachten zur Laufzeitenverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland. Hingegen rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dass der Kilowattstundenpreis für Strom ohne laufende Atommeiler in Deutschland um 1,4 bis 1,6 Cent teurer werden wird. Ein Durchschnittshaushalt wird dann mit 240 Euro pro Jahr mehr belastet.

Größer Anteil an Mehrkosten für Industrie und Gewerbe

Noch höhere Preisanstiege erwartet die Staatliche Energieagentur Dena. Berechnungen zu folge glaubt sie an einen Preisanstieg von 5 Cent pro Kilowattstunde. Dann würde der Strom für private Verbraucher um 20 Prozent teurer werden als jetzt. Einer Berechnung des Kölner Energieforschungsinstitut „r2b energy consulting“ ergab, dass die Strompreise um fast ein Drittel steigen werden, sobald acht Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden und bis 2018 die verbleibenden Atommeiler schneller abgeschaltet werden, als einst festgelegt.

Baugenehmigung für Fotovoltaikanlagen

   19. April 2011

Viele Solaranlagen-Betreiber haben ihre Anlage nach der Bauordnung der Bundesländer in Betrieb genommen. Darin ist festgehalten, dass Solaranlagen auf Gebäuden keine Genehmigung brauchen. Doch dies gilt nach einem neuen Urteil nicht mehr. +++ Das Öko-Institut in Freiberg stellt im Internet die umweltfreundlichsten Elektrogeräte vor. +++ EnBW warnt vor Engpässen bei der Stromversorgung, auch Probleme mit der Sicherheit des Stromnetzes könnten auftreten. Im Mai und Juni gehen fünf weitere Atomkraftwerke vom Netz.

Für Solaranlagen ist eine Baugenehmigung erforderlich

Nach einem neuen Urteil sind Solaranlagen-Betreiber verunsichert, denn in einigen Bundesländern muss die Aufstellung einer Fotovoltaikanlage von einem Bauamt genehmigt werden. Laut dem Bundesverband für Sozialwirtschaft gingen im vergangenen Jahr rund 230.000 Solaranlagen ans Netz, nur wenige davon haben eine Baugenehmigung. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster lautet: Führt die Errichtung einer solchen Anlage zu einer Nutzungsänderung des Gebäudes, so bedarf diese einer Baugenehmigung. Dies gilt, wenn der erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist und nicht selbst verbraucht wird.

Sparsame Elektrogeräte

Das Freiburger Öko-Institut bietet eine Orientierung für umweltfreundliche Elektrogeräte an. Nicht nur die Anschaffungskosten verschiedener Geräte sind hoch, sondern auch der Strom- und Wasserverbrauch. Das Öko-Institut gibt auch Tipps zum Energiesparen. In verschiedenen Kategorien werden die umweltfreundlichsten und sparsamsten Elektrogeräte vorgestellt. In den Vergleichslisten gibt es Informationen zum Hersteller aber auch zum Energieverbrauch.

EnBW warnt vor Engpässen

EnBW-Chef Hans-Peter Villis warnt vor akuten Strom-Engpässen in Deutschland. In der Samstagsausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ sagt er „Erstmals seit Jahrzehnten wird Deutschland ernste Probleme mit der Sicherheit der Stromversorgung bekommen”. Nach der Abschaltung fünf weiterer Kernkraftwerke im Mai und Juni, werden „zeitweise nur 30 Prozent der Atomkapazitäten zur Verfügung stehen“. Nach den ersten Abschaltungen profitieren davon die Atomkonzerne außerhalb Deutschlands wie zum Beispiel Frankreich und Tschechien, bereits jetzt sind die Großhandelspreise um 20 Prozent gestiegen.

Google investiert in Solarpark

   12. April 2011

Nach steigender Entwicklung des Strom- und Gas-Verbrauchs im Jahr 2010 möchten die Energieversorger verstärkt in Erneuerbare Energien investieren, bereits jetzt werden 18 Anlagen gebaut. +++ Google möchte Anteile des Solarparks in Brandenburg erwerben. Für die enormen Rechenleistungen der Server benötigen sie Unmengen an Strom, nun möchte Google reinvestieren. +++ Deutschlands größtes Solardach, wurde offiziell in Betrieb genommen. Die Photovoltaik-Anlage wurde in ca. vier Monaten in Philippsburg (Kreis Karlsruhe) erbaut.

Steigender Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr

Aufgrund des kalten Winters stieg der Absatz von Strom und Gas in Deutschland um vier Prozent. Daran erfreuen sich besonders die Energieversorger, im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gasverbrauch auf ca. 942 Milliarden Kilowattstunden und der Strom-Absatz auf ungefähr 530 Milliarden Kilowattstunden. Nun möchten die Energieversorger in Erneuerungen von Kraftwerkparks investieren. Zehn neue Windkraftanlagen sollen vor den Küsten Deutschlands errichtet werden.

Google investiert in Erneuerbare Energien

Google will demnächst in einen Solarpark in Brandenburg investieren. Wenn die Kartellbehörden zustimmen, beteiligt sich Google mit ca. 3,5 Millionen Euro und erwirbt somit 49 Prozent Anteile des Solarparks. Dies ist das erste Engagement von Google in Deutschland, über 100 Millionen Dollar hat das Unternehmen bereits in den USA in Windenergie und Solarkraft investiert. Nicht nur die Förderung klimafreundlicher Energie ist der Grund für die Investition an Öko-Strom, es ist auch eine „solide finanzielle Investition“, sagt Benjamin Kott von Google.

Eröffnung des größten Solardachs

Am Freitag den 8. April wurde das größte Solardach in Deutschland offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage, die im Logistikzentrum des Reifenherstellers Goodyear Dunlop in Philippsburg steht, umfasst eine Fläche von 87.500 Quadratmetern und hat eine Leistung von 7,4 Megawatt. Laut dem Reifenhersteller, erzeugt die Photovoltaik-Anlage jährlich 7,3 Millionen Kilowattstunden, das ist ein Jahresbedarf von ca. 1.800 Haushalten. Seit Ende 2010 erzeugen mehr als 95.000 Solarmodule Strom.

Abschaltung fünf weiterer AKW im Mai geplant

   5. April 2011

Neuer Investor bei TelDaFax löst den bisherigen Finanzinvestor CAP Invest ab. +++ 13 Meiler gehen vom Netz, nun kann der Strom in Deutschland knapp werden. +++ Stadtwerke wollen innerhalb von zehn Jahren doppelt so viel Strom liefern.

2-stelligen Millionenbetrag für TelDaFax

TelDaFax Vorstandsvorsitzender Herr Hans-Gerd Höptner ist es gelungen ein neuen Investor zu finden. Der Investor mit dem Namen Prime Mark Financial Group kommt aus Zypern und soll der TelDaFax Holding AG helfen, auch 2011 aktiv am Markt für Strom und Gas zu bleiben. Die Prime Mark Financial Group wird mit einem zweistelligen Millionenbetrag der TelDaFax-Gruppe beistehen. Die Verbraucherzentralen empfehlen Strom- und Gaskunden im Falle einer Insolvenz, die laufenden Verträge auf Lastschrift umzustellen.

Versorgungsengpass in Deutschland

Sieben AKW wurden bereits abgeschaltet, ein weiteres steht seit 2007 still und im Mai werden für routinemäßige Wartungsarbeiten fünf weitere Meiler abgeschaltet. Dena-Chef Stephan Kolher sagt in einem Gespräch mit der Bild, „Das kann eng werden. Wir gehen zwar auf den Sommer zu – da wird weniger Strom verbraucht als im Winter. Aber der Ausfall von 13 Kraftwerken fällt schon massiv ins Gewicht“. Es könnte ein Versorgungsengpass entstehen, um dies zu vermeiden, wird Deutschland vorübergehend Strom aus dem Ausland importieren.

Stadtwerke wollen mehr Strom produzieren

Die Stadtwerke wollen weitere Milliardenbeträge in Projekte investieren, um doppelt so viel Strom liefern zu können, wenn der Atomausstieg kommt. Aber es wurden viele Investitionen auf Eis gelegt, nachdem die Regierung die Laufzeitverlängerung für AKW beschlossen hat. Viele Investitionen hätten sich nicht mehr rentiert, sagt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).

Immer mehr Netzbetreiber kündigen Teldafax

   29. März 2011

Neuer Rekord bei der Earth Hour 2011 erreicht +++ Teldafax bei den Stadtwerken Düsseldorf in Zahlungsverzug. Der Discount-Anbieter bleibt weiterhin in den Schlagzeilen und viele Kunden sind besorgt. +++ Durch Intelligente Stromzähler Energie sparen? – Dies testet zur Zeit der Netzbetreiber Vattenfall.

Earth Hour 2011

Insgesamt 134 Länder nahmen an der Earth Hour 2011 teil, um für den Klimaschutz ein Zeichen zu setzen. Am 26. März wurde bei berühmten Bauwerken auf der ganzen Welt das Licht für eine Stunde ausgeschaltet. Seit mittlerweile 3 Jahren gibt es die Earth Hour, diese Aktion hat die Umweltstiftung WWF ins Leben gerufen. Auch in Berlin war es ein großer Erfolg, mit einer Schweigeminute für die Opfer der Katastrophe von Fukushima wurde die Aktion vor dem Brandenburger Tor eröffnet.

Teldafax bei mehreren Netzbetreibern in Zahlungsverzug

Auch die Stadtwerke Düsseldorf haben dem Anbieter Teldafax gekündigt. Rund 1700 Strom- und 300 Gaskunden von Teldafax bekommen Ihren Strom nun aus der „Ersatzversorgung“. Der Verbraucher kann aber frei wählen, ob er bei den Stadtwerken Düsseldorf bleibt oder zu einem anderen Anbieter wechselt. Nicht nur Netznutzungsentgelte wurden nicht bezahlt, sondern auch andere Rechnungen sind nicht beglichen worden. Ob Teldafax sich noch kurzfristig mit den Stadtwerken einigen kann, ist ungewiss.

Gerätetest – Smart Meter

Vattenfall spendiert Mietern im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf die Smart Meter, besser bekannt als intelligente Stromzähler. Rund 10.000 Haushalte nehmen an dem Versuch teil. Die Zähler können nicht nur wie der der Name schon sagt „zählen“, sondern ermitteln den aktuellen Verbrauch und zeigen die Bilanz von Tag, Woche, Monat und Jahr an. Laut einer EU-Vorgabe sollen vier Fünftel aller Haushalte bis 2020 mit einem intelligenten Stromzähler ausgestattet werden. Bereits jetzt ist ein intelligenter Stromzähler bei Sanierungen Pflicht.

Die Nachfrage bei Ökostrom steigt

   22. März 2011

Gefahr der Strompreise und der Stabilität des Stromnetzes durch die Abschaltungen der Alt-Atomkraftwerke in Deutschland. +++ Immer mehr Verbraucher wollen weg von konventionellen Strom, der aus Kernenergie besteht. +++ Neue Technologie für die Langzeitspeicherung von der juwi-Gruppe und der SolarFuel GmbH getestet. Erdgas aus Ökostrom ist vielseitig verwendbar.

Abschaltung der Alt-Atomkraftwerke

Durch die Abschaltung der Alt-Atomkraftwerke in unserem Lande sind die Stabilität des Netzes und die Strompreise in Gefahr, so sieht es E.on Chef Teyssen. Auch Wolfgang Franz, Chef der Wirtschaftsweisen meint, dass sich die Verbraucher auf erheblich höhere Strompreise einstellen sollen.

Verbraucher steigen auf Ökostrom um

Um ca. 60 Prozent ist die Nachfrage nach Ökostromtarifen gestiegen, da viele konventionelle Stromtarife einen bestimmten Anteil von Kernenergie aufweisen. Nach der Atomkatastrophe in Japan, wollen immer mehr Verbraucher zu Ökostrom wechseln. Auch wenn die Nachfrage sehr groß ist, versichert Herr Kampwirth vom Unternehmen Lichtblick „Es besteht keine Gefahr, dass Ökostrom knapp wird“.

Neues Verfahren mit Erneuerbaren Energien

Die juwi-Gruppe und die SolarFuel GmbH verwandelt in der Laboranlage von SolarFuel von elektrischer Energie in Erdgassubstitut um. Dr. Michael Specht, Leiter der Abteilung „Regenerative Energieträger und Verfahren“ erklärt „Damit verbindet die Technologie die Märkte für Strom, Wärme und Mobilität miteinander“, denn die Verwendung ist vielseitig. Überschussstrom könnte somit zum Beispiel aus Windkraft gespeichert und in den vorhandenen Wärme-oder Kraftstoffmarkt eingesetzt werden.

Beginnende Kernschmelze in Japanischem AKW

   15. März 2011

Ein Erdbeben vor der Ostküste Japans hat am 11. März zu einem gigantischen Tsunami geführt. In dessen Folge kam es im Atomkraftwerk Fukushima zu Stromausfällen und einer Unterbrechung der Kühlung in mehreren Reaktoren. +++ Die Deutschen könnten beim Strom rund 1,2 Milliarden Euro einsparen, so das Ergebnis eines Vergleichsportal aus Berlin. Dazu ist nicht einmal ein Anbieterwechsel nötig. +++ Gegen Stromio werden Klagen eingereicht. Immer mehr Betroffene melden sich zu Wort und beklagen, dass der Düsseldorfer Versorger ihnen monatlich zu Geld abbucht.

Droht Japan der Atom-GAU?

Nachdem die Kühlung versagte, erhitzte sich das verdampfende Kühlwasser derart, dass es zu einer Wasserstoffexplosion im Reaktorblock 1 kam. In wie weit der Reaktor selbst beschädigt wurde, konnte nicht gesagt werden. Allerdings wurde im Verlaufe ein Anstieg der radioaktiven Strahlung im Umkreis des AKW Fukushima gemessen. Die Regierung veranlasste das Gebiet im Umkreis von 20km um den Reaktor zu räumen.

Risikofrei Wechseln

Schon der Wechsel in einen günstigeren Tarif der Grundversorgung würde dafür ausreichen. Rund 45 Prozent der Haushaltskunden würden mit einem teureren Tarif beliefert. Durch einen preiswerteren Tarif könnten Kunden jährlich rund 5,7 Prozent ihrer Kosten einsparen, so Daniel Dodt von „toptarif“. Würden dies alle deutschen Haushalte tun, läge das Sparpotenzial bei rund 1,2 Milliarden Euro. Wenn man dann auch noch zu einem anderen, günstigeren Anbieter wechselt, steigt das Einsparpotenzial weiter. Kunden brauchen dabei keine Versorgungslücken zu fürchten.

Stromio enttäuscht seine Kunden

Ein Artikel in der NWZ hatte den Stein ins Rollen gebracht: Rolf Walter machte seinem Ärger über die unfaire Praxis des Unternehmens Luft. Daraufhin erreichte die NWZ eine Vielzahl von Zuschriften. Neben den überhöhten Abschlagszahlungen, die das Unternehmen gerne einfach abbucht, wurden auch hin und wieder Kilowattstunden untergeschoben, die die Betroffenen gar nicht verbraucht haben können. Die Kunden warnen eindringlich: „Finger weg von Stromio!“. Eine Sammelklage ist derzeit in Bearbeitung.

Oettinger stellt Aktionsplan für mehr Energie-Effizienz heute vor

   8. März 2011

Heute stellt Günther Oettinger, EU-Energiekommissar, einen Aktionsplan vor, der für mehr Energie-Effizienz in der Europäischen Union sorgen soll. Oettinger fordert für Verbraucher die monatliche Abrechnung des Gas- und Stromverbrauchs, um mehr Transparenz zu erreichen.

Monatliche Abrechnungen sollen helfen

Oettinger will die große jährliche Abrechnung des Energieversorgers durch monatliche detailliertere Kostenaufstellungen ersetzen. Verbraucher sollen mehr Informationen zum Stromverbrauch und zur Wärmeerzeugung bekommen, damit sie entscheidungsfähiger werden. Dazu gehören auch monatliche Verbrauchsbescheide. Jeder Bürger soll nachvollziehen können, wie viel Energie sie wofür und zu welchem Preis benötigen bzw. erhalten.

Mehrkosten für Stromversorger

Der Uwe Reuter, Pressesprecher vom Energieverbund ENERVIE in Südwestfalen, sprach von einem extremen Aufwand, der damit verbunden sei. Bei 270.000 Kunden im Versorgungsgebiet würden intelligente Zähler benötigt werden, außerdem müsste das Rechnungssystem geändert werden. Hohe Mehrkosten wären mit diesem Projekt verbunden. Doch vorerst benötigen die Energieversorger mehr Informationen, um das Ausmaß und den damit verbundenen Aufwand bestimmen zu können. Jedenfalls wäre die Umstellung nicht im kurzen Zeitraum machbar. Nach der heutigen Vorstellung des Aktionsplanes für mehr Energieeinsparungen wird es wohl genauere Informationen geben.

EU fordert mehr Wettbewerb bei Energie

   3. März 2011

Neue Energiegesetze sollen in Zukunft schneller umgesetzt werden, deshalb will Brüssel den Druck auf die Staaten in der EU erhöhen. Sinkende Verbraucherpreise und mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt seien das Ziel. Sollten Verletzungen im Hinblick auf EU-Verträge aufgetreten sein, so müssen diese geahndet werden; so Energiekommissar Günther Oettinger. Viele Mitgliedstaaten der EU sieht Oettinger aber schon auf dem richtigen Wege.

Heute tritt in ganz Europa das dritte Energiebinnenmarktpaket in Kraft. Verschiedene Neuerungen von Strom- und Gasmärkten sind dabei Hauptprogrammpunkt. Oettinger sieht vor, dass Beziehungen zwischen Energienetzbetreibern und Energielieferanten entweder gelockert oder ganz getrennt werden sollen. Diese Entflechtung würde sich positiv auf den Energiemarkt auswirken.

Energiemarkt profitiert von Entflechtung

Oettinger hält es für möglich, dass durch die Entflechtung der Geschäftsbereiche oder die Ausgliederung des Netzbetriebs, ein Unternehmen garantieren kann, dass Konkurrenzunternehmen das eigene Netz nutzen können, ohne dabei selbst überbevorteilt zu werden. Doch bei dieser Situation will Brüssel genauer hinsehen. Regulierungsbehörden sollen ein Auge auf diese Entflechtungsmethoden haben; wer sich am Ende in seinen Geschäftsbereichen trennt, soll jeder Mitgliedsstaat selber entscheiden.

Brüssel hofft durch die Entscheidung auf mehr Wettbewerb. Lieferanten, die kein eigenes Netz besitzen können in ihrer bestimmten Region, ihren Strom über die bestehenden Leitungen zum Verbraucher schaffen. Ein Kunde in Deutschland könnte dann zwischen einem Lieferanten aus Deutschland oder sogar aus Italien wählen. Brüssel hofft so auf sinkende Preise für den Verbraucher. Doch über etwaige Entwicklungen der Gaspreise, will sich Brüssel nicht äußeren, denn diese hängen von verschiedenen Faktoren ab. Doch ein Stromanbieterwechsel, würde dem Verbraucher helfen, Geld zu sparen. Für die Abwicklung des Wechsels setzt Brüssel den Energieunternehmen eine Frist von drei Wochen.

Kürzung der Solarförderung nun amtlich

   28. Februar 2011

Der Bundestag hat nun die bereits angekündigte Solarförder-Kürzung abgesegnet. Die Subvention wird bis Anfang 2012 um maximal 24 Prozent gesenkt und das Grünstrom-Privileg gekappt. +++ Eigens für den Netzausbau hat Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) vergangenen Dienstag eine Netzplattform ins Leben gerufen. Damit will er das Projekt schneller vorantreiben. +++ Nach Schätzung des Bundesumweltministeriums würde die Bergung des radioaktiven Mülls aus dem Atommülllager Asse rund 2 Milliarden Euro kosten. Weitere Kosten für die Schließung und weitere Zwischenlagerung des Mülls kämen dann noch dazu.


Zubau regelt Kürzung

Die Kürzung richtet sich maßgeblich nach dem Zubau zwischen März und Mai dieses Jahres. Die neu installierte Kapazität wird auf das Jahr hochgerechnet und dann entsprechend gekürzt. Liegt der jährliche Zubau bei mehr als 3.500 Megawatt, wird die Förderung um 3 Prozent gekürzt, je weitere 1.000 Megawatt wird um weitere 3 Prozent gekürzt, wodurch sich am 7.500 Megawatt eine maximale Einsparung von 15 Prozent ergibt. Im Januar 2012 soll die Förderung dann nochmals um 9 Prozent gesenkt werden. Ab 2012 sind die Anbieter von mindestens 50 Prozent Ökostrom nicht mehr gänzlich von der EEG-Umlage befreit, sondern nur bis 2 Cent je Kilowattstunde. Damit soll einem Missbrauch des Grünstrom-Privilegs vorgebeugt werden.


Die Bürger mitreden lassen

Auf dieser Plattform sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie die bis 2020 benötigten 3.600 Kilometer langen Höchstspannungsleitungen schnellstmöglich gebaut werden können. Brüderle setzt sich zudem dafür ein, dass die betroffenen Bürger von Anfang an in die Planung mit einbezogen werden. Des Weiteren nannte er Erdkabel als Alternative – diese könnten jedoch auf Grund der hohen Kosten nicht durchweg realisiert werden. In diesem Zusammenhang forderte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erneut ein Netzausbaubeschleunigungsgesetz.


Probebohrungen auf Frühjahr verschoben

Eine Sprecherin des Ministeriums wollte die Summe nicht bestätigen, da dies aus heutiger Sicht gar nicht möglich sei. Es war ebenfalls unklar, wann das Thema im Umweltausschuss erörtert werden soll. Im Frühjahr sollen erste Probebohrungen erfolgen, um zu klären in wie weit die Fässer beschädigt sind. Zwischen 1967 und 1978 wurden rund 126.000 Fässer mit schwach und mittel radioaktivem Müll in der Schachtanlage eingelagert.

Erneut offene Rechnung bei TelDaFax

   24. Februar 2011

Der Netzbetreiber Enervie kündigte den Vertrag mit TelDaFax auf, nachdem dieser einer Rechnung nicht beglichen hatte. Die 3.000 betroffenen Kunden sollten daraufhin an die örtliche Grundversorgung angeschlossen werden. +++ Der EnBW-Deal, bei dem die 45 Prozent umfassenden Anteile des französischen Stromversorgers EdF an das Land Baden-Württemberg übergehen sollen, wurde vom Kartellamt abgesegnet. Die Transaktion konnte somit abgeschlossen werden. +++ Mit vierstündiger Verspätung erreichte der Atommülltransport aus der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) am Donnerstag das Zwischenlager Nord bei Lubmin. Die Fahrt verlief zumeist friedlich.

Neuer Durchleitungsvertrag

TelDaFax beruhigte seine Kunden und erklärte, dass der offene Betrag noch am gleichen Tag überwiesen worden sei. Lieferschwierigkeiten wurden zurückgewiesen. Einige Tage danach wurde ein neuer Durchleitungsvertrag zwischen den beiden Unternehmen geschlossen. Die 3.000 Kunden konnten somit beim Energieversorger TelDaFax bleiben. Bereits im vergangenen Jahr hatte es ähnliche Probleme in Zwickau gegeben. Aus diesem Grund steht der Energieversorger auch weiterhin unter der Beobachtung der Bundesnetzagentur.

Rechtsfragen zum EnBW-Deal noch offen

Unter dem Mantel der Geheimhaltung fanden schon im Dezember Verhandlungen zum Verkauf der EnBW-Anteile statt. Da das Kartellamt nun grünes Licht gegeben hat, kann der Verkauf für 4,7 Milliarden Euro abgeschlossen werden. Zwar befindet sich das Bundesland Baden-Württemberg nun im Besitz der Anteile, aber ausgestanden ist damit noch längst nicht alles. Die Opposition reichte beim Staatsgerichtshof eine Klage ein, da sie das Haushaltsrecht verletzt sieht. Eine Entscheidung steht noch aus.

Transport eher friedlich

Die Proteste rund um den Atommülltransport verliefen der Polizei zufolge überwiegend friedlich. Nur kurz vor dem Ziel, wenige Kilometer vor Lubmin, kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, bei denen auch Personen verletzt wurden. Der hochradioaktive Atommüll stammte aus der Betriebszeit der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe und war für den Transport verglast worden. Die 56 Tonnen Abfall werden nun in dem Zwischenlager Nord bei Lubmin eingelagert, welches von den bundeseigenen Energiewerken Nord betrieben wird.

EnBW-Deal erhitzt weiter die Gemüter

   8. Februar 2011

Mappus wird beschuldigt mehrere Institutionen über seine Pläne des Anteils-Kaufs bewusst im Dunkeln gelassen zu haben. Der Ministerpräsident rechtfertigt den Kauf jedoch als Schutz vor ausländischen Investoren. +++ Der Boom erneuerbarer Energien in Ostdeutschland bringt einen bitteren Beigeschmack mit sich: die Netze sind vor allem an windstarken Tagen völlig überlastet und dem Zusammenbruch nahe. +++ Die Solarförderkürzung wurde vom Bundeskabinett verabschiedet. Entsprechend der weiteren Entwicklung beim Zubau, wird die Einspeisevergütung zum 1. Juli gekürzt.

Platzt EnBW-Deal nachträglich?

Das Vorgehen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) beim Kauf der EnBW-Anteile sorgt weiterhin für Furore. Er soll den Deal eigenmächtig, ohne Zustimmung des Finanzministers und ohne Vorlage eines Gutachtens besiegelt haben. Sollten sich diese schweren Vorwürfe bestätigen, dürfte der Deal platzen. Denn laut Gesetzgebung muss eine Zustimmung des Finanzministers vor Unterzeichnung der Papiere vorliegen. Andernfalls kann das Geschäft nachträglich für unwirksam erklärt werden.

Zusammenbruch Ostdeutscher Stromnetze?

Die Netze in Ostdeutschland und vor allem in Sachsen-Anhalt sind deutlich überlastet. Eine Runderneuerung und Erweiterung sei daher zwingend erforderlich. Zu diesem Zweck sollen 425 Millionen Euro investiert werden. Können die Arbeiten aus Mangel an Investitionen nicht abgeschlossen werden, müsste die Einspeisung von Windenergie verringert werden.

Ökostrom-Kürzung nun amtlich

Das Bundeskabinett verabschiedete am 02. Februar die bereits angekündigte Kürzung der Ökostrom-Förderung. Die konkreten Kürzungen zum 1.Juli stehen in Abhängigkeit zum weiteren Zubau in der ersten Jahreshälfte. Generell werden die Fördersätze für die Solarstrom-Einspeisung um 3 bis 15 Prozent gekürzt. Sollte der Boom dadurch nicht eingegrenzt werden können, sind weitere Kürzungen bis 2012 möglich.

EU verfiehlt Ziele, eine grüne Berlinale und viel Streit

   1. Februar 2011

Ein Rückblick der vergangenen Woche

EU: Ökoziele verfehlt

Kurz vorm Sondergipfel hat es außer Deutschland, Ungarn und Schweden kein Land der EU-Mitgliedsstaaten geschafft, die eigenen Ziele in Bezug auf erneuerbare Energien einzuhalten, weder in der Strom- noch in der Automobilbranche. EU- Energie-Kommissar Oettinger spricht nun von doppelt so hohen Investitionen und einer Harmonisierung der Förderinstrumente. Doch dies stößt selbst in der Bundesregierung auf heftige Kritik.

Berlinale: grüne Filmfestspiele

Mit einem Dreijahresvertrag sicherte sich die Entega das Geschäft mit den Veranstaltern der Berlinale. Der südhessische Ökostromversorger versorgt die Filmfestspiele vom 10. bis zum 20. Februar mit grüner Energie und möchte außerdem dabei helfen, das Festival ökonomisch zu gestalten. Außerdem wirbt die Entega mit riesigen weißen Buchstaben, die den Schriftzug „HOLY WOOD“, also „heiliger Wald“ offenbaren. Nacht sollen diese mit Waldmotiven angestrahlt werden.

Streit in der CDU

Obwohl in der gleichen Partei, haben EU-Umweltminister Günther Oettinger und Umweltminister Norbert Röttgen weiterhin Differenzen. Röttgen wirft der Regierung dabei fehlendes Verantwortungsgefühl vor, während Oettinger auf eine Europäisierung der Fördersysteme drängt. Beides wird von der Regierung weggeschoben und kategorisch abgelehnt.

Eine wichtige Woche für die SRU

   27. Januar 2011

Die SRU, das sind die Sachverständigen für Umweltfragen, haben in dieser Woche viele Denkanstöße gegeben. Erst gestern übergab Norbert Röttgen deren Sondergutachten „Wege zur 100-prozentigen erneuerbaren Stromversorgung“ in Berlin am, in der sie SRU eindringlich zum Umdenken in der deutschen wie Europäischen Umweltpolitik rät. Und nun hält die SRU Norbert Röttgens Kürzungen der Solarsubventionen auch noch für unzureichend. Diese sollen lieber mit 100 Megawatt pro Jahr gedeckelt werden, da sich die Kosten dann im Rahmen halten würden und der Zubau steuerbar werden würde.

Solarstrom ist ökologisch wertvoll

Die Solarbranche konnte bislang 340.000 neue Jobs schaffen und hat einen 10 Prozentigen Anteil an der deutschen Ökoenergie. Obwohl so viele Änderungen anstehen, soll das Erneuerbare-Energien-Gesetz weiter erhalten bleiben. Die Änderungen dürften auch nur sehr behutsam durchgeführt werden, erklärten Geschäftsführer und Vorsitzender des Sachverständigenrats. Trotzdem sei eine Reform hinsichtlich der Kosten, speziell bei der Solarförderung, dringend erforderlich.




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