raumduft
Anzeige




EgON berichtet Stromews von Stromanbieter und alles Sonstiges über Strom

powered by Stromvergleich.de

Wählen Sie Ihren Verbrauch:
  kwh/Jahr
Anteil in der Nebenzeit:
Postleitzahl:
Laufzeit:
weitere Optionen:
Tarife mit Kaution berücksichtigen
Tarife mit Vorrauskasse anzeigen
Einmaligen Bonus berücksichtigen
Nur Ökostrom-Tarife
Nur Tarife mit Preisgarantie

Vergleichsanbieter:


August 2010

Stromversorgung: Konflikte befürchtet

   Freitag, den 6. August 2010

Die friedliche Co-Existenz von erneuerbaren Energien und Atom- bzw. Kohlekraftwerken hält Rainer Baake (Deutsche Umwelthilfe) für ein „interessegeleitetes Märchen.“ Denn es sei nicht möglich bei drohendem Stromüberschuss durch die erneuerbaren Energien die Atom- und Kohlekraftwerke einfach herunter zu regeln. Den einzigen Ausweg sieht er in einem konsequenten Atom- und Kohleausstieg. Um die natürlichen Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie auszugleichen schlägt er den Einsatz von Gaskraftwerken vor. Diese arbeiten sowohl flexibel als auch effizient.

Erneuerbare Energien und Atomkraft passen nicht zusammen

Weiterhin sagte Baake, „Wer einerseits den Eintritt in das regenerative Zeitalter propagiert und andererseits auf verlängerte Laufzeiten für Atomkraftwerke setzt, treibt diese Gesellschaft in einen neuen Fundamentalkonflikt“ und fügte hinzu, „Es geht bei der künftigen Stromversorgung nicht um ein Sowohl-als-Auch, sondern deutlich früher als die meisten Experten angenommen haben, um ein glasklares Entweder-Oder.“ Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke könnten nicht gemeinsam realisiert werden.

Nach Berechnungen des Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) seien die erneuerbaren Energien bereits 2020 in der Lage, an einigen Tagen den Strombedarf der Bundesrepublik zu decken. Carsten Pape (IWES) erklärte, „Gerade an Wochenenden könnte es sogar zu Stromüberschüssen nur durch erneuerbare Energien kommen.“

Gorleben: Erkundungen sollen weitergehen

   Donnerstag, den 5. August 2010

Die Erkundungen des geplanten Endlagers für Atommüll sind vor mehr als 10 Jahren eingestellt worden. Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) plant nun die Wiederaufnahme der Arbeiten noch in diesem Jahr. Derzeit ist ein Untersuchungsausschuss damit beschäftigt, die Unklarheiten bei der Standortwahl zu klären. Nach dem die Energiekonzerne bereits 1,3 Milliarden Euro in die Untersuchungen investiert haben, fordern sie den Bau des Endlagers Gorleben.

Atommanager Thomauske soll Prognose erstellen

Ursprünglich war Bruno Thomauske für das Bundesamt für Strahlenschutz tätig. Sein Wechsel zum Energiekonzern Vattenfall sorgte für rege Kritik. Dort war er Geschäftsführer im Atombereich. Vor drei Jahren brach unter seiner Führung ein Trafobrand aus. Daraufhin verlor er seinen Posten als Geschäftsführer. Laut Presse habe er aktuell einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen inne, welcher vom Energiekonzern RWE finanziert wird.

Der ehemalige Atommanager Thomauske soll nach Presseangaben an den Vorbereitungen für das Endlager Gorleben beteiligt sein. Er solle eine Eignungsprognose, die vom Bundesumweltministerium finanziert werde, erstellen.

AKW Biblis bleibt länger am Netz

   Mittwoch, den 4. August 2010

Ende Juni 2010 wurden Reststrommengen des stillgelegten Kernkraftwerkes Mühlheim-Kärlich auf das Atomkraftwerk Biblis Block B übertragen. Dies teilten sowohl der Betreiber RWE als auch das Bundesamt für Strahlenschutz am vergangenen Dienstag mit. Biblis B hätte ohne die Übertragung der Reststrommenge von 8.100 Gigawattstunden bereits im Januar 2011 stillgelegt werden müssen. Nun kann es etwa ein Jahr länger betrieben werden und insgesamt 13.989 Gigawattstunden Atomstrom erzeugen.

Übertragung gesetzlich geregelt

Die Übertragung von Reststrommengen bedarf keiner behördlichen Zustimmung, da sie bereits im Jahr 2002 im Atomgesetz verankert wurde. Dem Gesetz nach dürfen Reststrommengen auf ältere oder neuere Atomkraftwerke übertragen werden. Es besteht lediglich eine Meldepflicht beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Vor der Stilllegung des Kernkraftwerkes Mühlheim-Kärlich standen dem Kraftwerk noch 107.250 Gigawatt an zu erzeugendem Atomstrom zu. Diese wurden auf die Atomkraftwerke Biblis B, Brokdorf, Emsland, Gundremmingen B und C, Isar 2 und Neckarwestheim 2 verteilt. Auf das Atomkraftwerk Biblis A wurden im Mai dieses Jahres die Reststrommengen des stillgelegten Atomkraftwerkes Stade übertragen.

Deutsche verbrauchen wieder mehr Energie

   Dienstag, den 3. August 2010

Im ersten Halbjahr 2010 stieg der Verbrauch von Erdgas und Strom um mehr als 8% an, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Mitteilung. Als Ursache dafür wurde vor allem der lange und kalte Winter, als auch die Erholung der Weltwirtschaftslage genannt. Der Kilowattstunden Verbrauch belief sich demnach auf 274 Milliarden, was einen Anstieg um 4,6% zum Vorjahreshalbjahr bedeutet.

Erdgasverbrauch steigt drastisch an

Der Erdgasverbrauch von 522 Milliarden zog somit eine Steigerung von 14%, gemessen am ersten Halbjahr 2009, nach sich. Der hohe Erdgasverbrauch begründet sich laut dem BDEW vor allem durch den kalten Winter und dem damit verbundenen hohen Kraftwerkverbrauch. Auch die Industrie bewies gesteigerte Nachfrage an Strom und Gas. Der Industrieanteil am Verbrauch beträgt demnach nach aktuellen Messungen 40-45% je nach Branche. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begründet seine Messungen mit Absatzzahlen von über 1800 kommunalen und regionalen Energievertreibern.

Atomenergie: Verzicht bedeutet Gewinn

   Montag, den 2. August 2010

Im Jahr 2000 wurde der Atomausstieg beschlossen und die letzten Atomkraftwerke sollen dieser Vereinbarung nach etwa 2025 vom Netz genommen werden. Doch seit einiger Zeit debattieren die Politiker über eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, um diese als Brückentechnologie zu nutzen, bis die erneuerbaren Energien den Energiebedarf Deutschlands zuverlässig decken können. Streitpunkt ist nun die genaue Anzahl der Jahre, die die Atomkraftwerke weiter laufen sollen. Es sind Zeitspannen zwischen 4 bis 28 Jahre im Gespräch. Doch auch die Frage, ob die Verlängerung für alle Atomkraftwerke gelten soll, ist noch nicht geklärt.

Vierfacher Gewinn für die Zukunft

Um der Atomenergie ein schnelles Ende zu machen, wird der Ausbau der erneuerbaren Energie vorangetrieben und gefördert. Die Rolle der Windenergie ist dabei von zentraler Bedeutung, denn sie soll zukünftig etwa 50 Prozent des Gesamtstrombedarfs decken. Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen sieht in der Atomenergie „nicht die Zukunftsoption“ und hält weiter am Atomausstieg fest. Auch die Mehrheit in den Reihen der Politik steht hinter ihm. Er sagte über seine Widersacher „Es ist noch nicht jedem klar, dass wir mit dem Umbau der Energieversorgung langfristig vierfach gewinnen“.

Er ist überzeugt, dass der Verzicht auf Atomenergie einen vierfachen Gewinn bedeutet und belegt dies auch mit Fakten. Unbestritten ist der Gewinn an Sicherheit, wenn die Atomkraftwerke stillgelegt werden. Durch deren Betrieb besteht immer die Gefahr eines Gaus wie in den 80iger Jahren in Tschernobyl. Weiterhin wird ein neuer Industriezweig ausgebaut, der wiederrum Arbeitsplätze schafft. Auch die Unabhängigkeit von Energieimporten würde steigen, wenn Deutschland zum Energie-Selbstversorger werden würde. Nicht zu vernachlässigen sind auch die positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz und somit die Erreichung der von der EU vorgegebenen Klimaschutzziele.

Energiekonzept sorgt für Widerstand

   Sonntag, den 1. August 2010

Nach der Sommerpause soll das Energiekonzept der Bundesregierung vorgestellt werden. Der Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat vorrangig an diesem Konzept gearbeitet und bereits jetzt muss er sich harte Kritik gefallen lassen. Er hatte am vergangenen Donnerstag einige seiner Kollegen über den bisherigen Stand in Kenntnis gesetzt. Noch immer wird über die Laufzeitverlängerung für die 17 deutschen Atomkraftwerke diskutiert. Das Konzept soll Aufschluss über den künftigen Bedarf der einzelnen Energieträger geben, um den Energiebedarf Deutschlands innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu decken.

Harte Kritik für Röttgen

Margit Conrad (Umweltministerin, Rheinland-Pfalz) kritisierte den starken Bezug zur Atomkraft. Sie sagte, „Das ganze Konzept ist offensichtlich um den politischen Willen herumgestrickt, die Atomkraft länger laufen zu lassen. Das Vergleichsszenario für eine Energieversorgung ohne Atomkraft ist unseriös: Es geht von keinerlei ambitionierten Zielen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aus.“

Stefan Mappus (Ministerpräsident, Baden-Württemberg) sprach sich bereits in der Vergangenheit für deutlich längere Laufzeiten aus und forderte kürzlich mindestens 15 Jahre und mehr. Auch Horst Seehofer (Ministerpräsident, Bayern) sieht keine Möglichkeit in absehbarer ohne Atomenergie auszukommen. Er sagte, es habe „keinen Sinn, sichere bayerische Kernkraftwerke abzuschalten, um anschließend den gleichen Strom aus Tschechien zu beziehen“.

Sowohl Schleswig-Holsteins als auch Nordrhein-Westfalen sind weiterhin gegen die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke und ziehen eine Klage in Betracht. Sigmar Gabriel (Vorsitzender der SPD) bezeichnete die vorliegenden Entwürfe des Energiekonzeptes für „Lobbyarbeit für die Atomindustrie“, und fügte hinzug, „Die Diskussion über das Energiekonzept zeigt einmal mehr, das Gerede von einer Brückentechnologie war eine dreiste Lüge“.






Anzeige

Blog Top Liste - by TopBlogs.de


Sedo - Domains kaufen und verkaufen das Projekt strompate.de steht zum Verkauf Besucherstatistiken von strompate.de etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse