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EgON berichtet Stromews von Stromanbieter und alles Sonstiges über Strom

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Strom

Strompreise steuern starken Aufwärtstrend an

   Dienstag, den 15. Mai 2012

Das Karlsruher Institut für Technologie (KTI) hat in einem kürzlich veröffentlichten Gutachten veröffentlicht, dass die Strompreise ausgehend vom aktuellen Trend bis zum Jahr 2025 um bis zu 70 Prozent steigen sollen. Diese voraussichtliche Steigerung der Stromkosten betrifft vor allem Großkunden. Privatkunden müssen mit weiteren Erhöhungen rechnen, da sie kaum eine Verhandlungsbasis für Rabatte haben. Als Gründe für die Kostenexplosionen sieht das Gutachten den Ausstieg aus der Atomenergie, die Energiewende an sich sowie die damit einhergehenden Maßnahmen. Beispielsweise muss das deutsche Stromnetz erweitert und für den steigenden Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien vorbereitet werden.

Ökostrom – Anteil an Energiemix steigt

Die deutsche Energiewende schreitet voran. Dies wird besonders deutlich an dem wachsenden Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. So wurden in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres 30 Prozent mehr Strom aus Wind- und Sonnenkraft gewonnen und in das deutsche Stromnetz eingespeist. Schwankungen bezüglich der Stromausbeute bestanden zwar zwischen den Monaten, dennoch ist im Allgemeinen eine Zunahme der Ökostromerzeugung zu verzeichnen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilt.

Strompreiserhöhung beim Versorger E.on Hanse

Der wachsende Wettbewerb, der Ausbau des deutschen Stromnetzes und der steigende Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien am deutschen Strommix sorgen dafür, dass die E.on Hanse zum ersten Juni dieses Jahres die Strompreise für Privatkunden erhöhen wird. Haushalte mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden müssen mit Mehrkosten in Höhe von knapp 55 Euro im Jahr rechnen.

Strom für Verbraucher: Zwischen Hilfe und Zwang

   Dienstag, den 24. April 2012

Der TÜV SÜD hat in der vergangenen Woche seine Kriterien für die Ökostrom-Zertifikate verschärft, denn die Verbraucher sollen sich noch besser orientieren können. In Sachen Atomstrom scheint auf Bürgerrechte allerdings weniger Wert gelegt zu werden, wie ein Rechtsgutachten der Umweltschutzorganisation bezüglich Atommüllendlager belegt. Bezüglich der EEG Umlage haben die Bürger ohnehin keine Entscheidungsfreiheit.

Überarbeitete TÜV-Zertifikate

Der TÜV führte neue Kriterien für die Zertifikate EE01 und EE02 ein. EE01 sichert den Fakt, dass 30 Prozent der Erzeugungsanlagen zum Zeitpunkt der erstmaligen Zertifikatserstellung nicht älter als 26 Monate sein dürfen (vorher waren es 25 Prozent).

EE02 garantiert zudem die Gleichzeitigkeit zwischen Erzeugung und Verbrauch des Ökostroms. Die Prüfzeichen des internationalen Dienstleisters sind die bekanntesten Ökostrom-Nachweise Deutschlands.

Bürger hinterm Licht

Einem Greenpeace-Bericht zufolge planen Bund und Länder ein verfassungswidriges Gesetz zur Standortsuche für ein Atomendlager, was das Rechtsgutachten der Umweltschutzorganisation bestätigt. Laut bisherigem Gesetzesentwurf sollen wesentliche Planungsentscheidungen jeweils in eigenen Bundesgesetzen festgelegt werden. Doch das widerspricht dem im Grundgesetz verankerten Grundsatz der Gewaltenteilung. Außerdem schließt es die Klagemöglichkeiten betroffener Bürger an potentiellen Endlagerstandorten nahezu aus.

Noch weniger Entscheidungen können die Bürger bei der Finanzierung der Energiewende treffen. Wie nun eine Studie des INSM über eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) herausfand, macht der Anteil der EEG-Umlage bei Geringverdienern 1 Prozent des zur Verfügung stehenden Geldes aus, während besser verdienende Haushalte nur mit einem Anteil von 0,1 Prozent zu leben haben.

Energie-Engagement regionaler Versorger im Vergleich

   Dienstag, den 10. April 2012

Am vergangenen Mittwoch rief die Deutsche Umwelthilfe (DUH) alle deutschen Stadt- und Gemeindewerke zur Präsentation ihres Engagements für die Energiewende auf. Bis zum 30. Juni 2012 werde Bewerbungen bezüglich der bundesweiten Ausschreibung angenommen und im Herbst wird ein Gewinner gekürt und ausgezeichnet. Der Titel „Vorreiter der Energiewende – Stadtwerke und erneuerbare Energien“ spricht alle kommunalen Energieversorger an, die die Energiewende mit besonderem Engagement unterstützen.

Energiewende in Bürgerhand

Alle deutschen Stadt- und Gemeindewerke sowie Regionalversorger, bei denen eine oder mehrere Kommunen mit mindestens 25 Prozent beteiligt sind, werden von der Deutschen Umwelthilfe aufgerufen, sich zu beweisen.

Denn laut DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch können Stadtwerke „zentrale Bausteine der Energiewende, eine regenerative Energieerzeugung, die Steigerung der Energieeffizienz, den Netzumbau und die Schaffung von Speichermöglichkeiten unter einem Dach voranbringen.

Außerdem könnten Kommunale Unternehmen „auch dazu beitragen, die Transformation unseres Energiesystems stärker als bisher zu einer Sache der Bürgerinnen und Bürger zu machen.“

Vorbildliches Engagement in die Öffentlichkeit bringen

Kommunale Energieversorger sorgen schon heute für einen Anteil von 10 Prozent der deutschen Stromerzeugung. Dieser Anteil soll laut Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) bis 2020 verdoppelt werden. Deshalb können bereits heute Investitionen vieler Stadt- und Gemeindewerke in regenerative Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Bioenergie beobachtet werden. Diese konzentrieren sich immer mehr auf Energieeffizienz.

Außerdem erschließen sie als bürgernahe und regionale verankerte Unternehmen lokale Potenziale für erneuerbare Energien und gewinnen somit Schritt für Schritt an Bedeutung für das Gelingen der deutschen Energiewende. Gleiches ist beim Klimaschutz der Fall.

„Wir freuen uns auch einen spannenden Wettbewerb und erwarten viele interessante Ansätze, mit denen die Stadtwerke die Energiewende in unserem Land voranbringen und immer stärker in der Gesellschaft verankern“, motiviert Geschäftsführer der First Solar GmbH, Christopher Burghardt. „Vorbildliches Engagement verdient es, einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht zu werden.“

Energieeffizienz: EU führt Kategorie A+++ ein

   Dienstag, den 3. April 2012

Im Jahr 2011 haben die Deutschen, nach Angaben des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie, fünf Milliarden Euro für neue Haushaltsgroßgeräte, die sogenannte „Weiße Ware“, ausgegeben. Für den Markt bedeutet dieses Ergebnis einen Boom und Hersteller sind kontinuierlich an der Arbeit zur Verbesserung der Technologien, wobei die Energieeffizienz im Focus steht. Das EU-weit geltende Energielabel, was bisher von A (sehr effizient) bis G (kaum effizient) abgestuft wurde, benötigt deshalb nun neue Staffelungen, wie der TÜV Rheinland heute berichtet.

Die neue „A-Dreifach-Plus-Kennzeichnung“

In Zukunft werden auf den neu hergestellten Elektrogeräten nicht mehr die Einstufungen der Energieeffizienzklassen von A bis G zu finden sein, denn diese werden künftig durch die Stufen C, B, A, A+, A++ und A+++ ersetzt. Das neue Label dient zur Information der Verbraucher, zum Beispiel bei Waschmaschinen über Strom- und Wasserverbrauch sowie Wirkungsgrad beim Schleudern.

„Wer sich für ein Modell mit A-Dreifach-Plus-Kennzeichnung entscheidet, kann sicher sein, dass er eines der derzeit energieeffizientesten Haushaltsgeräte gekauft hat“, verspricht Christine Gluth, die Verantwortliche für die Prüfung von Waschmaschinen beim TÜV Rheinland.

Auch A+ Geräte können Stromfresser sein

Die neue Kennzeichnung ist bereits seit Dezember 2011 für Waschmaschinen und Kühlschränke zur Pflicht geworden und wird im Laufe des Jahres auch für andere Elektrogeräte geltend gemacht. Höhere Anschaffungskosten sind hier wohl der einzige Nachteil, doch der Fortschritt hat mitunter seinen Preis, wie der TÜV schreibt.

Wenn das Gerät häufig zum Einsatz kommt, lohnt sich die Investition in die neue Technologie aber ohne Frage. Allerdings werden die hergestellten Geräte auch immer größer. Deshalb rät die Expertin: „Um zu vermeiden, dass man sich überdimensionale Stromfresser ins Haus holt, sollte man sich vor dem Kauf etwas Zeit nehmen, um den eigenen Bedarf zu analysieren.“

Energiewende: Gefahr durch Gipfel abwenden

   Dienstag, den 27. März 2012

Ein volles Jahr ist der Beginn der Energiewende nun her, doch als geglückt kann man sie nicht bezeichnen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat inzwischen eine Novelle hinter sich, die von allen Seiten verbessert werden will. Einige Politiker werden inzwischen als „umweltschädlich“ bezeichnet und das Thema war bei Maybrit Illner. Nun fordert die SPD einen Energiegipfel um einen Masterplan für das Gemeinschaftsprojekt zu schaffen.

Gesetzesänderung gefährdet Energiewende

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) sieht in den jüngsten Vorschlägen der Bundesregierung zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes einen fundamentalen Angriff auf die Grundlagen des EEG.

Die Solarbranche sieht ihrem Abgrund entgegen und die Biogasbranche wird von ökologischem wirtschaften abgehalten. Derweil befinden sich tausende Arbeitsplätze in Gefahr und Verbraucher zahlen immer höhere Kosten.

Öffentlichkeit vom Gemeinschaftsprojekt betroffen

Weil die Energiewende immer mehr an Brisanz gewinnt, wurde sie nun auch im ZDF bei Maybrit Illner diskutiert. Angeblich sind die steigenden Stromkosten nicht von der Energiewende abhängig. Und die Sorgen um Atomkraft und Kostendeckung bei Atomausstieg dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, wenn das Ziel der Energiewende erreicht werden soll. Denn dies ist ein Gemeinschaftsprojekt.

Um für dieses Gemeinschaftsprojekt nun einen Masterplan zu schaffen, fordert die SPD Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, einen nationalen Energiegipfel einzuberufen. „Bundesregierung, Länder, Energiewirtschaft und auch die Opposition müssen schnell an einen Tisch“, so SPD-Bundestagsfraktionsvize Hubertus Heil. Das Projekt könne nur unter Beteiligung aller Kräfte gelingen.

Strompreise überhöht: ENTEGA weist Vorwürfe zurück

   Dienstag, den 20. März 2012

Das Bundeskartellamt erließ eine Verfügung gegen die ENTEGA Privatkunden GmbH & Co. KG, da diese in den Jahren 2007 bis 2009 erhöhte Strompreise für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen in Südhessen verlangt haben soll. In einer heutigen Pressemitteilung hat das Unternehmen diese Beschuldigung zurückgewiesen und kündigte an, Beschwerde beim OLG Düsseldorf einzulegen.

Preise nach wie vor angemessen

Der Energieversorger geht inzwischen davon aus, dass sich der Streit um dieses Thema in die Länge ziehen wird. ENTEGA Geschäftsführerin Cordelia Müller verteidigt ihr Unternehmen: „Unsere Preise waren und sind angemessen.“

„Beim Bezug unseres Stroms achten wir immer auf optimale Einkaufs- und Vertragsbedingungen und noch effizientere Prozesse, um die Preise so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten. In dieser Vorgehensweise können wir keine überhöhte Preisgestaltung erkennen und werden dies daher gerichtlich klären lassen“, so Müller.

Vorherige Verfahren eingestellt

Das Bundeskartellamt leitete bereits im Jahr 2009 gegen weitere 24 Stromanbieter Verfahren für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen ein. Dadurch wurde die Preisgestaltung untersucht und die Umsetzung von marktöffnenden Maßnahmen, wie der Veröffentlichung der Preise auf der Internetseite, gefordert.

Weil der Missbrauchsvorwurf nicht bestätigt werden konnte und die Anbieter Verpflichtungszusagen hinterließen wurden die Verfahren bisher eingestellt. Auch die Monopolkommission übte im jüngsten Sondergutachten Kritik am Bundeskartellamt.

Strom – Proteste gegen Kürzung Solarförderung

   Mittwoch, den 7. März 2012

Am Montag fand in Berlin eine Großkundgebung gegen die weitere Kürzung der Solarförderung sowie die Beschränkung des Ausbaus der Solaranlagen statt. Dazu hatte der Bundesverband Solarwirtschaft e. V: gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der IG Metall, der IG Bergbau Chemie Energie sowie der Deutschen Umwelthilfe aufgerufen. Das Ziel der Kundgebung war es, den Widerstand der Solarbranche gegen die Pläne der Regierung zu verdeutlichen und diese zum Umdenken zu bewegen. Die Solarbranche befürchtet durch die Einschränkungen einen Markteinbruch um bis zu 75 Prozent und einen daraus resultierenden Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen.

Energiepreise sollen trotz Energiewende fair bleiben

Peter Altmaier sieht eine der großen aktuellen Aufgaben der Bundesregierung darin, die Energiepreise trotz der geplanten Energiewende auf einem fairen Niveau zu halten. Der Ausstieg aus der Kernenergie und die Einhaltung des Zeitplans zur Umsetzung der einzelnen Schritte für die Energiewende seien wichtige Aufgaben. Zudem plädiert Altmaier dafür, Energie aus den erneuerbaren Energien zu bezahlbaren Preisen an die Verbraucher zu verkaufen. Denn zum einen müssen die Energiepreise seiner Ansicht nach bezahlbar bleiben und zum anderen ist Zuspruch aus der Bevölkerung notwendig, um die Energiewende vollziehen zu können.

Insolvenz des Stromanbieter EnerGen Süd

Der Energieversorger EnerGen Süd ist insolvent. In dieser Woche wurde bekannt, dass ein Insolvenzverfahren gegen den Anbieter eröffnet wurde. Für die Strom- und Gaskunden ändert sich jedoch kaum etwas, sie werden auch weiterhin mit Energie versorgt. Dafür sorgen die jeweiligen Grundversorger. Diese übernehmen die Belieferung der von der Insolvenz betroffenen Kunden und stellen somit die durchgehende Energieversorgung, die gesetzlich verankert ist, sicher. Die Verbraucher müssen allerdings dann nicht in den Grundversorgungsverträgen bleiben, sondern haben eine Frist von drei Monaten, um sich einen neuen Strom- bzw. Gasanbieter zu suchen und zu diesem zu wechseln.

Strompreise: Unternehmen rechnen mit steigenden Preisen

   Dienstag, den 28. Februar 2012

Laut einer Pressemitteilung rechnen deutsche Unternehmen des produzierenden Gewerbes in naher Zukunft mit steigenden Strompreisen. Dies ergab eine Umfrage der Initiative Energieeffizienz, die im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena), durchgeführt wurde. 86 Prozent der befragten 250 Unternehmen gehen davon aus, dass die Preise steigen werden. 24 Prozent gaben an, mit stark steigenden Strompreisen in den nächsten zwei Jahren zu rechnen. Bereits im Jahr 2009 fand eine ähnliche Untersuchung statt. Zu diesem Zeitpunkt gaben 76 Prozent der befragten Unternehmen an, mit Strompreiserhöhungen zu rechnen. Knapp 37 Prozent der Unternehmen haben die Notwendigkeit, die Energiekosten nachhaltig zu senken bereits erkannt und investieren in Energieeffizienz.

Investitionssicherheit beim Stromnetzausbau

Die Bundesnetzagentur und die deutschen Netzbetreiber haben sich laut einer Pressemitteilung darauf geeinigt, bisherige Entscheidungen des Oberlandesgerichts Düsseldorf in Bezug auf Investitionsbudgets nicht mehr vor dem Bundesgerichtshof anzufechten. 2011 musste das OLG einige Fragen dazu klären. Die Entscheidungen, die bezüglich der Investitionsbudgets getroffen wurden, sollen zukünftig die Grundlage für die weitere Genehmigungspraxis der Investitionsanträge und außergerichtliche Einigungen dienen. Wie Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, deutlich machte, werde durch diese Vorgehensweise Investitionssicherheit für alle Seiten geschaffen.

Strompreis Erhöhungen gehen nicht zurück

Die Zahl der Stromanbieter, die Preissteigerungen angerkündigt haben, steigt weiter. Insgesamt 183 Versorger wollen Anfang März und Anfang April die bestehenden Stromkosten um durchschnittlich 3,5 Prozent anheben. In der Spitze sollen die Strompreise um bis zu zehn Prozent steigen. Insgesamt sind mehr als eine Million Stromkunden von den Erhöhungen in den rund 1.056 Tarifen betroffen. Allein 126 Grundversorger haben Erhöhungen angekündigt und die Anzahl könnte weiter ansteigen.

Deutliche Strompreiserhöhungen im Frühjahr 2012

   Mittwoch, den 22. Februar 2012

Insgesamt haben rund 183 Stromversorger Preiserhöhungen im März und April angekündigt. In der Spitze steigen die Preise um bis zu 10 Prozent. Von den zahlreichen Strompreiserhöhungen sind in der Summe ungefähr eine Million deutsche Haushalte betroffen. Die Verbraucher müssen mit einer durchschnittlichen Preisanhebung von knapp drei Prozent rechnen. Für einen Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden bedeutet das eine durchschnittliche Mehrbelastung um 41 Euro im Jahr.

Beschäftigungszuwachs in Energiebranche steigend

Das Statistische Bundesamt Deutschland hat anhand des Monatsberichts der Energie- und Wasserversorgung herausgefunden, dass in der Branche ein Beschäftigungszuwachs von 0,4 Prozent zu verzeichnen ist. Vor allem in der Gasbranche nahm die Zahl der Beschäftigen zu. Dort wurde ein Plus von 5,8 Prozent verzeichnet. In der Strombranche lag das Plus bei 0,3 Prozent. Rückläufig ist der Prozentsatz in der Wasserwirtschaft. In der Stromversorgung waren 75 Prozent aller verzeichneten Beschäftigten der Energie- und Wasserversorgung angestellt.

Stromanbieterwechsel auf drei Wochen verkürzt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gab kürzlich bekannt, dass sich die Wechseldauer vom Grundversorger zu einem alternativen Grundversorger auf insgesamt drei Wochen verkürzen wird. Das Kabinett hat bereits darüber entschieden, der Bundesrat muss jedoch noch zustimmen. Zudem wird die Kündigungsfrist auf zwei Woche begrenzt. Die Beschränkung der Kündigung auf das Monatsende wird ebenfalls aufgehoben. Die Stromversorgungsunternehmen müssen zukünftig auch einen Hinweis auf die Beschwerdemöglichkeit sowie auf die Schlichtungsstelle Energie einbinden. Seit November 2011 können sich die Verbraucher bei Problemen mit dem Versorger an die Schlichtungsstelle Energie wenden.

Stromkosten durch Anbieterwechsel reduzieren

   Dienstag, den 14. Februar 2012

Durch einen Stromanbieterwechsel konnten deutsche Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 213 Euro einsparen. Die Ersparnis entstand nicht ausschließlich durch den Neukundenbonus. Denn auch Kunden, die bei einem Anbieterwechsel Neukundenboni ausschlossen, sparten im Durchschnitt rund 114 Euro.

Im Ländervergleich waren die Stromkunden in Rheinland-Pfalz die Gewinner, dort lagen die Einsparungen bei durchschnittlich 253 Euro. Die geringsten Einsparungen durch einen Anbieterwechsel waren in Berlin und Hamburg mit durchschnittlich 145 Euro möglich. Single-Haushalte sollten auch bei einem geringen Verbrauch einen Wechsel in Erwägung ziehen. Denn im vergangenen Jahr konnten Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von 2.000 Kilowattstunden im Durchschnitt 165 Euro einsparen.

Oettinger will Netzausbau weiter voranbringen

Günther Oettinger, der EU-Energiekommissar, plädiert für einen weitergehenden Ausbau der Energienetze innerhalb Europas. Allerdings solle der Ausbau unabhängig von den politischen Grenzen verfolgt werden. Oettinger will bis zum Jahr 2014 einen innereuropäischen Energiemarkt durchsetzen, der sich paneuropäisch präsentiert. Das bedeutet, dass wichtige Quellenländer wie Russland und Transitländer wie die Türkei Bestandteile des Energie-Europas werden, wie es sich Oettinger vorstellt. Das Investitionsvolumen für das Energie-Europa liegt seiner Meinung nach bei ungefähr 210 Milliarden Euro innerhalb der nächsten 15 Jahre.

Stromversorgung in Deutschland sicher

Von einer gesicherten Stromversorgung in Deutschland spricht der Bundesverband Erneuerbarer Energien BEE. Dafür sorgt die Einspeisung von Strom aus regenerativen Energiequellen. Zudem sorgt die vermehrte Herstellung und Einspeisung von Ökostrom dafür, dass die Börsenstrompreise weiter fallen. Zu diesem Ergebnis kommt der BEE infolge einer Auswertung der Börsenstrompreise der vergangenen Monate.

Im vergangenen Dezember sanken die Strompreise an der Strombörse im Vergleich zu den Vormonaten um bis zu 15 Euro je Megawattstunde und erreichten ein Maximalniveau von 50 Euro je Megawattstunde. Vor allem Strom aus Wind- und Solarkraft sorgt für den Preisabfall. Des Weiteren wird die Stromversorgung Deutschlands gesichert, denn durch die Einspeisung der zusätzlichen Energie aus den erneuerbaren Energiequellen ist Deutschland nicht auf Stromimporte angewiesen und hat die Möglichkeit, seinerseits als Stromexporteur, beispielsweise für Frankreich, tätig zu werden.

Windstrom: Bau von Offshore-Windparks wird einfacher

   Donnerstag, den 2. Februar 2012

Das Inkrafttreten der neuen Seeanlagenverordnung vom 30. Januar diesen Jahres soll das Genehmigungsverfahren für den Bau von Windkraftanlagen auf dem Meer vereinfachen und beschleunigen: Demzufolge werden die Anträge von verschiedenen Investoren für ein und dasselbe Offshore-Gebiet nicht mehr, wie bisher, parallel bearbeitet, sondern chronologisch nach ihrem Eingang. Das neue Verfahren sei ein wichtiger Baustein für den schnelleren Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland, so IWR-Direkter Dr. Norbert Allnoch.

Vorsicht bei der Wahl des Ökostrom-Anbieters

Stiftung Warentest hat ermittelt, dass nicht alle Ökostromanbieter der Umwelt etwas Gutes tun. Um das zu ändern, müssten günstigere Preise für Ökostrom den konventionellen Strom vom Markt verdrängen. Mit gutem Beispiel voran gehen die unabhängigen Anbieter EWS Schönau, Lichtblick und Naturstrom. Sie engagieren sich, laut Stiftung Wartentest, ökologisch sehr stark und haben gute Vertragsbedingungen. Diese Anbieter unterstützen den Vormarsch von Ökostrom, da ihre Einnahmen nicht an Unternehmen gehen, die Atom- und Kohlestrom verkaufen. Wer seinen Tarif noch nie gewechselt hat, zahlt mit der Grundversorgung, dem teuersten Tarif, mitunter sogar mehr als für Ökostrom.

Nur jeder Dritte Deutsche kennt seinen Stromverbrauch

Nur 35% der Deutschen kennen ihren jährlichen Stromverbrauch. 2000 Bürgerinnen und Bürger wurden, im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), befragt. Dabei lohnt es sich im Interesse Aller beim Stromverbrauch genau hinzusehen, denn „ jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss gar nicht erst hergestellt werden”, so der Vorsitzende der dena Geschäftsführung. Mit umfassenden Informationsmaterial will die Initiative jetzt Aufklärungsarbeit und somit ein Umdenken leisten. Auf ihrer Interseite kann man sich rund um das Thema Energie sparen informieren: Vom Online-Rechner, über Informationsbroschüren bis hin zu Tipps für den Kauf von sparsamen Elektrogeräten.

Quellen:
Pressemitteilung von Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR), Münster, veröffentlicht am 30.01.2012
http://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Oekostrom-Nur-zwei-von-drei-Tarifen-nuetzen-der-Umwelt-4326740-4326742/
http://www.presseportal.de/pm/43338/2187770/dena-umfrage-nur-jeder-dritte-kennt-seine-genauen-stromkosten-initiative-energieeffizienz-zeigt/rss

Strompreiserhöhungen: Bis zu 100 Euro mehr

   Dienstag, den 24. Januar 2012

104 Anbieter erhöhen ihre Preise zwischen Februar und März um durchschnittlich 42 Euro (3,4 Prozent). Etwa sieben Millionen Haushalte müssen nun mit bis zu 100 Euro jährlicher Mehrbelastung rechnen (bei einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh). Am weitreichendsten ist die Preiserhöhung um 3,2 Prozent bei der EWE AG, die der fünftgrößte Stromgrundversorger ist. Auch Mainova aus dem Großraum Frankfurt steigert die Preise, allerdings gleich um 8,3 Prozent.

Flexstrom erwirkt einstweilige Verfügung gegen Verivox

Heidelberg. Der Stromversorger Flexstrom hat beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen Verivox erwirkt, ohne Verivox über ihren Antrag zu informieren. Sie richtet sich gegen vermeintlich falsche Aussagen über die Anzahl der Kundenbeschwerden im Zusammenhang mit nicht ausgezahlten Neukundenboni, die laut Verivox bei über 3000 liegt. Die seit 2010 steigende Anzahl der Kundenbeschwerden ist der Ausgangspunkt des Streites zwischen Verivox und Flexstrom, der wohl von der neu geschaffenen Schiedsstelle für Energie bearbeitet werden muss. Verivox hatte nach der Weigerung von Flexstrom, einigen seiner Kunden den Neukundenbonus auszuzahlen, diesen Neukundenbonus in seinem Tarifrechner aus den Gesamtkosten für das erste Jahr herausgerechnet, wodurch Flexstrom auf Kunden weniger attraktiv wirkte.

Französischer Strom für Deutschland

PARIS, 19. Januar (AFP). Die französische Energieindustrie ist klarer Gewinner des deutschen Atomausstiegs. Von dem europäischen Spitzenproduzenten für Atomstrom musste Deutschland aufgrund der Abschaltung von acht seiner eigenen Atomkraftwerke im vergangenen Jahr 10,8 Terawattstunden importieren, teilte der Stromnetzbetreiber RTE am Donnerstag in seiner Jahresbilanz mit. Dank des milden Winters blieb der in Deutschland befürchtete Energieengpass aus. In den letzten Jahren musste Frankreich, das drei Viertel seines Stroms in Atomkraftwerken erzeugt, in Spitzenzeiten im Winter Strom importieren, weil viele französische Haushalte und Betriebe Elektroheizungen nutzen.

http://www.themenportal.de/wirtschaft/strompreiserhoehungen-104-versorger-erhoehen-strompreise-im-februar-und-maerz-um-bis-zu-108-euro-46157
http://www.verivox.de/nachrichten/behauptungen-von-flexstrom-sind-unzutreffend-83281.aspx
Mitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 19.01.2012

Solarstrom – Branchenverband erstellt Kürzungsmodell

   Donnerstag, den 19. Januar 2012

Wie die Nachrichtenagentur AFP am 19. Januar veröffentlicht, wollen führende Vertreter des Bundesverbandes der Solarwirtschaft, ein Modell zur Kürzung der Solarförderung entwickeln. Entgegen der Forderung des Bundeswirtschaftsministers Philipp Rösler, die Solarförderung möglichst schnell deutlich zu kürzen, strebt der Bundesverband eine schrittweise Kürzung an. Die Kürzung sei notwendig, da zwar mehr als die Hälfte der Fördermittel, die mittels der EEG-Umlage eingenommen werden, in die Solarbranche jedoch lediglich drei Prozent des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms produziert.

Angst vor unseriösen Stromanbietern steigt

Die Angst der Verbraucher, bei einem Stromanbieterwechsel an einen unseriösen Versorger zu geraten, steigt weiter an. Die Unternehmensberatung Putz und Partner hat in einer Umfrage herausgefunden, dass das fehlende Vertrauen in den neuen Versorger bzw. die Angst vor betrügerischen Anbietern 34 Prozent der Befragten davon abhält, den Stromversorger zu wechseln. Für 12 Prozent ist der Aufwand zu groß. Das Image oder den Vertrauensfaktor halten mittlerweile 47 Prozent der Verbraucher für wichtig. Von nur noch 34 Prozent wird der zu hohe Strompreis für das entscheidende Wechselkriterium gehalten.

Strompreiserhöhung der EWE zum ersten März

Der Energieversorger EWE kündigt zum ersten März dieses Jahres steigende Strompreise an und begründet diese mit den gestiegenen Netznutzungsentgelten. Die Strompreise werden, ausgehend von einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 16. Januar, um 0,83 Cent je Kilowattstunde brutto steigen. Die drei-prozentige Preisanhebung bedeutet für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden monatliche Mehrkosten in Höhe von rund 2,40 Euro. Die Festpreisangebote sind von der Preisanhebung ausgenommen.

Mitteilung von AFP vom 19.01.2012
Umfrage der Unternehmensberatung Putz & Partner vom 17.01.2012
Pressemitteilung von AFP vom 16.01.2012

Strom – Zusammenschluss von E.on und RWE?

   Dienstag, den 10. Januar 2012

EU-Energiekommissar Günther Oettinger plädierte in dieser Woche für den Zusammenschluss der beiden deutschen Energiekonzerne RWE und E.on. Im internationalen Vergleich hätte die deutsche Energiewirtschaft nur dann die Gelegenheit, sich zu behaupten, wenn ein nationaler Player geschaffen würde, der mit den internationalen Energiegrößen wie Gazprom oder Chevron mithalten könne. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur vom 10. Januar hervor.

Rösler – Wird Solarstromförderung zukünftig gekürzt?

Der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will zukünftig die Solarförderungen kürzen. Um die Energiewende finanzieren zu können, müsse man sich eher auf die Kostentreiber konzentrieren. Als einen wichtigen Schritt bei diesem Vorhaben sieht Rösler die Kürzung der Solarförderung.

Im vergangenen Jahr konnte der Zubau an neuen Photovoltaikanlagen weiter vorangetrieben werden. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2010 wurden rund 100 Megawatt mehr Leistung durch Photovoltaikanlagen neu installiert. Knapp 7.000 Megawatt mehr Leistung aus diesen Anlagen wurde demnach in 2011 verzeichnet. Die Bundesnetzagentur gab diese Schätzungen bekannt.

Schutz vor Terroranschlägen für französische AKW

Am vergangenen Freitag wurde in einer Pressemitteilung der AFP bekannt gegeben, dass Frankreich seine Atomkraftwerke gegen mögliche Terroranschläge sichert. Bisher galten die Vorsichtsmaßnahmen vor allem möglichen Schäden durch Erdbeben. Die verschiedenen Strategien zur Umsetzung des neuen Schutzkonzeptes sehen vor, dass zusätzliche Polizisten die Atomkraftwerke sichern, dass Zäune verstärkt und erweitert werden und dass zusätzliche Überwachungs- und Alarmanlagen installiert werden sollen.

Bereits Anfang Dezember machten Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace mit einer Aktion darauf aufmerksam, dass die französischen Atomkraftwerke nur unzureichend gegen mögliche Terroranschläge geschützt seien.

Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 10.01.2012
Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 09.01.2012
Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 06.01.2012

Strom: Preiserhöhungen und starke Kritik

   Dienstag, den 27. Dezember 2011

Die Stromanbieter machen ihren Kunden immer größere Sorgen. Einige Stromanbieter kündigten in der vergangenen Woche gar an, ihre Preise zu verdoppeln. Kritik der Bundesnetzagentur ließ nicht lange auf sich warten und alsbald wurde die Forderung nach einer entlastenden Gesetzesänderung laut. Außerdem wandte sich Verivox von seinem Partner Flexstrom ab, wie Medien berichten.

41 Euro Mehrzahlungen

In 2012 müssen 8,5 Millionen Haushalte mehr für ihren Strom zahlen, wie der „Süddeutschen Zeitung“ kurz vor Weihnachten zu entnehmen war. Die Preiserhöhungen reichen soweit, dass sich die Kosten bei einigen Anbietern sogar verdoppeln. Im Durchschnittshaushalt wird ein Drei-Personen-Haushalt jährlich 41 Euro mehr zahlen müssen.

Doch die Bundesnetzagentur kritisiert die Erhöhungen als viel zu hoch und forderte einen neuen Gesetzesentwurf der den Verbrauchern Milliarden ersparen soll. Auch ein Stromanbieterwechsel wird dringligst empfohlen. Wessen Kündigungsfrist bereits abgelaufen ist, kann auch auf das Sonderkündigungsrecht zurückgreifen.

Kritik auch an Flexstrom

Das Vergleichsportal Verivox hat sich von seinem bisherigen Partner Flexstrom abgewendet und den Billigstromanbieter aufgekündigt. Begründet wird dies mit unterschiedlichen Verbraucherschutzauffassungen. Die Tarife sind zwar noch im Verivox-Vergleichsrechner zu finden, doch der Wechsel ist nichtmehr direkt über das Portal möglich.

http://www.stromvergleich.de/

Strompreis – Strompreiserhoehungen als zu hoch deklariert

   Dienstag, den 20. Dezember 2011

Zum Jahreswechsel setzt ein Großteil der Stromanbieter den traurigen Trend fort, erneut die Strompreise teils stark anzuziehen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, zweifelt laut einem Bericht der Wirtschaftswoche jedoch an der Grundlage der Erhöhungen.

Ursprünglich wurden die teils starken Erhöhungen mit den ansteigenden Kosten für die Netzentgelte begründet, welche direkt auf den Verbraucher umgelegt werden sollten. Kurth weist darauf hin, dass durch die zeitnahe Verabschiedung eines Gesetzes durch den Bundestag, welches bei der Preisregulierung auch den Produktivitätsfortschritt der Netzbetreiber mit in die Berechnung der Entgelte einbeziehen soll, eine baldige Ersparnis schon jetzt abzusehen ist. Demnach werden durch das Gesetz dem Verbraucher Kosten in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro erspart, welche anderenfalls auf ihn hätten umgelegt werden könnten.

Kurth fand weiterhin deutliche Worte, als er anmahnte, wie hilflos Privatverbraucher den Preiserhöhungen gegenüber stehen. Demnach haben zwar Industrie- und Großkunden die Möglichkeit mit den Anbietern spezielle Verträge auszuhandeln, wodurch auch Preiserhöhungen nicht so stark ins Gewicht fallen würden, als das bei Privathaushalten der Fall ist. Der Präsident der Bundesnetzagentur weist zusätzlich daraufhin, dass der von der Regierung beeinflussbare Teil der Kosten, die Netzgebühr, zwar um 20 Prozent gesunken sind, die Posten für Energiebeschaffung und Vertrieb, sowie die Margen, um beinahe 80 Prozent angestiegen sind.

Quelle: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/strom-bundesnetzagentur-preiserhoehungen-sind-zu-hoch/5967338.html

Stromanbieterwechsel kann sich richtig lohnen

   Dienstag, den 13. Dezember 2011

Im Vergleich zum Jahr 2010 sind die Strompreise in Deutschland um durchschnittlich sieben Prozent gestiegen. Somit musste ein Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden durchschnittlich 62 Euro mehr im Jahr 2011 für Strom bezahlen. Doch ein Ende des Aufwärtstrends bei den Strompreisen ist nicht abzusehen, weshalb Verbraucherschützer vermehrt dazu raten, von den Wechselmöglichkeiten Gebrauch zu machen und wirklich den Stromversorger zu wechseln. Als besonders hilfreich bei der Suche nach einem günstigen Anbieter für Strom erweisen sich Stromanbietervergleiche. Perspek6tivisch sollten sich die Verbraucher diesen Schritt überlegen. Denn für den Januar des kommenden Jahres haben mehr als 100 Stromversorger weitere Preiserhöhungen angekündigt. Diese liegen bei durchschnittlich 3,6 Prozent. Die Spitze liegt jedoch nach den bisherigen Erkenntnissen bei plus 15 Prozent. Wer seinen Verbrauch nicht senken möchte oder kann, hat in solchen Fällen immer die Möglichkeit, den Versorger zu einem günstigeren zu wechseln. Die Verbraucher müssen die Chance nur nutzen.

Stromverbrauch steigt – Weihnachtsbeleuchtung als Stromfresser

Da Weihnachten kurz bevorsteht, haben viele Haushalte sowohl die Fenster als auch die Häuserfassaden und Vorgärten mit Lichterketten geschmückt. Doch die große Abrechnung der Stromkosten kommt erst noch. Der der Stromverbrauch der Lichterketten in der Weihnachtszeit ist riesig. Im Durchschnitt verbrauchen deutsche Haushalte in der Vorweihnachtszeit rund 500 Millionen Kilowattstunden Strom, was einem Ganzjahresstromverbrauch von rund 140.000 deutschen Haushalten entspricht. Wer seinen Stromverbrauch in der Weihnachtszeit reduzieren möchte, sollte deshalb auf LED zurückgreifen. Ein neun Meter langer Schlauch mit herkömmlichen Glühbirnen verbraucht 140 Watt, während ein Schlauch gleicher Länge mit LED lediglich 14 Watt verbraucht. Außerdem finde innerhalb weniger Jahre eine Amortisierung der Anschaffungskosten statt.

Stromversorger Pleite – TelDaFax-Kunden sollen weiter zahlen

Der Insolvenzverwalter des Billigstromanbieters TelDaFax fordert von den ehemaligen Kunden Geldbeträge in Höhe von rund 80 Millionen Euro. Dies betrifft vor allem die Stromkunden, die ab Januar dieses Jahres die Zahlungen eingestellt haben. TelDaFax verlangte von den Kunden stets Vorauskasse. Allerdings gehen die Zahlungsaufforderungen auch an die Kunden, die ihre Gas- und Stromrechnungen bereits durch die Vorauskasse beglichen haben. Teilweise sind Kunden betroffen, denen Erstattungen von Seiten des Versorgers zustehen. Die Verbraucherzentrale rät allen rund 250.000 betroffenen Kunden, nicht zu bezahlen, da es rechtlich angreifbar sei, Geld zu verlangen, wenn durch den Versorger Rückzahlungen ausstehen. Ob die Kunden zahlen müssen, ist Einzelfall abhängig. Haben Kunden Ansprüche auf Rückzahlungen, müssen diese an den Insolvenzverwalter gerichtet werden.

Verbraucher nutzen Stromanbieterwechsel zu selten

   Dienstag, den 6. Dezember 2011

Immer wieder raten Verbraucherzentralen dazu, nicht alle Strompreiserhöhungen hinzunehmen und sich stattdessen einen alternativen Stromanbieter zu suchen. Vor allem Kunden der Grundversorger können durch einen Wechsel viel Geld sparen. Matthias Kurth, Chef der Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass sich die Stromkunden, die nach wie vor beim Grundversorger sind, nicht wundern dürfen, dass die Strompreise jährlich angezogen werden, wenn sie nicht darauf reagieren. Zu viele Verbraucher würden die alljährlichen Strompreiserhöhungen hinnehmen, ohne einen Anbieterwechsel durchzuführen, bei dem sie zusätzlich sparen könnten. Kurth verweist auf das Jahr 2010, in dem lediglich knapp drei Millionen Haushalte in Deutschland den Stromversorger wechselten.

Stellenabbau bei Vattenfall?

Wie in der letzten Woche bekannt wurde, erwägt der Energiekonzern Vattenfall, Stellen in Hamburg und Berlin abzubauen. Von der geplanten Maßnahme, den Kundenservice zu verkaufen oder zusammenzulegen, wären rund 360 Mitarbeiter in Hamburg und insgesamt 1.000 Mitarbeiter betroffen. Nach Angaben des ‚Hamburger Abendblatts‘ wäre der Konzern der Variante, den Kundenservice in eine günstigere Region zu verlagern, ebenfalls nicht abgeneigt. Durch diese Maßnahme sollen die Kosten des Konzerns gesenkt werden.

Bundesnetzagentur benachteiligt Privatkunden

Die Bundesnetzagentur zieht, ausgehend von verschiedenen Medienberichten, in Erwägung, die energieintensiven Industrieunternehmen von der Zahlung der Netznutzungsentgelte zu befreien. Dadurch soll die Abwanderung der Unternehmen verhindert werden. Allerdings würden damit gravierende Einnahmeeinbußen einhergehen, die die Bundesnetzagentur mithilfe einer Sonderumlage ausgleichen will. Ob und inwieweit sich das auf die privaten Endkunden und kleinere Unternehmen auswirken könnte, ist bislang noch nicht abzusehen. Allerdings könnten diese durch steigende Kosten stärker belastet werden.






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