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August 2010

Politische Konsequenz bei Energiekonzept

   Dienstag, den 31. August 2010

Die Diskussionen um das in Arbeit befindliche Energiekonzept reißen nicht ab. Nun fordert auch die Vorsitzende des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Hildegard Müller, die Bundesregierung auf, ihr Hauptaugenmerk nicht auf die Atomenergie zu lenken sondern das Hauptziel der CO2-neutralen Energieversorgung Deutschlands bis zum Jahr 2050 zu forcieren. Zahlreiche Gutachten und Studien sollten der Bundesregierung als Unterstützung dienen und das Energiekonzept positiv beeinflussen.

Regierung muss Zeichen setzen

„Mit der Vorlage der Energieszenarien sind wir auf der Zielgeraden des energiepolitischen Gesamtkonzepts. In den nächsten vier Wochen muss die Bundesregierung eine politische Entscheidung über das Energiesystem der Zukunft treffen. Auf der Grundlage zahlreicher Berechnungen und Diskussionsbeiträge sollte nun Raum für Vernunft und eine sachliche Abwägung für die Politik sein. Ich hoffe sehr, dass die Bundesregierung in der nächsten Zeit alle betroffenen Interessengruppen anhört, um sich ein konkretes Bild zu machen. Insbesondere bei der Frage einer wettbewerbsneutralen Ausgestaltung der Laufzeitverlängerung ist der BDEW der einzige, der alle Unternehmen quer durch alle Sparten, Größen und Wertschöpfungsstufen vertreten kann. Die deutsche Energiewirtschaft erwartet mit dem energiepolitischen Gesamtkonzept klare Rahmenbedingungen für die anstehenden Milliardeninvestitionen“ betonte Hildegard Müller.

Doch nicht nur die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wird Inhalt des Energiekonzeptes sein, auch andere zentrale Fragen müssen dringend geklärt werden. Müller erklärte, „Es muss nun um die Beantwortung zahlreicher zentraler Fragen zur künftigen Energieversorgung und nicht um ein einziges Thema gehen. Kernfragen sind vor allem, wie künftig die Integration der erneuerbaren Energien gelingt, wie die notwendigen Netze schneller ausgebaut, neue Speichertechnologien erforscht und die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung weiter vorangebracht werden können.“

Umweltminister strebt schärfere Sicherheitsauflagen für AKWs an

   Montag, den 30. August 2010

Laut Nachrichtenmagazin „Spiegel“ strebt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) weitere Sicherheitsauflagen für Kernkraftwerke an. So sollen im Falle einer Laufzeitverlängerung, alle 17 Atomkraftwerke in Deutschland künftig so umgebaut werden, dass sie auch im Falle eines Flugzeugabsturzes nicht gefährdet seien. Dies sei laut Röttgen unabdingbar, um etwaige Atomkatastrophen, bedingt durch einen Flugzeugabsturz, weitestgehend zu vermeiden. Diese Auflagen könnten jedoch auch zu einer Konterreaktion bei der Laufzeitverlängerung führen, da ein Umbau einige kleinere Atomkraftwerke unrentabel werden lassen würde. Von Atomgegnern wurde wird besonders das Atomkraftwerk Isar 1 am Münchner Flughafen, sowie das hessische Kraftwerk Biblis am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert.

Atomkonzerne klagen geplante Maßnahmen an

Seitens der Atombetreiber und Energiekonzerne stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe. Diese hatten geplant lediglich eine Vernebelungsanlage zum Schutz vor Terroristenangriffen einzuführen. Um den Sicherheitsstandards Röttgens gerecht zu werden, müsse jedoch eine weitere Betonhülle an die Atomkraftwerke gebaut werden. Dies würde besonders bei kleinen und älteren Atomanlagen den Betrieb unrentabel werden lassen.

Die Konzerne Vattenfall, E.ON, RWE und EnBW warnen derweil vor einer finanziellen Überbelastung. Durch die geplante Brennelementesteuer, Öko-Energie Abgaben und die nun geforderte Nachrüstung für Sicherheitsstandards, würde eine verhältnismäßig geringe Laufzeitverlängerung von 10 Jahren den Betrieb dieser Atomanlagen zum Verlustgeschäft machen. Die Atombranche fordert mindestens 15 Jahre längere Laufzeiten, um Atomkraftwerke so bis 2040 in Betrieb zu halten. Anderenfalls würde sich eine Nachrüstung nicht lohnen.

Laufzeitverlängerung könnte Energiewende verzögern

   Donnerstag, den 26. August 2010

Sollte die Laufzeitverlängerung durch die Bundesregierung beschlossen werden, so werden die Folgen für die erneuerbaren Energien von existenzieller Bedeutung sein. Durch das rasante Wachstum des Ökostrom-Anteil müssen bereits jetzt Windkraft- und Solaranlagen zeitweise abgeschaltet werden, da die Stromnetze durch die großen Strommengen überlastet wären und ein Zusammenbruch zu befürchten wäre. Langfristig entstehen der Branche der erneuerbaren Energie dadurch Verluste und verzögern die dringend notwendige Energiewende.

Wirtschaftliche Konflikte vorhersehbar

Die Universität Flensburg fertigte im Auftrag des Energieversorgers LichtBlick eine Studie an, die Aufschluss über die Auswirkungen der Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Atomkraftwerke auf den Ausbau der erneuerbaren Energie gibt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass durch eine Verlängerung der Laufzeit um 28 Jahre bis etwa 2050 die Energiewende um Jahrzehnte verzögert werden würde. . Gero Lücking (LichtBlick, Vorstand Energiewirtschaft) betonte, „Die Laufzeitverlängerung provoziert ohne Not eine der größten wirtschaftlichen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit.“

Um die Stromüberschüsse aus den erneuerbaren Energie abzufangen, müssten die Atomkraftwerke bei einer Laufzeitverlängerung ab 2020 um 28 Jahre mindestens 15.800 Mal komplett abgeschaltet werden. Dadurch würden den Atomkonzernen Gewinne in Höhe von 21 bis 80 Milliarden Euro entgehen. Da anzunehmen ist, dass sie solche Verluste nicht hinnehmen werden, steht zu befürchten, dass sie alles daran setzen den Ausbau der erneuerbaren Energie auszubremsen.

Verzögert Brüderle den Energiebericht?

   Mittwoch, den 25. August 2010

Bereits am 31. Juli dieses Jahres hätte der Bericht „Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit” durch Rainer Brüderle (Bundeswirtschaftsminister) an die EU-Kommission übergeben werden müssen. Dieser soll Aufschluss über die zukünftige Energieversorgung in Deutschland geben. Doch bislang wird der Bericht zurückgehalten. Die Umweltorganisation Greenpeace hat Klage beim Verwaltungsgericht in Berlin eingereicht, um eine Veröffentlichung des Berichtes zu erwirken.

Fertigstellung erst im Herbst zu erwarten

Tobias Münchmeyer (Greenpeace) kritisierte das Verhalten Brüderles und sagte „Brüderle behauptet, ohne Atomkraft gingen die Lichter aus. Unliebsame Erkenntnisse, die das Gegenteil belegen, werden unter Inkaufnahme eines Gesetzesbruches unter dem Deckel gehalten.“

Auch Fritz Kuhn (Die Grünen) fordert eine unverzügliche Veröffentlichung des Berichtes und sagte, „Brüderle darf sich hier nicht herausreden. Die Fakten müssen auf den Tisch“ und fügte hinzu, „Der Minister fürchtet wohl, dass die Ergebnisse des Berichts seiner atomfreundlichen Haltung zuwider laufen.“

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll der Bericht in diesem Jahr erst im Herbst fertiggestellt werden. Mit der Erstellung des Berichtes ist das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln betraut worden, nach Presseangaben habe das Ministerium den Bericht erst zum Herbst in Auftrag gegeben.

Frage der Versorgungssicherheit bereits 2008 geklärt

Der Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit in Deutschland wird alle 24 Monate angefertigt und veröffentlicht. Bereits im Jahr 2008 kam er zu dem Fazit, dass der Energiebedarf bei einem Atomausstieg weiterhin gedeckt werden kann, ohne dass in Deutschland ein Strommangel auftreten würde.

Durch den rasanten Zuwachs an Strom aus erneuerbaren Energie ist zu erwarten, dass auch in diesem Bericht die Atomkraft als unnötig dargestellt wird. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil des Stromes aus erneuerbaren Energie gemessen am Gesamtstrombedarf auf 38,6 Prozent ansteigen, das sind im Vergleich zum Bericht von 2008 15 Prozent mehr.

Droht das Aus für alte Kohlekraftwerke?

   Dienstag, den 24. August 2010

Ende September soll das Energiekonzept der Bundesregierung präsentiert werden, nun beginnen die Debatten um einzelne Punkte. Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) fordert laut Presseberichten in einem 25 Seiten umfassenden Eckpunktepapier die Stilllegung von alten und ineffizienten Kohlekraftwerken. Des Weiteren wurden sowohl eine Pflicht zur Sanierung für alte Gebäude als auch die Einführung von Energiemanagementsystemen vorgeschlagen, um den Energieverbrauch zu senken und damit die Umwelt und das Klima zu schützen.

Effizientere Anlagen sollen gebaut werden

Die ineffizienten Kohlekraftwerke sollen jedoch nicht ersatzlos stillgelegt werden, sondern durch moderne und hocheffiziente Kraftwerke ersetzt werden. so heißt es in dem Eckpunktepapier unter dem Titel „Modernisierung des Kraftwerkparks: Stilllegung ineffizienter Anlagen.“ Weiterhin heißt es, die „Anforderungen an die Mindestenergieeffizienz bestehender Kohlekraftwerke in Ergänzung zum Emissionshandel ein wichtiges Instrument sein, um alte ineffiziente Kraftwerke stillzulegen oder zu modernisieren.“

Kohlekraftwerke, die einen geringen Wirkungsgrad aufweisen, sollen stillgelegt werden. Bei den Steinkohlekraftwerken liegt die Grenze bei einem Wirkungsgrad von weniger als 34 Prozent und bei Braunkohlekraftwerken bei 32 Prozent.

CO2-Abscheidung: Export der Technik geplant

   Montag, den 23. August 2010

Der Energiekonzern Vattenfall betreibt in Schwarze Pumpe ein Braunkohlekraftwerk in dem seit 2008 die weltweit erste Pilotanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid (CO2) in einem solchen Kraftwerk in Betrieb ist. Durch das sogenannte Carbon Capture and Storage – Verfahren (CCS) soll das entstehende klimaschädliche CO2 von den restlichen Abgasen getrennt und anschließend eingelagert werden.

Lagerung noch unsicher

Die vielversprechende Technologie soll bis spätestens 2020 zur Serienreife gelangen. Auch der Export der Technologie wird sowohl von der Bundesregierung als auch von der Energiewirtschaft ins Auge gefasst.

Bislang fand die Kohleverbrennung in normaler Luft statt, doch bei dem neuen Verfahren soll zur einfacheren Abscheidung des CO2 die Verbrennung in einem speziellen Gemisch aus Rauchgas und reinem Sauerstoff erfolgen. In diversen Reinigungs- und Aufbereitungsstufen wird das CO2 verflüssigt und damit transport- und lagerfähig gemacht.

Die Problematik der Lagerung erscheint weitaus schwieriger zu sein. Geplant ist, das klimaschädliche CO2 tief in das Erdreich zu pressen und es dort zu speichern. Die Experten hoffen, dass es durch die undurchlässigen Gesteinsschichten nicht entweichen kann.

Atomgegner und Konzerne weiter im Clinch

   Sonntag, den 22. August 2010

Die Fertigstellung des Energiekonzepts der Bundesregierung rückt näher und so verstärken sich auch die andauernden Konflikte von Atomgegnern und Energiekonzernen. Beide Parteien betreiben momentan aktiv Eigenwerbung, um ihren Standpunkt unter die Massen zu bringen. So kündigten mehrere Organisationen eine Großdemonstration für den 18. September an, bei der mehr als 30 000 Teilnehmer erwartet werden. Indes investieren Energiekonzerne maßgeblich in Marketingkonzepte zur Stärkung ihres Standpunktes zur Laufzeitverlängerung.

Proteste werden in Berlin stattfinden

Auftakt zu den verschiedenen Protesten und Demonstrationen bildet eine Großdemonstration in Berlin. Jochen Stay, Vertreter der Schutzorganisation „Ausgestrahlt“ dazu: „Wir werden alles daran setzen die Regierungspläne zu stoppen“. „Ausgestrahlt“ tritt aktiv gegen eine Verlängerung der Atomlaufzeiten und die zeitnahe Abschaltung selbiger ein. In Berlin sollen tausende Menschen ihren Protest zeigen, indem sie Kanzleramt und Reichstagsgebäude am 18. September 2010 umstellen. Während Deutschlands Bevölkerung zu einer Mehrheit für die Abschaltung und gegen eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist, ist die Bundesregierung bei dem Thema immer noch heillos zerstritten.

Energiekonzerne betreiben Öffentlichkeitsarbeit

Im Zuge einer groß angelegten Werbemaßnahme zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken, richteten die Großkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW einen Aufruf mitsamt Werbeträgern an die Bevölkerung. Der Aufruf wurde von verschiedenen Wirtschaftsgrößen und Politikern unterzeichnet. So unterstützen den Appell zur Laufzeitverlängerung Deutsche Bank Manager Josef Ackermann, der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily, sowie Wolfgang Clement.

Atomgegner und Konzerne weiter im Clinch

   Sonntag, den 22. August 2010

Die Fertigstellung des Energiekonzepts der Bundesregierung rückt näher und so verstärken sich auch die andauernden Konflikte von Atomgegnern und Energiekonzernen. Beide Parteien betreiben momentan aktiv Eigenwerbung, um ihren Standpunkt unter die Massen zu bringen. So kündigten mehrere Organisationen eine Großdemonstration für den 18. September an, bei der mehr als 30 000 Teilnehmer erwartet werden. Indes investieren Energiekonzerne maßgeblich in Marketingkonzepte zur Stärkung ihres Standpunktes zur Laufzeitverlängerung.

Proteste werden in Berlin stattfinden

Auftakt zu den verschiedenen Protesten und Demonstrationen bildet eine Großdemonstration in Berlin. Jochen Stay, Vertreter der Schutzorganisation „Ausgestrahlt“ dazu: „Wir werden alles daran setzen die Regierungspläne zu stoppen“. „Ausgestrahlt“ tritt aktiv gegen eine Verlängerung der Atomlaufzeiten und die zeitnahe Abschaltung selbiger ein. In Berlin sollen tausende Menschen ihren Protest zeigen, indem sie Kanzleramt und Reichstagsgebäude am 18. September 2010 umstellen. Während Deutschlands Bevölkerung zu einer Mehrheit für die Abschaltung und gegen eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke ist, ist die Bundesregierung bei dem Thema immer noch heillos zerstritten.

Energiekonzerne betreiben Öffentlichkeitsarbeit

Im Zuge einer groß angelegten Werbemaßnahme zur Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken, richteten die Großkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW einen Aufruf mitsamt Werbeträgern an die Bevölkerung. Der Aufruf wurde von verschiedenen Wirtschaftsgrößen und Politikern unterzeichnet. So unterstützen den Appell zur Laufzeitverlängerung Deutsche Bank Manager Josef Ackermann, der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily, sowie Wolfgang Clement.

Die Kanzlerin besucht die Energiebörse in Leipzig

   Freitag, den 20. August 2010

Im Rahmen ihrer noch andauernden Energiereise, besuchte gestern Bundeskanzlerin Angela Merkel die einzige deutsche Energiebörse EEX in Leipzig. Merkel lobte dabei die internationale Präsenz und Kooperation der EEX und merkte an, die Partnerschaft zwischen der französischen Powernext und der EEX setze europäische Maßstäbe und mache es so einfacher, international einheitliche Richtlinien und Standards durchzusetzen. Powernext und EEX bündelten ihren kurzfristigen Bedarf für den Strom-Spothandel, sowie Terminhandel für die längerfristigen Geschäfte, jeweils in gemeinsam verwalteten Tochtergesellschaften.

Leipzig genießt hohes Ansehen der Kanzlerin

Die EEX war ein weiterer von insgesamt 10 Haltepunkten in Merkels Energiereise. Merkel lobte in ihrer Ansprache Leipzig als Standort, der für einen einheitlichen europäischen Energiemarkt große Bedeutung genießt. Sie betont weiter, der börsennotierte Gashandel sei ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerb zwischen den Gasanbietern. Ziel dieses Unterfangen ist eine Abschaffung der generellen Ölpreisbildung, indem man auf einen börsennotierten Referenzpreis setzt.

Merkel äußert sich nicht zur Brennelementesteuerverwirrung

Angela Merkel verzichtete in Leipzig auf einen Kommentar zum geplanten Energiekonzept und dem Verwirrspiel um die Brennelementesteuer. In Leipzig wurde sie von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) begleitet, der erst am Vortag durch seine Äußerungen für anhaltende Verwirrung bezüglich der Brennelementesteuer sorgte (wir berichteten). Zu Merkels Besuch in Leipzig hatten sich unter anderem auch über 20 Greenpeace Aktivisten versammelt, um für die Einführung der Brennelementesteuer einzutreten.

Koalition im Streit um Energiepolitik

   Donnerstag, den 19. August 2010

Der Ton innerhalb der Koalition wird schärfer. So wies Finanzminister Wolfgang Schäuble am Mittwoch Aussagen von Umweltminister Norbert Röttgen zurück, die Entscheidung bezüglich der Belastung der Atomwirtschaft würde um mehrere Wochen verschoben werden. Michael Offer, Schäubles Sprecher, stellte klar, dass eine Entscheidung bis zur Kabinettssitzung am 1. September über den weiteren Kurs der Atompolitik klar sein werde. Dabei geht es um eine Vertragslösung mit Atomkonzernen oder die Einführung einer Brennelementesteuer.

Unterschiedliche Aussagen seitens Schäuble und Röttgen

Röttgen betonte in seinen Aussagen, die Regierung werde sich „wegen der politischen Relevanz dieser Frage“, zusammen mit dem Energiekonzept, erst am 28. September endgültig einigen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass ein Gesetz auch nach dem Kabinettsabschluss, oft noch mehrmals verändert wird, bis es abschliessend endgültig in Kraft tritt. Die Kanzlerin Angela Merkel erklärte dabei, Atomkraft werde weiterhin als Brückentechnologie gebraucht, auch wenn sich Windenergie im Aufschwung befinde. „Aber noch brauchen wir natürlich Brücken“, erklärte Frau Dr. Merkel zum Auftakt ihrer Energie-Reise, bezüglich der Verwendung von Kernenergie, Kohle und Gas.

Keine höheren Stromkosten durch Brennelementesteuer

Das Finanzministerium rechnet bei einer Einführung der Brennelementesteuer nicht mit einem deutlichen Anstieg der Strompreise. Betreiber von Kraftwerken könnten die entstandenen Unkosten lediglich in geringem Umfang auf die Preise für den Endverbraucher umleiten, so das Finanzministerium. Im Gesetzentwurf wurde daher auch deutlich vermerkt, dass der Verbraucher allenfalls relativ geringe Erhöhungen des Endpreises für Strom zu erwarten habe. Atomkonzerne wollen den Abschluss der Steuer trotzdem vehement verhindern, da sie fürchten, bei einem Machtwechsel auf SPD und Grüne in 3 Jahren, könne dies von den Parteien genutzt werden um Atomkonzerne noch weiter zu schröpfen.

Intelligente Stromzähler von der Telekom

   Mittwoch, den 18. August 2010

Seit Beginn des Jahres müssen laut Gesetz in alle Neubauten und bei großen Sanierungen intelligente Stromzähler eingebaut werden. Diese sollen nicht nur den Stromverbrauch messen, speichern und digital übertragen sondern auch den Verbrauch intelligent steuern. So soll es beispielsweise möglich sein, mit Hilfe des Stromzählers einzelne Haushaltsgeräte abzuschalten, um Strom zu sparen. In Friedrichshafen läuft bereits ein erstes Modellprojekt.

Telekom will Fußfassen

Reinhard Clemens (Vorstandsmitglied Telekom) sagte, „Der Zukunftsmarkt Energie ist ein wichtiger Teil der neuen Strategie der Deutschen Telekom“ und begründet so den Vorstoß in den Bereich Energie. Auch die Aussichten auf hohe Gewinne reizen den Telekom-Konzern und erklärte Clemens, „Die Internationale Energieagentur rechnet bis 2030 sogar weltweit mit Investitionen von mehreren Billionen Dollar in Energieerzeugung, Verbrauchsmanagement und die Modernisierung der Stromnetze.“ Innerhalb der kommenden 5 Jahre rechnet der Konzern mit 1 Milliarde Euro an Erlösen durch die intelligenten Netzwerke.

Konkurrenz ist hellwach

Die Energiekonzerne EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall sind ebenfalls in diesem Bereich tätig und bilden für den Telekom-Konzern vor eine harte Konkurrenz. Arndt Neuhaus (RWE Rheinland-Westfalen Netz AG) erklärte, „Es entwickelt sich ein hochspannender Markt, in dem sich eben Unternehmen aus unterschiedlichsten Märkten tummeln werden. Wir nehmen das Engagement der Telekom-Konzerne ernst.“

Steinkohle: Vorzeitige Schließung verhindern

   Dienstag, den 17. August 2010

Nach Angaben der EU-Kommission sollen die unrentablen Steinkohlebergwerke in Deutschland vorzeitig geschlossen werden und die Förderung wird bereits im Oktober 2014 auslaufen. Ursprünglich wurde im Kohlekompromiss 2007 vereinbart, dass der Ausstieg aus der Steinkohleproduktion erst zum Jahr 2018 sozialverträglich auslaufen soll.

Widerstand von politischer Seite

Neben dem Widerstand auf industrieller Ebene regt sich auch immer mehr der politische Widerstand. Bei einem Kohletreffen im nordrheinwestfälischen Düsseldorf sprachen sich sowohl Hannelore Kraft (Ministerpräsidentin NRW) als auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, den Grünen und den Linken für den Erhalt der Steinkohleproduktion bis 2018 aus. Sie forderten von der Bundesregierung, „den 2007 gemeinsam vertraglich vereinbarten Kohlekompromiss mit dem fixierten Finanz- und Zeitrahmen umzusetzen.“

Die Folgen einer vorzeitigen Schließung von deutschen Steinkohlezechen und die damit verbundene Beendigung der Subventionszahlungen im Oktober 2014 sind gravierend. Laut Brancheninformationen müssten gut 5.300 Stellen abgebaut werden und auch die Zulieferer und die angrenzenden Geschäftsbereichen seien betroffen. Dort seien mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

Kritik für intelligente Stromzähler

   Montag, den 16. August 2010

Laut Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) müssen seit 01. Januar die neuen intelligenten Stromzähler in Neubauten und bei großen Sanierungen die alten Zähler ersetzen. Sie sollen „dem jeweiligen Anschlussnutzer den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln“ (§21b EnWG). Die Anforderungen an die neue Generation der Stromzähler sind im Gesetz nicht geregelt, daher gab die Bundesnetzagentur eine Auslegungshilfe mit Mindesan- forderungen heraus. Der Verbraucher soll z.B. den Verbrauch des letzten Tages, der letzten Woche bzw. der letzten drei Monate ablesen können. Weiterhin sollen die Daten elektronisch auslesbar sein.

Verbraucher wollen keine Mehrkosten zahlen

Für den Einbau der intelligenten Stromzähler sind laut einer Umfrage die wenigsten Verbraucher bereit Mehrkosten zu tragen. Aus diesem Grund werden die Messstellenbetreiber nur Zähler einbauen, die die Minimalanforderungen erfüllen. Ob diese Minimallösung den gewünschten Effekt erzielt, bleibt abzuwarten, denn durch die intelligenten Stromzähler sollen bis zu 10 Prozent Strom eingespart werden.

Mit Hilfe der intelligenten Stromzähler sollen die Verbraucher einen besseren Überblick über ihr persönliches Verbrauchsverhalten bekommen und so zu effizienterem Stromverbrauch animiert werden. Den Energieversorgern sollen die erhobenen Daten ermöglichen, die Stromerzeugung besser zu steuern und an den Verbrauch anzupassen.

Gesetz bietet keine genauen Vorgaben

„Die Gesetzgeber setzen nach wie vor darauf, dass sich der Markt selbst Regeln geben wird. Das ging schon bei der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 schief – die Folge war damals eine Reihe von Pleiten bei neuen Stromversorgern. Daher brauchen wir verbindlichere Rahmenbedingungen für die Einführung intelligenter Stromzähler. Nur wenn Investitionssicherheit herrscht, werden die Energieversorger ihre zögerliche Haltung aufgeben“, so Peter Reese (Verivox).

Neben den technischen Richtlinien fehlen auch die verbindlich geregelten Standards für die Funktionalitäten und die Datenformate. Auch der Datenschutz und die Vorgaben zur Datenverarbeitung und -speicherung fanden im Gesetz kaum Beachtung.

Neue Stromtarife müssen eingeführt werden

Ab dem Jahr 2011 sind alle Energieversorger verpflichtet, mindestens einen Tarif anzubieten, der „einen Anreiz zu Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs setzt“ (§40 Abs.3 EnWG). Dies sind vor allem zeit- und lastvariable Tarife. Durch die neuen Tarifmodelle sollen die Verbraucher animiert werden, Strom effizienter zu nutzen und mehr Strom einzusparen.

Beispielsweise könnten die Energieversorger Tarife anbieten, bei denen der Strom zwischen 20:00 und 6:00 Uhr zu Sonderkonditionen angeboten wird, da in den Abend- und Nachtstunden ein Stromüberschuss besteht. Die Verbraucher könnten während der Abendstunden die Waschmaschine und den Geschirrspüler betreiben und von den geringeren Strompreisen profitieren.

Geplante „Energie-Reise“ der Kanzlerin

   Freitag, den 13. August 2010

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel plant noch im August eine „Energie-Reise“ durch Deutschland. Im Zuge dessen sollen mehrere Energiestandorte in Deutschland besichtigt werden, so Vize-Regierungssprecher Christoph Steegman am Mittwoch in Berlin. Fortführende Details, welche Standorte Frau Merkel besuchen wird, sollen am kommenden Montag bekanntgegeben werden. Die geplante Reise bezieht sich dabei auf die Tage des 18./19. August, sowie dem 26./27. August dieses Jahres und soll laut Steegman ganz im Zuge des geplanten Energiekonzepts der kommenden Jahre stattfinden.

Werden ältere Meiler jetzt vom Netz genommen?

Von diesen Plänen hatte die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) kürzlich berichtet. Aufgrund neuer Sicherheitsanforderungen könnte dies zu einer Abschaltung älterer Meiler führen, während sich die Laufzeit jüngerer Anlagen deutlich erhöhen würde. Schon jetzt können die Laufzeiten der alten Meiler auf die jüngeren Anlagen übertragen werden. Momentan lässt die Regierung eine Laufzeitverlängerung um 4 bis 28 Jahre durchrechnen.

Laut Steegman, möchte sich die Bundeskanzlerin ein eigenes Bild über den Stand und die Entwicklung verschiedenster Energietechnologien informieren. Weiter sollen auch Möglichkeiten zur Energieeffizienz, Klimaschutz, sowie die Bedeutung einer modernen Energiewirtschaft für die regionale Entwicklung Deutschlands, weiter beleuchtet werden.

Erst am Dienstag, wies die Regierung Gerüchte über einen aufkommenden Streit im Bereich Atomkraft entschieden zurück.

E.ON: Erstes Halbjahr war erfolgreich

   Donnerstag, den 12. August 2010

Das erste Halbjahr 2010 war für den weltweit größten, nichtstaatlichen Energiekonzern E.ON recht erfolgreich. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen, der EBIT, konnte um 11 Prozent auf gut 6,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch wenn das erste Halbjahr sehr positiv verlaufen ist, bleibt der Aufsichtsrat mit den Prognosen für das zweite Halbjahr eher zurückhaltend. Grund ist das „weiter angespannte energie- politische Umfeld“. Es wird mit einem stagnierenden bereinigten Überschuss gerechnet und auch beim operativen Ergebnis wird nur eine geringe Steigerung von etwa 3 Prozent erwartet.

Konjunktur im Aufwind – E.ON kann profitieren

In diesem Jahr befindet sich die Konjunktur wieder im Aufschwung und beschert der Strombranche allgemein wieder steigende Absatzzahlen. E.ON konnte insgesamt ein Umsatzplus von 7 Prozent erzielen. Wegen steigender Zins- und Sonderbelastungen musste der Konzern bei der Überschussrechnung einen Rückgang von etwa 9 Prozent hinnehmen.

Auf Grund der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr musste der Energiekonzern Rückgänge beim Strom- und Gasverbrauch hinnehmen. Die sinkende Nachfrage zwang die Industriebetriebe zu geringeren Produktionen und verursachte so einen geringeren Stromverbrauch. Auch die privaten Haushalte sparten beim Strom.

In Europa sanken die Profite für den Energiekonzern während in Skandinavien und Großbritannien beträchtliche Gewinnsteigerungen erzielt werden konnten. Der Profit-Einbruch in Europa kam unter anderem durch den Verkauf der Höchstspannungsleitungen und der Abgabe von Kraftwerkskapazitäten auf Anordnung der Wettbewerbsbehörden zustande.

Atomkraft: ITER vor dem Aus?

   Mittwoch, den 11. August 2010

Im französischen Cadarache wird seit 2009 an dem „International Thermonuclear Experimental Reactor“ gebaut. Die Planung für dieses Mammut-Projekt begann jedoch schon weit vorher. Geplant waren Baukosten in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro doch diese Summe wird sich voraussichtlich verdreifachen. Ab dem Jahr 2018 soll der Atomfusionsreaktor für 20 Jahr in Betrieb gehen und noch einmal 5 Milliarden Euro an Betriebskosten verschlingen. Zu den beteiligten Investoren gehören neben Europa auch China, Indien, Japan, Südkorea, Russland auch die USA.

Forscher wenden sich gegen das Versuchsprojekt

Die Forscher halten das Versuchsprojekt ITER für „unerschwinglich und nicht funktionstüchtig“. Durch die explodierenden Bau- und Betriebskosten werden einige wichtigere Forschungsprojekte in Gefahr gebracht, weil an deren finanzieller Unterstützung gespart würde.

Die traditionellen Atomkraftwerke spalten Atomkerne, um Energie zu gewinnen. Der Atomfusionsreaktor ITER soll zeigen, wie bei der Verschmelzung von Atomkernen Energie erzeugt wird. Ein extrem dünnes Plasma aus den Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium wird in Magnetfeldern eingeschlossen und auf etwa 100 Millionen Grad erhitzt. Das Deuterium wird auch Meerwasser gewonnen und das Tritium entsteht durch die Bestrahlung von Lithium-Gas.

Auf Grund der Schwierigkeiten, das Plasma in der Ummantelung zu halten, große Mengen Tritium zu erzeugen und Materialien ausfindig zu machen, die das Plasma sicher einschließen können, sind die Wissenschaftler der Meinung, dass es besser wäre das Projekt einzustellen und die finanziellen Mittel in die Weiterentwicklung der traditionellen Atomkraft zu investieren. Hier sei es notwendig, die vierte Generation entsprechend zu fördern, da sie in der Lage sein wird, auf Atomabfällen Brennstoffe zu machen und so zur Lösung der Problematik Endlagerung von Atommüll beitragen könnte.

REWAG baut neues Glasfasernetz

   Dienstag, den 10. August 2010

In den kommenden fünf Jahren wird die Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG einen Millionenbetrag in den Ausbau der örtlichen Glasfasernetze investieren. „Glasfasertechnologie bietet die beste Grundlage dafür, die Anforderungen der Zukunft an die Energieversorgungsnetze zu erfüllen“, so Norbert Breidenbach (Vorstandsvorsitzender REWAG). Seit mehr als 30 Jahren versorgt die REWAG ihre mittlerweile 200.000 Kunden mit Trinkwasser und Strom. Die etwa 400 Mitarbeiter sorgen für die gute Versorgung der Kunden und sichern sowohl die umfangreichen Serviceleistungen als auch die hohe Versorgungssicherheit ab.

Neue Technologien ausbauen

„Die gesetzlichen Anforderungen aus den sogenannten Merseburger Beschlüssen und der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) machen es in Zukunft notwendig, intelligente Zählersysteme – das sogenannte Smart Metering – einzurichten, die nicht nur den Energieverbrauch detailliert aufzeichnen, sondern auch steuerbar machen und so Einsparungen ermöglichen. Und dafür braucht es entsprechende Übertragungsnetze (Smart Grids) wie das Glasfasernetz“, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Beginnen sollen Bau- und Sanierungsarbeiten in Königswiesen. In den nächsten Monaten sollen zusätzliche Glasfaserkabel an den bestehenden Leistungsnetzen verlegt werden. Breidenbach betonte, „Für unsere Kunden entstehen dabei keine Kosten. Niemand muss den Glasfaseranschluss in Anspruch nehmen. Die bisherigen Kabel und Anschlüsse funktionieren weiterhin wie gewohnt.“

Zukünftige Potentiale forcieren

„Im Zusammenspiel von intelligenten Stromnetzen (Smart Grids), neuer Zählertechnologie (Smart Meter) und den Speichern von Elektromobilen ergäbe sich eine sinnvolle und wirtschaftliche Lösung“ sagte Breidenbach. Um Stromüberschüsse aus den erneuerbaren Energien zu abzufangen, könnten die Speicher der Elektromobile genutzt werden. So ließen sich die natürlichen Stromschwankungen der erneuerbaren Energien auf recht unkomplizierte Weise ausgleichen.

Atomkraftwerke: Abschaltungen verzögern

   Montag, den 9. August 2010

Für große Aufregung sorgte die Übertragung von Reststrommengen abgeschalteter Atomkraftwerke auf die alten Atomkraftwerke Biblis A und B. Der Reaktor Biblis A ging 1974 ans Netz und Biblis B folgte 1976. Claudia Roth (Die Grünen) sagte, „Ein Uraltreaktor soll länger laufen, obwohl er nicht den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.“ Der Energiekonzern RWE, der das AKW Biblis betreibt, wies die Vorwürfe zurück und versicherte, dass die beiden Reaktoren „sehr sicher“ seien und fügte hinzu „Da gibt es keine Geheimnisse und Trickserei“.

Hinhaltetaktik der Energiekonzerne ist offensichtlich

Der Reaktor Biblis A sollte im Jahr 2008 stillgelegt werden und Biblis B sollte 2009 folgen. Doch um die endgültige Stilllegung der Reaktoren hinauszuzögern, wurde die Stromproduktion so gedrosselt, dass die im Jahr 2002 zugeteilten Reststrommengen noch für einen längeren Betrieb genügen und die Reaktoren in den Genuss der geplanten Laufzeitverlängerung kommen. Auch die Übertragung der Reststrommengen, die bis zu 2 Jahre ausreichen, sorgt für eine längere Betriebsdauer. Denn sind die verfügbaren Strommengen aufgebraucht und steht ein Reaktor erst einmal still, erlischt die Betriebserlaubnis und der Betreiber muss den milliardenteuren Abriss finanzieren.

Die Energiekonzerne E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall betreiben die 17 deutschen Atomkraftwerke und versuchen mit allen verfügbaren Mitteln eine Verlängerung der Laufzeiten um mehr als 15 Jahre für die Atomkraftwerke zu erwirken. Weniger würde sich nach den Angaben der Unternehmen kaum rechnen, denn die Bundesregierung will einen Teil der Zusatzgewinne über die Brennelemente-Steuer abschöpfen und auch die Sicherheitssysteme der Reaktoren müssen auf dem neuesten Stand gehalten werden.






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